02.05.05

2.5.2005: Meldung: Holcim AG: Zahlen zum ersten Quartal 2005

Holcim auf Kurs: solides 1. Quartal 2005 trotz negativer saisonaler Einflussfaktoren

May 2, 2005 -

* Nettoverkaufsertrag bildet sich um 1,1 Prozent auf CHF 2,730 Milliarden zur?ck
* Betriebsgewinn steigt um 9,6 Prozent auf CHF 411 Millionen
* Betriebliche EBITDA-Marge erreicht 24,1 Prozent (1. Quartal 2004: 25,1)
* Konzerngewinn verbessert sich um 67,3 Prozent auf CHF 169 Millionen
* Geldfluss aus Gesch?ftst?tigkeit nimmt auf CHF 77 Millionen (1. Quartal 2004: 60) zu



Geographische Diversifikation als St?rke
Im 1. Quartal 2005 ist es Holcim dank der weltweiten Marktpr?senz gelungen, das Mengen- und Gewinnwachstum fortzusetzen. Allerdings belasteten die massiv h?heren Energie- und Transportkosten sowie die kontinuierliche Abwertung des US-Dollars das Ergebnis. Negativ ausgewirkt auf die Baut?tigkeit in Europa und Nordamerika haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal die schlechteren Witterungsbedingungen und die fr?hen Ostertage.

Der Zement- und Klinkerabsatz nahm dennoch um 1,8 Prozent zu. Beim Transportbeton stieg der Absatz dank gutem Gesch?ftsgang in den Konzernregionen Afrika, Naher Osten und Asien, Ozeanien um 3,3 Prozent. Die Verk?ufe von Zuschlagstoffen bildeten sich um 9,9 Prozent zur?ck. Am st?rksten war der R?ckgang in Europa und Nordamerika.

Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag nahm haupts?chlich w?hrungsbedingt um 1,1 Prozent auf CHF 2,730 Milliarden ab, und der betriebliche EBITDA erreichte CHF 658 Millionen (1. Quartal 2004: 694). Beim internen betrieblichen EBITDA konnten die Entwicklungen in Europa (-19,4 Prozent) und Lateinamerika (-12,3 Prozent) durch das Wachstum in Nordamerika (+62,1 Prozent), Afrika, Naher Osten (+34,8 Prozent) und Asien, Ozeanien (+6 Prozent) praktisch aufgefangen werden. W?hrungs- und konsolidierungsbereinigt ergab dies einen leichten R?ckgang des internen betrieblichen EBITDA-Wachstums von 4,5 Prozent. Hingegen ist der Betriebsgewinn um 9,6 Prozent auf CHF 411 Millionen und der Konzerngewinn um 67,3 Prozent auf CHF 169 Millionen gestiegen. Daf?r sind Erweiterungen im Konsolidierungskreis, aber auch Neuerungen bei den International Financial Reporting Standards (IFRS) verantwortlich. Die gem?ss IFRS nun wegfallenden Goodwillabschreibungen belasteten das Vorjahresquartal mit CHF 59 Millionen. Trotz h?herer Finanzierungskosten nahm der Geldfluss aus Gesch?ftst?tigkeit auf CHF 77 Millionen (1. Quartal 2004: 60) zu. Insgesamt liegen die finanziellen Resultate des 1. Quartals 2005 im Rahmen der Erwartungen.

Schneereicher Winter behindert Baut?tigkeit in Europa
Der Gesch?ftsgang in der Konzernregion Europa wurde im 1. Quartal 2005 von den ausgiebigen Schneef?llen und dem vielerorts bis in den M?rz hinein anhaltenden Frost stark beeintr?chtigt. Nicht nur im Norden des Kontinentes, sondern auch in Italien, Kroatien und in weiten Teilen S?dosteuropas kam die Baut?tigkeit ?ber viele Wochen hinweg praktisch zum Erliegen. Der Zementabsatz bildete sich deshalb teilweise markant zur?ck. Infolge der hohen Lieferungen w?hrend der milden Vorjahresperiode fiel die Schwankung besonders stark aus. Nur in Spanien und Rum?nien sowie akquisitionsbedingt in Bulgarien stieg der Zementabsatz. Per saldo nahmen die Zementlieferungen der Konzernregion Europa ab.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Europa nahm um 19 Prozent auf CHF 175 Millionen ab, und das interne betriebliche EBITDA-Wachstum weist ein Minus von 19,4 Prozent aus. Neben den ung?nstigen Wetterverh?ltnissen belasteten der sich versch?rfende Wettbewerb in Belgien und Norditalien sowie die anhaltend schwache Baut?tigkeit in Deutschland den Gesch?ftsgang.

