25.11.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

25.11.2003: Bundesverband Biogene Kraftstoffe befürchtet "Aus" für Biogas in Deutschland - Geplante EEG-Vergütung zu niedrig

Mit einem öffentlichen Aufruf hat sich der Bundesverband Biogene Kraftstoffe e.V. (BBK) an die Politik gewandt. Die in der Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes EEG geplante Vergütung für Biogasstrom aus nachwachsenden Rohstoffen müsse dringend verbessert werden, so der Interessensverband mit Sitz in Berlin. Andernfalls sei mit dem endgültigen "Aus" für Biogas in Deutschland zu rechnen. Erst ab einer zusätzlichen Bonusvergütung in Höhe von 6,5 cent pro Kilowattstunde Strom (ct/kWh) sei der wirtschaftliche Betrieb eines Biogaskraftwerks auf Basis von Energiepflanzen möglich, erklärt der BBK. Die Novelle sehe jedoch einen Bonus von nur 2,5 Ct./kWh vor. Der Bundesverband fordert deshalb eine Bonusvergütung von mindestens 6,5 Ct./kWh. Diese müsse zudem unabhängig davon sein, ob das Biogas über Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen direkt verwertet werde, oder in das Erdgasnetz eingespeist werde.

Weitere Kritikpunkte des BBK am aktuellen Stand der EEG-Novelle sind die geplante Verkürzung der Vergütungsdauer von bisher 20 auf 15 Jahre und das Absenken der Förderung um zwei Prozent jährlich. Die Einspeisevergütung solle, wie bei anderen regenerativen Energien, auf 20 Jahre fest zugesichert werden, fordert der Biogasverband. Eine jährliche Verringerung der Förderung um ein Prozent sei ferner dem genetischen Fortschritt im Pflanzenanbau besser angemessen. Dieser schreite langsamer voran als der rein technische Fortschritt.

Mit Biogastechnologie beschäftigen sich unter anderem die börsennotierten Umweltaktiengesellschaften farmatic biotech energy ag aus Deutschland und die österreichische SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG.
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