Erneuerbare Energie

25.4.2007: Ein Wachstumsmarkt entdeckt die Erneuerbaren Energien - Türkei will verstärkt auf Windkraft und Erdwärme setzen

Die Türkei will in den nächsten zehn bis zwölf Jahren den Anteil erneuerbarer
Energien an der Strom- und Wärmegewinnung um 80 Prozent erhöhen. Denn der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes drohten ohne erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz erhebliche Rückschläge. Das meldet ein Maschinebau-Portal. Wie das türkische Energieministerium ihm zufolge am Rande des World Energy Dialogue in Ankara mitteilte, muss das Land derzeit drei Viertel seines Bedarfs an Öl und Gas importieren.

Umgekehrt verfüge das Land bei Windkraft über ein Potenzial von 10.000 Megawatt, bei Erdwärme von 30.000 Megawatt. Den Angaben zufolge seien bei Windkraft Anlagen in einem Umfang von 700 Megawatt im Bau. Im Bereich Geothermie würden Projekte in einer Größenordnung von 60 Megawatt vorangetrieben. Wie weiter bekannt wurde, habe die türkische Regierung bereits im Jahr 2005 ein Gesetz für erneuerbare Energien erlassen. Darüber hinaus stände die Verabschiedung eines Effizienzgesetzes bevor. Dabei setzte die Öffentliche Hand jedoch auf eine weitgehende Entstaatlichung von Kraftwerken und Stromnetzen. Ohne Privatwirtschaft sei es nicht möglich, moderne und klimaschonende Energiesysteme aufzubauen und zu betreiben, wie es weiter hieß.

Bildhinweis: Rotor einer Windkraftanlage von Nordex. Der Hamburger Windturbinenbauer hatte vor kurzem einen ersten Windanlagen-Auftrag aus der Türkei gemeldet. / Quelle: Unternehmen
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