25.04.03

25.4.2003: Shell setzt langfristig auf Wasserstoff - Tankstelle in Reykjavik eröffnet

Shell Hydrogen, eine Tochtergesellschaft des Ölmultis Royal Dutch/Shell (ISIN NL0000009470 / WKN 907505) hat in Reykjavik die erste Wasserstofftankstelle Islands eröffnet. Die Tankstelle soll nach Angaben von Shell zunächst von drei DaimlerChrysler Brenstoffzellen-Bussen genutzt werden, die das lokale Busunternehmen Straeto auf den Straßen Reykjaviks einsetzt. Zu der Tankstelle gehören auch die technischen Anlagen, die benötigt werden, um aus Wasser per Elektrolyse Wasserstoff herzustellen. Die Anlagen wurden von Norsk Hydro geliefert. In Island wird 90 Prozent der elektrischen Energie aus Wasserkraftwerken und geothermischen Anlagen gewonnen. Jeroen van der Veer, Präsidenten der Royal Dutch Petroleum Comp., erklärte anlässlich der Eröffnung der Anlage: "Wir sind der Überzeugung, dass Wasserstoff langfristig die Chance bietet, bedeutende neue Geschäftsfelder zu erschließen."

Gemeinsam mit den Partnern Vistorka, DaimlerChrysler, Norsk Hydro gründete Shell Hydrogen 1999 die Icelandic New Energy Ltd. , die die Tankstelle kommerziell betreiben soll. Die Shell-Tochter beschäftigt sich weltweit mit der Förderung und Entwicklung von Wasserstoff- und die Brennstoffzellen-Technik. Sitz des Unternehmens ist Amsterdam. Im Laufe des Jahres 2003 werde Shell Hydrogen in den USA eine weitere Wasserstoff-Betankungsanlage an einem bestehenden Shell-Standort in Washington DC installieren, hieß es. Showa Shell werde eine Wasserstoff-Tankstelle in Tokio einrichten, die von den Wasserstoff-Fahrzeugflotten verschiedener Automobilhersteller genutzt werden solle.

Der Betrieb der Wasserstoff-Tankstelle und der Brennstoffzellen-Busse ist laut der Meldung Teil eines Forschungsprojekts, das sich mit der sozioökonomischen und umweltrelevanten Bedeutung einer veränderten Energiewirtschaft für die moderne Gesellschaft befasst. Die drei wasserstoffbetriebenen Busse bilden einen Anteil von vier Prozent an der gesamten Stadtbusflotte der Stadt Reykjavik. Ein solcher Anteil wird als ausreichend angesehen, um statistisch signifikante Daten zu produzieren
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