25.03.02

25.3.2002: ECOreporter.de-Wochenrückblick: Zunehmender Optimismus für die Weltwirtschaft - NABU mahnt nachhaltige Waldnutzung an

(H.K.) Die Aussichten für einen Aufschwung der Weltwirtschaft werden zunehmend optimistischer eingeschätzt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schrieb in einer Analyse, das Tief sei überwunden; im Windschatten einer anziehenden Weltkonjunktur sollte sich auch das Wirtschaftswachstum Deutschlands beschleunigen. In einem Konjunkturbericht schrieb das Kieler Institut für Weltwirtschaft, die Talsohle sei bereits durchschritten worden. Ähnlich äußerten sich das Hallenser Institut für Wirtschaftsforschung sowie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Das BMWi nannte als Voraussetzung für den Aufschwung, dass der anziehende Ölpreis nicht weiter steige. Auch der IWF und die Wirtschaftsinstitute wiesen auf diese Bedingung hin. Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank Otmar Issing nannte den jüngsten Preisanstieg beim Rohöl "in einem gewissen Maße besorgniserregend". Das Barrel Röhol wurde am Freitag für 24,72 Dollar gehandelt, das ist ein Anstieg um zwei Prozent gegenüber der Vorwoche. Bei den wichtigsten Aktienindizes anden Weltbörsen gab es nur geringe Veränderungen. Auffällig waren nur ein Anstieg des deutschen Nemax All Share um vier Prozent sowie der Verlust von zweiProzent beim nordamerikanischen Dow Jones Industrial Average Index.

Laut einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung unter 316 Analysten und institutionellen Investoren sind die Konjunkturerwartungen wieder auf den Stand vom Juli 2000 gestiegen. Die Baden-Württembergische Bank rechnet zunächst noch mit einer "Seitwärtsbewegung" an den Aktienmärkten; im zweiten Halbjahr solle es dann aufwärts gehen. Bei den europäischen Aktien empfiehlt sie Anlegern unter anderem den Windparkprojektierer Plambeck.

Der Bundestag hat das Gesetz zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls beschlossen. Dieses sieht vor, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen deutlich zu senken. Die Bundesregierung hat nach Angaben eines Sprechers der Fraktion der Grünen die Förderbedingungen für die Solarthermie, beim Biogas und für bestimmte Biomasseanlagen noch einmal verbessert. Auch die Europäische Kommission will Umwelttechnologien verstärkt fördern; Studien zufolge werden sie im 21. Jahrhundert der am stärksten wachsende Sektor im Export sein, so EU-Umweltkommissarin Wallström.

Die Errichtung eines neuartigen Biokraftwerks plant die Nortorfer farmatic biotech energy AG (WKN 605 192). Aus jährlich 120.000 Tonnen Biomasse soll Biogas in Erdgasqualität gewonnen werden, welches direkt in das Erdgasnetz eingespeist oder künftig als Treibstoff für Kraftfahrzeuge genutzt werden könne, so farmatic. Farmatic-Aktien verloren in dieser Woche vier Prozent auf 15,80 Euro.

Die Plambeck Neue Energien AG (WKN 691 032) hat im Geschäftsjahr 2001 das Gesamtergebnis um 111 Prozent gesteigert. Wie das Cuxhavener Unternehmen mitteilte, stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 153 Prozent. Analysten der Baden-Württembergischen Bank und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) empfahlen, die Aktien zu kaufen. Die LBBW wies darauf hin, dass das Geschäftsfeld Biomasse abgespaltet werden solle und die AG sich künftig auf das Kerngeschäft mit den Windparks konzentrieren werde. Nach Angaben der Landesbank habe Plambeck für das laufende Jahr eine Steigerung bei Umsatz und EBT von je rund 50 Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktie stieg um drei Prozent auf 20,40 Euro.

