25.09.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

25.9.2007: Aktien-News: Techem-Chef Enzelmüller klagt über Großaktionäre: „Blockadesituation beeinflusst das Geschäft."

Die gegenseitige Lähmung der aktuellen Großaktionäre seines Unternehmens beklagt Horst Enzelmüller, Chef des Eschborner Energiedienstleister Techem AG. Enzelmüller, der im Juli 65 Jahre alt geworden ist, hat laut einem Bericht der Zeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) unlängst einen neuen Fünfjahresvertrag unterschrieben. Nun scheint der langjährige Vorstand es noch einmal wissen zu wollen: Mit deutlichen Worten kritisierte Enzelmüller laut FTD das Verhalten der australische Bank Macquarie, die 25 Prozent der Anteilscheine von Techem besitzt, und der Hedge-Fonds, die zusammen über 30 bis 40 Prozent der Aktien verfügten.

"Solange Macquarie nicht bereit ist, sich von ihrem Paket zu trennen, gibt es eine Blockadesituation, weil auch andere dann nicht über 75 Prozent kommen können", so Enzelmüller. "Das ist nervig, das beeinflusst schon das Geschäft." Er habe Interesse daran, jemanden zu finden, der wieder Ruhe in die Situation bringe. Ob diese Interessenten dann das Paket von Macquarie oder von den Hedge-Fonds oder von beiden kaufen, ließ er offen. "Dieses Spiel ist deren Problem. Ich kann ihnen nur ein paar Hinweise geben, wie sie es machen müssen, damit es funktioniert."

Der Manager griff die spekulativen Hedge-Fonds laut dem Bericht scharf an: "Das sind sehr gute Pokerspieler. Ein Teil ihres Spiels ist die Drohung - das ist Teil des Geschäftsmodells. Je ekliger sie auftreten, desto größer sind die Chancen, dass sie erreichen, was sie wollen."

Techem AG: ISIN DE0005471601 / WKN 547160

Bild: Horst Enzelmüller / Quelle: Unternehmen
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