Starke Nachfrage in Nordamerika
Die nordamerikanische Bauwirtschaft hat nahtlos an die gute Vorjahresentwicklung angekn?pft. In den USA belebte sich der kommerzielle und industrielle Bau. Die Zahl der neu begonnenen Wohnbauten erreichte sogar den h?chsten Stand seit ?ber 20 Jahren. Weitere Impulse kamen vom beschleunigten Ausbau und der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur. So stieg der Zementverbrauch weiter an. Holcim US hat die Zementlieferungen erneut ausgeweitet und in s?mtlichen Marktregionen zum Teil deutlich bessere Verkaufspreise erzielt.

Auch in Kanada operierte der Bausektor weiter auf einem hohen Niveau. St. Lawrence Cement steigerte den inl?ndischen Zementversand, musste jedoch wegen Lieferengp?ssen im Nordosten der USA per saldo ein r?ckl?ufiges Volumen hinnehmen. Der Absatz von Zuschlagstoffen und Transportbeton hat bei St. Lawrence Cement ebenfalls witterungsbedingt leicht abgenommen.

Die Konzernregion Nordamerika hat noch einmal einen grossen Schritt nach vorne getan. Der betriebliche EBITDA verbesserte sich bei einem beachtlichen internen betrieblichen EBITDA-Wachstum von 62,1 Prozent auf CHF 43 Millionen (1. Quartal 2004: 29).

Diese erfreuliche Entwicklung ist auch auf das bessere Preisniveau sowie auf Effizienzsteigerungen zur?ckzuf?hren. Die schrittweise Modernisierung der Produktionsbasis und die strikte Kostenkontrolle bringen die erwarteten Resultate.

Uneinheitliche Entwicklung in Lateinamerika
Die Konzernregion Lateinamerika ist im Rahmen der Erwartungen ins neue Jahr gestartet. Die Zementlieferungen nahmen zu – unterst?tzt durch die seit Jahresbeginn neu konsolidierte Cemento de El Salvador.

Bei Holcim Apasco in Mexiko reduzierte sich das Absatzvolumen in den Segmenten Zement und Transportbeton wegen der schwachen Baukonjunktur, des versch?rften Wettbewerbsumfeldes und der fr?hen Osterfeiertage. Immerhin konnte der R?ckgang durch vermehrte Zementexporte und Klinkerverk?ufe teilweise kompensiert werden. In Costa Rica erh?hte sich der Ausstoss dank der neuen Ofenlinie im Werk Cartago. Darin eingeschlossen sind die h?heren Lieferungen an die Schwestergesellschaft in Nicaragua. Die anderen Konzerngesellschaften in Zentralamerika erreichten im wesentlichen das Vorjahresniveau. In Ecuador und Venezuela nahm der Zementversand kr?ftig zu, und auch Holcim Brasilien erzielte dank der etwas besseren Konjunkturlage beim Zement ein Absatzplus. Die Transportbetonverk?ufe bildeten sich marktbedingt und infolge der Optimierung des Vertriebsnetzes etwas zur?ck. In Argentinien und Chile blieb die Baustoffnachfrage in s?mtlichen Segmenten lebhaft, so dass sowohl Minetti als auch Cemento Polpaico h?here Zement- und Transportbetonlieferungen ausweisen konnten.

Insgesamt nahm der betriebliche EBITDA um 12 Prozent auf CHF 250 Millionen ab, und das interne betriebliche EBITDA-Wachstum war mit einem Minus von 12,3 Prozent ebenfalls negativ. Darin widerspiegeln sich das niedrigere Absatzvolumen in Mexiko, der verst?rkte Wettbewerbsdruck mit Preisnachl?ssen in Brasilien und Kolumbien sowie die gestiegenen Energiekosten.