Der Hamburger Windparkprojektierer P&T Technology AG (WKN 685 280) gab bekannt, dass er sich bis 2003 mit bis zu 20 Prozent am Kapital des international agierenden Finanzdienstleisters Matrix Global Investments Ltd. durch Aktientausch beteiligen wird. Das Grundkapital der Gesellschaft werde dazu erhöht. P&T werde die Funktion eines Generalunternehmers für Windparks der internationalen Matrix-Fonds übernehmen; die Finanzierung und der Vertrieb von im Ausland projektierten Windparks werde damit nachhaltig gesichert, so P&T. Analysten des Bankauses Sal. Oppenheim bekräftigten ihre Empfehlung der Anteilsscheine als "Outperformer" (stärker wachsend als der Markt), wiesen aber auf die Verwässerung der Gewinne durch die Kapitalerhöhung hin. Den fairen Wert der Aktie senkten sie daher von 19 auf 18,70 Euro. Die niederländische Bank ABN Amro bekräftigte ihre Ablehnung der Papiere: Es sei noch zu früh, Aussagen über den Erfolg der Zusammenarbeit zu treffen. P&T stiegen um ein Prozent auf 7,23 Euro.
Höhere Kursgewinne gab es bei den Konkurrenzunternehmen: Energiekontor (WKN 531350, Bremen) stieg um sieben Prozent auf 8,31 Euro; Umweltkontor Renewable Energy AG (WKN 760810, Erkelenz) legte um neun Prozent auf 6,75 Euro zu.

Der nicht börsennotierte Windparkbetreiber wind7 AG aus Eckernförde hat eine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Dem Unternehmen seien 2,3 Millionen Euro Kapital zugeflossen, damit seien nur rund 17 Prozent der angebotenen Aktien gezeichnet worden, hieß es in einer Erklärung. Die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs noch in diesem Jahr sei damit geringer geworden, so der Vorstand der wind7 AG; nennenswerte Probleme für das Unternehmen erwarte er jedoch nicht.

Analysten der Hamburgischen Landesbank empfahlen, Aktien des dänischen Herstellers von Windturbinen NEG Micon A.S. (WKN 897922) zu kaufen. Der faire Wert liege bei 396,74 Dänischen Kronen. Die im Natur-Aktien-Index (NAI) geführte Aktie stieg um ein Prozent auf 289 Kronen (rund 38,89 Euro). Konkurrent Vestas Wind Systems A.S. (WKN 913769) verlor ein Prozent auf 266 Kronen (rund 35,79 Euro).

Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" sind die Aktien der Repower Systems AG (WKN 617703) vollständig gezeichnet worden. Das Windenergie-Unternehmen, das seine Stärke vor allem in der Entwicklung von leistungsstarken Anlagen sieht, wagt als erstes Unternehmen seit sechs Monaten den Gang an den Neuen Markt. Die Papiere sollen ab dem 26. März gehandelt werden können. Analysten erwarten vom Erfolg dieses Börsengangs eine Signalwirkung für den Neuen Markt.

Ihren Geschäftsbericht legte die Konstanzer Sunways AG (WKN 733220), Hersteller von Solarzellen und Systemtechnik, vor. Der Umsatz habe sich auf 21,3 Millionen Euro vervierfacht; das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrage minus 3,3 Millionen Euro. Die Kundenbasis sei deutlich verbreitert worden; die gesamte Jahresproduktion 2002 durch Rahmenverträge bereits verkauft. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Sunways ein Umsatzwachstum um 50 Prozent und das Erreichen der Gewinnschwelle in Aussicht. Die Produktionskapazität solle bis 2003 verfünffacht werden. Analysten der LBBW schätzten diese Wachstumspläne als riskant ein und empfahlen, die Sunways-Aktien weiterhin zu "reduzieren". Der Kurs stieg um zwei Prozent auf 3,92 Euro.

Das Bankhaus Salomon Smith Barney empfahl die Papiere des US-amerikanischen Solarkonzerns AstroPower Inc. (WKN 912953) mit einem Kursziel von 50 Dollar zu kaufen. AstroPower habe seine Produktionskapazität ausgeweitet; weltweit gebe es eine hohe Nachfrage nach Solarprodukten. Die Papiere legten acht Prozent auf 40,58 Dollar zu. Gleich um 23 Prozent auf 3,50 Dollar stieg der Kurs der Evergreen Solar Inc. (WKN 578949), eines Herstellers von Solartechnik aus den USA.

