26.11.02

26.11.2002: Ad hoc: Ergebnissprung bei Dräger

Nach dem dritten Quartal 2002 hat der Dräger- Konzern, Spezialist für Medizin- und Sicherheitstechnik, seine positive Einschätzung für das Gesamtjahr 2002 erneuert und sieht sich weiter auf Erfolgskurs, so der Vorstandsvorsitzende Theo Dräger anlässlich der Vorlage des Zwischenberichtes für die ersten neun Monate 2002. In den drei Quartalen 2002 wurden die Ergebnisse im Dräger- Konzern gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert. Sowohl das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) mit 41,6 Mio Euro (9/2001: 16,2 Mio Euro) als auch der Jahresüberschuss mit 12,1 Mio Euro (9/2001: -7,0 Mio Euro) liegen weit über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der Anstieg ergibt sich durch den Umsatzanstieg bei gleichzeitiger unterproportionaler Kostenentwicklung. Nicht erreicht wurde im dritten Quartal der hohe Anstieg des Jahresüberschusses aus dem Vorquartal, da der Umsatz im dritten Quartal saisonüblich unter dem Umsatz des zweiten Quartals lag und gleichzeitig für Einmalaufwendungen Rückstellungen in Höhe von 5 Mio Euro gebildet wurden.

Zulegen konnten im Zeitraum 1. - 3. Quartal 2002 im Konzern auch die Umsatzerlöse, die um 9,8 Prozent auf 909 Mio Euro (9/2001: 828 Mio Euro) anstiegen. Saisonüblich liegt der Umsatz noch unter dem Auftragseingang; entsprechend hat der Auftragseingang gegenüber dem 31. Dezember 2001 um 79 Mio Euro auf 385 Mio Euro zugenommen.

Auch die Vermögens- und Finanzlage des Dräger-Konzerns hat sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2002 positiv entwickelt. Saisonbedingt sind die Vorräte gegenüber dem 31.12.2001 auf 248,3 Mio Euro angestiegen (31.12.2001: 223,1 Mio Euro) und die Forderungen auf 276,9 Mio Euro (31.12.2001: 340,9 Mio Euro) gesunken. Das Anlagevermögen ist auch im Geschäftsjahr 2002 stabil, die Investitionen liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Netto- Finanzverbindlichkeiten lagen gegenüber dem 31. Dezember 2001 auf konstantem Niveau. Gegenüber dem 30. September 2001 sind sie um 40 Mio Euro gesunken. Das positive Ergebnis hat zu einem Anstieg des Eigenkapitals auf 176,0 Mio Euro (31.12.2001: 172 Mio Euro) geführt.

Geschäftsentwicklung der Teilkonzerne

Dräger Medical auf dem Weg zu Rekordergebnis
Mit einem EBIT von 10,7 Mio Euro schloss die Dräger Medical das dritte Quartal 2002 ab. Dies bedeutet - kumuliert - nach neun Monaten ein EBIT von 31,1 Mio Euro, was einer Umsatzrendite von 5,6 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stellt dieser Anstieg um 19,1 Mio Euro nahezu eine Verdreifachung des Ergebnisses dar! Der Umsatz war mit 181 Mio Euro im dritten Quartal saisongemäß schwach. Nach neun Monaten ergibt sich damit ein kumulierter Umsatz von 553 Mio Euro, 5,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum ist getrieben durch das internationale Geschäft, insbesondere in den USA. Dort ist ein Umsatzwachstum von 26,5 Prozent in den ersten neun Monaten zu verzeichnen. Auch das Geschäft in Asien - und dort vor allem in China - wächst stark überproportional. Über 80 Prozent des Geräteumsatzes werden mittlerweile außerhalb Deutschlands realisiert, eine Quote, die in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Wesentlicher Treiber der Verbesserungen ist das vor 18 Monaten eingeleitete Reengineering der Geschäftsprozesse mit ersten Resultaten sowohl im Bereich der Kostenstruktur als auch beim Kapitaleinsatz. Weiter vorangetrieben wurde auch das im Mai 2002 angekündigte Joint Venture mit Siemens Medical Solutions durch die Vertragsunterzeichnung am 15.11.2002. Das Unternehmen erwartet eine Entscheidung der Kartellbehörden spätestens im Verlauf des ersten Halbjahres 2003.