Holcim hat die Beteiligung an Cemento de El Salvador von 20,3 Prozent auf 64,2 Prozent aufgestockt und daf?r insgesamt USD 220 Millionen investiert. Die Gesellschaft verf?gt ?ber eine installierte Jahreskapazit?t von 1,7 Millionen Tonnen Zement und st?rkt die Marktpr?senz des Konzerns in Zentralamerika.

Solides Wachstum in Afrika, Naher Osten
Markant hat der Zementabsatz bei Holcim S?dafrika zugenommen. Die Lieferungen der Konzerngesellschaft im Libanon stiegen dank anziehender Zementausfuhren ebenfalls stark an. Holcim Marokko verharrte trotz intensiver Regenf?lle auf dem guten Vorjahresniveau, und Egyptian Cement vermochte den saisonalen R?ckgang der Inlandverk?ufe nur bedingt durch h?here Zementexporte wettzumachen. In Westafrika blieb die Absatzlage aufgrund der politischen Instabilit?t gedr?ckt.

Ertragsm?ssig hat diese Konzernregion substantiell bessere Resultate erzielt. Der betriebliche EBITDA nahm um 38 Prozent auf CHF 127 Millionen zu, und das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 34,8 Prozent. Mit Ausnahme der L?ndergruppe Westafrika haben alle Konzerngesellschaften zum verbesserten Leistungsausweis beigetragen. Speziell erw?hnt sei der nahezu verdoppelte betriebliche EBITDA bei Holcim S?dafrika. Positiv ausgewirkt hat sich neben den gestiegenen Zementverk?ufen auch der anziehende Transportbetonbedarf.

Um der dynamischen Marktentwicklung im Mittleren Osten und am Persischen Golf besser zu entsprechen, er?ffnete Holcim Trading im 1. Quartal 2005 in Dubai eine Vertretung.

Robuste Baukonjunktur in Asien, Ozeanien
Praktisch alle Konzerngesellschaften in Asien, Ozeanien profitierten von der anhaltend robusten Baustoffnachfrage und verkauften gr?ssere Mengen. Ausnahmen waren Holcim Philippinen und Holcim Malaysia, wo saisonale Faktoren sowie die angespannte Haushaltslage den ?ffentlichen Bau und den Zementabsatz bremsten.

Den gr?ssten Zuwachs im Zementbereich verbuchte Siam City Cement in Thailand, gefolgt von PT Semen Cibinong in Indonesien. Beide Konzerngesellschaften profitierten von der anziehenden Binnennachfrage und konnten zudem deutlich mehr Zement exportieren. Holcim Vietnam operierte an der Kapazit?tsgrenze, hat aber dank der zus?tzlichen Mahl- und Logistikkapazit?t bei Ho Chi Minh City den Zementausstoss für Verbraucher im S?den des Landes deutlich gesteigert. Auch Cement Australia und Holcim Neuseeland ?bertrafen die bereits hohen Lieferniveaus des 1. Quartals 2004.

Die Zementlieferungen der Konzerngesellschaften in Asien, Ozeanien nahmen mehrheitlich zu. Im Segment Zuschlagstoffe bildeten sich die Verkaufsmengen zur?ck. Deutlich zugenommen hat hingegen der Absatz von Transportbeton.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Asien, Ozeanien erreichte trotz generell schw?cherer W?hrungsrelationen erneut CHF 117 Millionen (1. Quartal 2004: 117), wobei das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 6 Prozent ausmachte. Cement Australia, aber auch die Konzerngesellschaften in Thailand, auf den Philippinen und in Neuseeland lieferten wesentliche Beitr?ge dazu.

Strategische Investitionen st?rken Marktstellung und er?ffnen neues Potential
Im 1. Quartal 2005 hat Holcim zwei bedeutende strategische Investitionen get?tigt, die wichtige neue Impulse geben werden.

