25.01.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

25.1.2008: Aktien-News: Windkraftanlagenhersteller meldet Auftragsregen

Ein Auftragsregen ist laut Unternehmensangaben über den Windkraftanlagenhersteller Gamesa hergegangen. Die Spanier meldeten unter anderem eine Bestellung von Molinos del Ebro für 87 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 174 Megawatt (MW). Die ersten 25 Anlagen würden noch in diesem Jahr ausgeliefert, die übrigen bis 2010. Der Auftrag im Wert von 184 Millionen Euro stärke die Marktführerschaft von Gamesa im spanischen Heimatmarkt, wo jedes zweite Windrad von Gamesa stamme.

Weiter wurde mitgeteilt, dass Gamesa Windkraftanlagen im Wert von 201 Millionen Euro nach Polen und Bulgarien liefern soll. Entsprechende Verträge seien mit Neo Energía, einer Tochter der EDP Gruppe, und den zur ENHOL Gruppe gehörenden Generación Eólica Internacional und Eólica Bulgaria ausgehandelt worden. Die insgesamt 90 Anlagen mit einer Leistung von zusammen 180 MW würden von 2008 bis 2010 ausgeliefert.

Zwei Bestellungen gingen aus Frankreich bei Gamesa ein. Der zur SUEZ-Electrabel gehörende Projektierer La Compagnie du Vent orderte laut Gamesa 46 Windkraftanlagen mit 43 MW Leistung für verschiedene Windparks. Ihr Gesamtwert belaufe sich auf 40 Millionen Euro, ausgeliefert würden sie noch in diesem Jahr. Die vor wenigen Wochen von der italienischen Sorgenia Gruppe übernommene Société Française d’Eoliennes bestellte bei den Spaniern 100 Windräder mit 200 MW Leistung, die bis 2011 ausgeliefert werden sollen. Zudem wurde dem Unternehmen zufolge eine Option auf die Lieferung weiterer 25 Anlagen mit 50 MW Leistung verabredet. Hier wurden keine finanziellen Details genannt. Laut Gamesa ist Frankreich der europäische Windmarkt mit dem größten Wachstumspotential. Hier lege das Unternehmen einen Schwerpunkt seiner Auslandsstrategie.

Außerdem haben die Spanier einen Nachfolgeauftrag aus Marokko erhalten. Dort will die Lafarge Maroc, Tochterunternehmen des Zementkonzerns Lafarge, ihren Windpark ausbauen, der die Produktionsstätte in Tétouan mit Erneuerbarer Energie versorgt. In Zukunft soll das Projekt 40 Prozent der dort benötigten Energie beisteuern. Dafür habe man bei Gamesa weitere Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt zehn MW bestellt, hieß es. Auch hier nannte Gamesa keine finanziellen Details.

Die Aktie von Gamesa hat seit dem Jahreswechsel rund 23 Prozent an Wert verloren. Bis zum Mittag gewann Sie im XETRA 8,6 Prozent an Wert und notiert damit 6,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Gamesa Corp. Tecnologica S.A.: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8

Bildhinweis: Windräder der Spanier drehen sich in vielen Ländern der Welt. / Quelle: Unternehmen
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