26.10.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

26.10.2004: Beansprucht Zementhersteller Holcim Emissionszertifikate für stillgelegtes Werk?

Mit einem Jahresumsatz von über 12 Milliarden Schweizer Franken im letzten Jahr ist Holcim (ehemals Holderbank) weltweit einer der größten Produzenten von Zement, Zuschlagstoffen und Beton. Das Unternehmen schneidet in Nachhaltigkeitsratings meist gut ab (hier ein Beispiel: UBS-Rating ). Denn Holcim hat die CO2- Intensität als Geschäftsrisiko erkannt und unter anderem als erste Zementfirma ein konzernweites Programm zur Überwachung und Offenlegung der Emissionen in der Klinkerherstellung entwickelt. Dem bevorstehenden CO2-Emissionshandel steht das Unternehmen allerdings kritisch gegenüber. In einem Bericht des Südkurier wird Holcim nun vorgeworfen, für ein stillgelegtes Werk wertvolle Emissionszertifikate zu beanspruchen. Wie es darin heißt, hat Holcim im November 2003 entschieden, sein Werk in Geisingen zu schließen. Dennoch sei es bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) immer noch als laufende Betriebsstätte gemeldet. Diese verteilt an Betreiber in Deutschland die Emissionsrechte für den am 1. Januar 2005 beginnenden EU-weiten Handel mit Emissionszertifikaten. Ein Holcim-Sprecher hat gegenüber ECOreporter.de die Darstellung des Südkurier als verkürzt zurückgewiesen. Aufgrund noch laufender Planungen für Holcim-Standorte in Süddeutschland sei eine Stellungnahme hierzu erst im November möglich.

Holcim AG: ISIN CH0012214059 / WKN 869898

Bildhinweis: Betonmischer der Holcim AG / Quelle: Unternehmen
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