In einer ersten Transaktion ?bernahm Holcim im Rahmen eines freundlichen ?bernahmeangebotes Aggregate Industries, einen f?hrenden und hervorragend positionierten Baustoffproduzenten mit rund 650 Produktionsst?tten in Grossbritannien und den USA. Mit einem Bedarf von j?hrlich rund 3 Millionen Tonnen Zement ist er auch ein gewichtiger Zementverarbeiter.

Die Integration von Aggregate Industries in den Konzernverbund erlaubt es, in einer Reihe von Schl?sselm?rkten in den USA in das Gesch?ft mit Zuschlagstoffen, Asphalt und Transportbeton einzusteigen und in Grossbritannien Fuss zu fassen, einem wichtigen und rentablen Markt für Baustoffe. Aggregate Industries verf?gt ?ber geographisch gut gelegene und strategisch wichtige Zuschlagstoffreserven für mehr als 70 Jahre.

Holcim h?lt derzeit ?ber 96 Prozent des Aktienkapitals von Aggregate Industries und hat im April 2005 den obligatorischen Auskauf der verbleibenden Minderheitsaktion?re eingeleitet.

Parallel dazu ist Holcim in Indien eine strategische Partnerschaft mit Gujarat Ambuja Cements eingegangen. Die Allianz erfolgte ?ber Ambuja Cement India, an der Holcim zu 67 Prozent und Gujarat Ambuja Cements zu 33 Prozent beteiligt sind. Diese Holdinggesellschaft ist nun mit 35 Prozent gr?sster Einzelaktion?r von The Associated Cement Companies und h?lt zudem 94 Prozent des Aktienkapitals von Ambuja Cement Eastern.

The Associated Cement Companies ist als zweitgr?sster Zementhersteller in Indien landesweit t?tig und verf?gt zusammen mit Ambuja Cement Eastern ?ber 13 Zementwerke und 4 Mahlstationen mit einer installierten Jahreskapazit?t von mehr als 20 Millionen Tonnen Zement.

Holcim hat beide Investitionen mit bestehenden liquiden Mitteln und unter Ausnutzung fest zugesicherter Kreditlinien finanziert. In diesem Zusammenhang wurden in der Berichtsperiode eigene Aktien im Wert von rund CHF 430 Millionen erfolgreich im Markt plaziert. Diese substantiellen Investitionen haben das Gearing auf 112 Prozent erh?ht. Die Zielvorgabe von 80 bis 100 Prozent sollte jedoch bis Ende 2006 wieder erreicht werden.

Weiteres Wachstum 2005
Die im M?rz 2005 ver?ffentlichten Prognosen zum Gesch?ftsjahr 2005 haben weiterhin G?ltigkeit. Die nach wie vor intakte Baukonjunktur wird in den meisten L?ndern die Nachfrage auf hohem Niveau st?tzen. Holcim ist daran, die Effizienz im Konzern weiter zu erh?hen. Verwaltungsrat und Konzernleitung rechnen im laufenden Gesch?ftsjahr wieder mit einer Resultatssteigerung; das interne betriebliche EBITDA-Wachstum d?rfte – wie bereits fr?her angenommen – wiederum das langj?hrige Mittel von 5 Prozent ?bersteigen. Die witterungsbedingten und saisonalen Einbussen des 1. Quartals sollten damit im Jahresverlauf kompensiert werden k?nnen.

Die beiden profitablen Gesellschaften in Grossbritannien und Indien sollen rasch in den Konzern integriert werden und bald Mehrwerte generieren.

* * * * * * *
Holcim ist einer der weltweit f?hrenden Anbieter von Zement, Zuschlagstoffen (Schotter, Sand und Kies) sowie Beton einschliesslich damit verbundener Dienst- und Serviceleistungen. Er h?lt Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in mehr als 70 L?ndern auf allen Kontinenten.
* * * * * * *
Corporate Communications: Tel. +41 58 858 87 10
Investor Relations: Tel. +41 58 858 87 87
* * * * * * *
Den vollst?ndigen Quartalsbericht inklusive Konzernerfolgsrechnung, Konzernbilanz, Ver?nderung des konsolidierten Eigenkapitals und Konzerngeldflussrechnung finden Sie auf www.holcim.com
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x