Die DCH Technology Inc. (WKN 914358) gab die Auslieferung einer Erdgas-Brennstoffzelle bekannt. Kunde sei ein Unternehmen, das mehrere Millionen Kunden mit Erdgas beliefere, hieß es. DCH-Aktien verloren elf Prozent auf 0,48 Dollar. Die Papiere des kanadischen Brennstoffzellenherstellers Ballard Power Systems Inc. (WKN 890704) legten hingegen zwölf Prozent auf 32,41 Dollar zu.

Bereits in der Vorwoche war der Kurs der Active Power Inc. (WKN 502716) kräftig gestiegen; die Anteilsscheine verteuerten sich weiter um zehn Prozent auf 5,21 Dollar. Active Power ist ein US-amerikanischer Hersteller von unterbrechungsfreien Stromversorgungs-Geräten, die ohne Batterie auskommen, somit weniger umweltschädliche Stoffe enthalten. Das Unternehmen mit 220 Mitarbeitern hält auf seine Produkte 30 Patente.
Gegen die ehemaligen Vorstände der WRE AG läuft einer Mitteilung von unit energy europe AG (WKN 776010, Bad Homburg) zufolge ein Ermittlungsverfahren. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden interessiere sich für das Vorgängerunternehmen der unit energy. Den Ex-WRE-Managern wird vorgeworfen, sie hätten Gelder anders verwendet als in Verkaufsprospekten zu Kapitalerhöhungen angegeben. unit energy betreibt in mehreren Ländern Europas kleine Wasser- und Windkraftwerke. Nach Einführung in den Freiverkehr Anfang 2001 waren die Aktien für 2,40 Euro gehandelt worden. In dieser Woche sank der Kurs um zwei Cent auf 0,37 Euro.

Die Centrotec Hochleistungskunststoffe AG (WKN 540750) aus Marsberg gab für das Geschäftsjahr 2001 eine Steigerung des Umsatzes um 15 Prozent bekannt. Das EBIT sei um 24 Prozent, der Jahresüberschuss um 51 Prozent gesteigert worden. Der Hersteller von Hochleistungskunststoffen und Energiesparsystemen ist eigenen Angaben zufolge Marktführer für Kunststoff-Abgassysteme, die mit besonders sparsamen Brennwertheizungen kombiniert werden können. Auch bei Wärmerückgewinnungsanlagen für Niedrigenergie- und Passivhäuser sei man hervorragend positioniert. Man profitiere vom allgemeinen Trend, Energie einzusparen und den entsprechenden Verordnungen der Bundesrepublik. Für das aktuelle Jahr kündigte Centrotec eine Steigerung von Umsatz und Ergebnis um je rund 30 Prozent an. Die Aktien verteuerten sich um zehn Prozent auf 11,75 Euro. Analysten von M.M. Warburg empfahlen die Papiere zum Kauf.

Verluste von 171 Millionen US-Dollar oder 1,33 Dollar pro Aktie meldete der US-amerikanische Hersteller von stromsparenden Prozessoren Transmeta Corp. (WKN 564775). Der Umsatz habe sich fast halbiert. Im ersten Quartal 2002 wird nun mit drei Millionen Dollar ein gegenüber dem zurückliegenden Quartal verdoppelter Umsatz angestrebt. Der Kurs der im NAI vertretenen Aktie legte zehn Prozent auf 4 Dollar zu.

