25.07.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

25.7.2003: Hoffnung bei Solarstrom AG - Jahreshauptversammlung billigt Kurs auf Renditeerzielung

Die Aktionäre der SAG Solarstrom AG" müssen weiter auf bessere Zeiten hoffen. Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung in Freiburg konnte der Vorstand erneut nur einen negatives Ergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr 2002 vorlegen. Von Mai bis Dezember 2002 stieg zwar der Umsatz um 16 Prozent von 8,2 auf 9,5 Millionen Euro, das Konzernergebnis bleibt mit minus drei Millionen Euro in der Verlustzone. Ein wesentlicher Grund dafür war die Furcht von Bauherren und Anlegern vor der Bundestagswahl, nach einem eventuellen Regierungs- und würde ein Richtungswechsel in der Förderungspolitik für erneuerbare Energien stattfinden.

Die im Frühjahr neu bestellten SAG-Vorstände Uwe Ilgemann und Bendikt Ortmann wollen nun das Unternehmen auf eine strikt auf Rendite ausgerichtete Linie bringen und korrigieren den früheren Kurs der Diversifizierung unter dem ausgeschiedenen Vorstand Harald Schützeichel. Die SAG will sich, so Ilgemann, "ausschließlich auf drei Geschäftsfelder konzentrieren: Bau und Verkauf von Solaranlagen in allen Leistungsklassen, Entwicklung und vermarktung von Beteiligungsfonds sowie solare Dienstleistungen wie Energie- und Wetterservices und technischer Betrieb und verwaltung von Solarkraftwerken." Die Kosten im Einkauf und in der Verwaltung sollen spürbar gesenkt werden. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Verlust halbiert und im kommenden Jahr auf Null gebracht werden. "2005 soll dann erstmals die Gewinnschwelle überschritten werden", prognostiziert Benedikt Ortmann.

Die Aktionäre entlasteten mit Mehrheiten nahe der 100-Prozent-Marke den früheren Vorstand und bestätigte die bisherigen Aufsichtsräte in ihren Ämtern. Sie verweigerten aber die Annahme einer geplanten Satzungsänderung, wonach Aufsichtsratsmitglieder eine höhere und teilweise erfolgsorientierte Vergütung erhalten sollten. Auch die Genehmigung neuen Kapitals in Höhe von 10 Millionen Euro fand mit 61 Prozent nicht die erforderliche Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Stimmen, so dass der Vorstand mit dem bislang genehmigten Kapital in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro auskommen muss.
Heinz Siebold
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