26.10.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

26.10.2005: "Keine Schlechterstellung der Windenergie" - REpower-Chef will Energieversorger beim Ausbau der Windkraft auf See in die Pflicht nehmen

Wie bei anderen Kraftwerken auch sollten die Kosten für die Kabelanbindung von Offshore-Windparks an das Festland von den Energieversorgern selbst ?bernommen werden. Das hat Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower AG, bei einer Podiumsdiskussion auf der heute beginnenden "Copenhagen Offshore Wind" gefordert. "Die umweltpolitisch gewollte Entfernung von 40 bis 50 Kilometern zur K?ste verteuert die Netzanbindung", erkl?rte Vahrenholt laut einer Unternehmensmeldung in seinem Beitrag. "In Deutschland pl?diere ich daf?r, dass die Energieversorger generell diese Kosten ?bernehmen, was wiederum die Einspeisungstarife um bis zu 30 Prozent senken kann. Diese Kosten d?rfen nicht zu Lasten der Investoren gehen. Die Netzanbindung zu s?mtlichen Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken werden ja auch von den Stromversorgern getragen und auf die Durchleitungsentgelte umgelegt. Es darf hier keine Schlechterstellung der Windenergie geben."

Vahrenholt kritisierte zudem, dass insbesondere in Deutschland der notwendige Offshore-Ausbau durch teils langwierige Genehmigungsverfahren für die Kabeltrassen immer noch zu langsam vorank?me. "Noch steht keine einzige Windkraftanlage in deutschen Gew?ssern. Eine gro?e Koalition muss hier verbesserte Bedingungen schaffen, denn die Windenergie ist der einzige Energietr?ger, der mit sinkenden Kosten rechnen kann, CO2-frei ist und uns zugleich unabh?ngiger von Energieimporten macht. Ich w?nsche mir, dass die Energieversorger diese Forderung an die Politik mittragen - auch und gerade, da sie sich an Offshore-Windparks beteiligen."

REpower geht nach eigenen Angaben mit zwei 5M-Anlagen erstmals im Sommer n?chsten Jahres im Ausland zu Wasser. Im schottischen Moray Firth entsteht in 44 Meter Wassertiefe ein Wind-Testfeld in dem ?lfeld "Beatrice". In heimischen Gew?ssern sollen voraussichtlich in zwei Jahren 12 Offshore-Anlagen ans Netz gehen: REpower liefert als Mitglied der k?rzlich gegr?ndeten deutschen Offshore-Stiftung vier 5M für ein genehmigtes Testfeld vor der Nordseeinsel Borkum (lesen Sie dazu den ECOreporter.de-Beitrag vom 7. September).

REpower Systems AG: ISIN DE0006177033 / WKN 617703

Bildhinweis: Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower AG / Quelle: Unternehmen
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