Dräger Safety mit starkem Wachstum
Das EBIT der Dräger Safety erreichte 30,7 Mio Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 9 Prozent und einer Steigerung gegenüber Vorjahr um 61 Prozent. Mit einem weltweiten Umsatz von 112 Mio Euro im dritten Quartal erzielte die Dräger Safety nach neun Monaten einen Umsatz von 344 Mio Euro und damit ein Wachstum gegenüber Vorjahr von 18,9 Prozent. Die Steigerungsrate betrug im Inland 10,5 Prozent, im Ausland 21,7 Prozent. Der Auftragseingang in Höhe von 352 Mio Euro lag um 14 Prozent über dem Vorjahreswert (309 Mio Euro). Damit lagen sowohl Umsatz als auch Auftragseingang der Dräger Safety deutlich über dem durchschnittlichen Marktwachstum. Hervorzuheben ist ein Großauftrag über die Lieferung von Druckluft-Selbstrettern für den Einsatz in der internationalen Schifffahrt.
Vom kumulierten Konzernumsatz der Drägerwerk AG in den ersten neun Monaten 2002 entfielen 37,8 Prozent auf das Geschäft der Safety (Vorjahreszeitraum: 35 Prozent).
Der positive Geschäftsverlauf und die Gewinnsteigerung, die über der Planung liegt, zeigen, dass die in den letzten beiden Jahren durchgeführte Restrukturierung Früchte getragen hat: Die Dräger Safety hat ihr Geschäft konsequent an Kundenanforderungen und -erwartungen ausgerichtet. Das leistungsstarke Produktportfolio trifft in Verbindung mit einer klaren Strukturierung externer Dienstleistungen die Bedürfnisse des Marktes. Mit der Schuberth Helme GmbH wurde eine Kooperation für Neuentwicklung von integrierten Kopfschutzsystemen vereinbart.

Dräger Aerospace für das A380- Notsauerstoffsystem ausgewählt
Die Ereignisse um den 11.September haben zu einer Verunsicherung der Luftfahrtindustrie geführt; Bestellungen wurden in das Jahr 2003 verschoben, was sich auf den Umsatz der Dräger Aerospace (1.-3. Quartal 2002: 18 Mio Euro gegenüber 18,9 Mio Euro in 2001) auswirkte. In Verbindung mit Vorleistungen für neue Projekte hat sich in den ersten neun Monaten 2002 auch im EBIT-Ergebnis ein Rückgang ergeben (1.-3. Quartal 2002: -2,3 Mio Euro, Vorjahreszeitraum: -0,3 Mio Euro). Mit der Auswahl der Dräger Aerospace für das A380-Notsauerstoffsystem konnte Drägers kleinste Sparte ihre weltweite Technologieführerschaft erneut ausbauen.

Ausblick - ertragsorientiertes Wachstum wird fortgesetzt

Die Dräger Medical erwartet für das vierte Quartal - wie schon in den Vorjahren - ein saisonal sehr starkes Geschäft. Für das Gesamtjahr bedeutet dies ein Ergebniswachstum im deutlich zweistelligen Prozent-Bereich. Der Umsatz wird erwartungsgemäß zwischen 4 und 6 Prozent ansteigen. Das bedeutet, auch in diesem Jahr wird die Dräger Medical schneller wachsen als der Markt. Für das Gesamtjahr wird die Dräger Medical ohne signifikante Erhöhung des Kapitaleinsatzes auskommen, was sich in einem starken Anstieg des ROCE über den Vorjahreswert von 12,3 Prozent niederschlagen wird. So erwartet Dräger Medical - wie schon im Vorjahr - einen positiven Cash-Flow im deutlich zweistelligen Bereich.
Das Umsatzwachstum der Dräger Safety liegt in allen Vertriebsregionen deutlich über dem regionalen Marktwachstum. Daran sind alle Produkt- und Dienstleistungsbereiche gleichermaßen mit einer zweistelligen Zuwachsrate beteiligt. Das Unternehmen erwartet bei Umsatz und Auftragseingang für das vierte Quartal 2002 eine Fortsetzung des Trends. Dräger Safety hält einen nachhaltig positiven Cash-Flow sowie einen ROCE von über 20 Prozent für möglich. Angesichts der guten Entwicklung in den beiden Teilkonzernen Medical und Safety bleibt Dräger optimistisch, den Konzern- Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2002 gegenüber dem Vorjahresergebnis deutlich steigern zu können.

Vorzugsaktie mit 40 Prozent Steigerung

Positiv hat sich der Kurs der Dräger- Vorzugsaktie, die am 27. Juli in den MDax aufgenommen wurde, entwickelt. Der Kursanstieg erreichte nach neun Monaten ein Plus von rund 40 Prozent gegenüber einem Minus von 30 Prozent beim MDax-Index insgesamt. Erfreulich für Dräger ist auch das hohe AA-Rating für Nachhaltigkeit "Sustainability" durch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) und ihre Research-Gruppe für Umwelt und Soziales. Damit wird das traditionell starke Engagement der Dräger-Gruppe für Gesellschaft, Soziales und Umwelt zum Ausdruck gebracht.

Ansprechpartner:
Dr. Welf Böttcher
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel +49 451 882 2201
Fax +49 451 882 3944
welf.boettcher@draeger.com
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