Der Eisenbahn- und Lichttechnik-Konzern Vossloh AG (WKN 766710) konnte zwar seine Umsätze um fünf Prozent steigern, das EBIT sank jedoch um 23 Prozent. Als Gründe gab Vossloh das konjunkturbedingt niedrigere Geschäftsvolumen sowie Sondereinflüsse an. Der Hauptversammlung will man dennoch eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen. Im laufenden Geschäftsjahr will das Werdohler Unternehmen das EBIT wieder um 23 Prozent steigern; die Prognose sei jedoch wegen der konjunkturellen Lage unsicher. Analysten des Bankhauses Lampe erwarten keine wesentliche Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen und stuften die Vossloh-Papiere weiterhin mit "Marketperformer" (durchschnittlich, mit dem Markt wachsend) ein. Die MDAX-Aktie verlor drei Prozent auf 21,59 Euro.

Um zehn Prozent auf 84 Norwegische Kronen (rund 10,90 Euro) stieg der Kurs der Tomra Systems ASA (WKN 872535). Die deutsche Bundesregierung hat die Einführung einer Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen ab 1. Januar 2003 beschlossen. Tomra ist Weltmarktführer bei der Herstellung einschlägiger Rücknahmeautomaten. Der Münchener Logistik-Anbieter CCR Logistics Systems AG (WKN 762720) veröffentlichte ein Angebot zur Einführung eines flächendeckenden Systems für die Rücknahme dieser Verpackungen. In diesem werden auch Rücknahmeautomaten sowie ein "fälschungssicheres, äußerst kostengünstiges Erkennungssystem" genannt. Über den Hersteller der Automaten machte das Unternehmen keine Angaben. Die CCR-Papiere stiegen bei geringem Handelsvolumen um zwei Prozent auf 1,20 Euro. Zuvor hatte CCR das Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahrs präsentiert, das durch einen Verlust von 1,8 Millionen Euro gekennzeichnet ist. Zurückzuführen sei dies vor allem auf Verluste im Auslandsgeschäft. Der Kerngeschäftsbereich der Entsorgung von Automobil-Händlern und Werkstätten sei dagegen gewachsen. Für das laufende Jahr erwarte man ein ausgeglichenes Ergebnis, so CCR.

In einer Mitteilung zur Bilanz 2001 der Lüchower Stoffkontor Kranz AG (WKN 525530) hat der Vorstand über ein Umsatzwachstum von 50 Prozent berichtet; die Auftragslage sei "zufrieden stellend". Stoffkontor stellt Stoffe und Textilien aus Naturfasern her und ist nach eigenen Angaben das weltweit einzige Unternehmen, das aus Brennesselfasern hochwertige Textilgewebe industriell herstellen kann. Die nicht börsennotierte AG führt gegenwärtig eine Kapitalerhöhung durch, die bis zum 30. Juni verlängert wurde.

Mit einem Appell wandte sich der Naturschutzbund Deutschland (NABU) an die Öffentlichkeit, die letzten Altlaubwälder in Deutschland nicht abzuholzen. Dies sei auch auf Grund des Klimawandels nicht mehr zu verantworten, sagte der Vizepräsident Michael Succow. Die beste Kontrolle für eine vernünftige Form der Waldwirtschaft sei die Zertifizierung des Waldes nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC).

Ein Unternehmen, das ausschließlich mit FSC-zertifiziertem Holz arbeitet, ist die Espen AG aus Bad Vilbel. Die nicht börsennotierten Aktien können bei der Stuppacher Depot VG gehandelt werden, hier gibt es derzeit weder Angebot noch Nachfrage. Anleger können sich auch an der Freiburger Solarsiedlung beteiligen; hier werden "Plusenergiehäuser" gebaut, das sind Häuser, die mehr Energie gewinnen als sie verbrauchen. Beim Bauen werden ausschließlich gesunde Baustoffe verwendet, vor allem Holz. Generalunternehmer ist die Schönauer Lais Holzbau GmbH, die nach eigenen Angaben seit 1911 auf das ökologische Bauen mit Holz spezialisiert ist.

Die Schweizer Precious Woods berichtete über einen erfolgreichen Start an der SWX Swiss Exchange Börse. Von den angebotenen Aktien sei die Hälfte gezeichnet worden. Das Unternehmen besitzt Wälder in Lateinamerika, die nachhaltig bewirtschaftet und damit vor der Abholzung bewahrt werden sollen. Für einen Teil der Flächen habe man das FSC-Zertifikat bereits erhalten. Der Kurs der zu 60 Schweizer Franken ausgegebenen Aktien stieg zum Wochenschluss auf 63 Franken (rund 43,11 Euro).

