25.11.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

25.11.2004: Alternative zu dicker Luft im Reich der Mitte - Entsteht in China ein Massenmarkt für Hybridfahrzeuge?

Nach General Motors und Toyota will nun auch der japanische Autokonzern Honda in China Hybridfahrzeuge bauen. Laut einem Bericht von China Daily hat das Unternehmen dazu im Süden des Landes ein joint venture mit der Guangzhou Automobile Group gegründet. Deren stellvertretender CEO Zeng Qinghong hofft dem Bericht zufolge auf Fördermittel der Regierung für den Ausbau dieser klimaschonenden Technologie. Das Reich der Mitte steht verbreiteten Einschätzungen zufolge vor einem enormen Nachfrageanstieg für PKW. Damit droht China eine weitere Verschärfung der Umweltsituation. Wie Zeng gegenüber dem Blatt erklärte, wäre die massenhafte Verbreitung von Hybridfahrzeugen ein Ausweg aus diesem Dilemma.

Um die hohe Abhängigkeit von Ölimporten zu mindern, hat die Regierung zur Deckelung des Kraftstoffverbrauchs bereits Verbrauchsstandards für Pkw erlassen. Sie sollen ab kommenden Jahr gelten und ab 2008 verschärft werden. Laut dem Rat für Nachhaltigkeit kam eine Studie des US-amerikanischen World Resources Institute (WRI) zu dem Ergebnis, dass bislang nur Toyota, Ford und PSA die verschärften Vorgaben aus Peking weitgehend erfüllen. Bei Fahrzeugen von Volkswagen, dem mit Abstand größte Autoimporteur in China, treffe dies nur zu 19 Prozent zu. Wie es weiter heißt, gehen die WRI-Experten davon aus, dass das Land die Verbrauchsgrenzen für Autos nach 2008 sogar noch deutlich verschärfen wird, um der rasant wachsenden Benzinnachfrage entgegenzuwirken.

Bildhinweis: Toyota setzt in China auf den Prius mit Hybridtechnologie / Quelle: Unternehmen
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