Der finnische Holz- und Papierkonzern Stora Enso OYJ (WKN 871004) hat sein Werk in Mölndal an den schwedischen Spezialpapierhersteller Klipp an AB verkauft. Die Stora-Enso-Papiere verloren vier Prozent auf 15 Euro. Um sechs Prozent stieg der Kurs der im NAI geführten Interface Inc. (WKN 868 656), eines US-amerikanischen Herstellers ökologisch sinnvoller Bodenbeläge.

Analysten des Investmenthauses Merck Finck & Co empfahlen Aktien der Düsseldorfer Wedeco Water Technology AG (WKN 514180) zu kaufen. Das auf Wasseraufbereitung spezialisierte Unternehmen habe von der kalifornischen Gesundheitsservice-Behörde die Lizenz für sein UV-basiertes Desinfektionssystem erhalten, was Wedeco einen entscheidenden Vorsprung gebe. Die Aktie stieg leicht auf 32 Euro an. Anlässlich des Welt-Wassertages sprach UNO-Generalsekretär Kofi Annan von weltweit 1,1 Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hätten.

Um weitere acht Prozent fiel der Kurs des Berliner Telematik-Unternehmen IVU Traffic Technologies AG (WKN 744850). IVU hatte in der Vorwoche seine Ergebnisse veröffentlicht, die unter den Erwartungen gelegen hatten. Die Bankgesellschaft Berlin schrieb, IVU befinde sich in einer schwierigen Phase und empfahl die Aktien zu halten.

Der Kölner Kondomhersteller Condomi AG (WKN 544490) meldete den erfolgreichen Abschluss einer Kapitalmaßnahme. Im Januar hatte ein Großaktionär leihweise 378.750 Condomi-Aktien zur Verfügung gestellt, die bei institutionellen Investoren platziert worden waren. Diese Aktien seien nun zurückgeführt worden, nachdem die Zulassung der neuen Aktien erfolgt ist. Das Grundkapital der condomi AG beträgt nunmehr 5.081.250 Euro. Die im NAI geführten Papiere gewannen vier Prozent auf 18,70 Euro.

In einem vom Deutschen Aktieninstitut veranstalteten Seminar zog der Geschäftsführer Rüdiger von Rosen das Fazit, dass es sich bei der ethisch orientierten Aktienanlage sowohl um eine Nische als auch um einen Wachstumsmarkt handele. Man sei dem Markt aber wohl noch um einige Zeit voraus. In der Zeitung "Die Welt" schrieb von Rosen, man könne durchaus nach seinem Gewissen investieren, ohne Renditeeinbußen in Kauf nehmen zu müssen und Adam Smiths "unsichtbare Hand" außer Kraft zu setzen. Nach der Lehre des schottischen Philosophen, der im 18. Jahrhundert lebte, führt das individuelle und eigennützige Streben nach Gewinn zum größtmöglichen gesellschaftlichen Wohlstand.

Die Berliner CargoLifter AG (WKN 540261) berichtete, sie habe den ersten Transport-Ballon CL 75 AirCrane verkauft. Das Luftschiff werde an die Heavy Lift Canada Inc. geliefert und solle dem Transport von Ölförder-Einrichtungen auf den Eisstraßen in Kanadas Arktik und in Alaska dienen. Dadurch eröffneten sich neue Möglichkeiten für die Öl- und Erdgasförderung in diesen Regionen, und die Förder-Saison werde verlängert.

CargoLifter AG will sich zudem an der Heavy Lift Canada beteiligen. Nach Angaben des Vorstands von Gablenz eröffneten sich den Luftschiffen auch militärische Einsatzmöglichkeiten, deren Bedeutung zunehmen werde. Die Hauptversammlung am 16. März hat dieser Erweiterung des Unternehmensziels mehrheitlich zugestimmt.



Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x