26.11.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

26.11.2007: Wochenrückblick: Solarmodulbauer Solon AG für Solartechnik meldet neue Projekte in Australien und Italien – Whole Foods Market Inc.: Gewinnrückgang nach Wild Oats Übernahme – Großauftrag aus Kasachstan für Dortmunder Envio

In der vergangenen Woche hat der DAX 1,37 Prozent verloren auf 7.562,10 Punkte. Der US-amerikanische Leitindex Dow-Jones gab um 2,23 Prozent auf 13.010,14 Punkte nach. Der japanische Nikkei-Index verlor 3,30 Prozent und schloss bei 14.837,66 Punkten. Nach dem leichten Rückgang in der Vorwoche ist Öl wieder teurer geworden. Der Preis für die Sorte „Brent“ stieg um 4,5 Prozent auf 95,80 US-Dollar. Der Kupferpreis sank um fast 8 Prozent auf 6.491,50 Dollar je Tonne (Copper Grade A). Der Euro legte 1,46 Cent zu auf 1,4804 Dollar.

Mindestens eine Milliarde Euro will der Essener Energiekonzern RWE AG ab 2008 pro Jahr in Erneuerbare Energien investieren. Laut dem neuen Vorstandschef des Unternehmens, Jürgen Großmann, sollen die Aktivitäten unter der Leitung von Fritz Vahrenholt im neuen Geschäftsbereich „RWE Innogy“ konzentriert werden; Vahrenholt ist derzeit noch Vorstandsvorsitzender des Windanlagenbauers REpower Systems. Der Manager dementierte in Essen, dass RWE daran interessiert sei, sich an den Windkraftunternehmen Nordex oder REpower zu beteiligen. RWE Innogy solle vor allem eigene Projekte entwickeln. Vahrenholt schloss ferner nicht aus, dass ein Teilbereich der Innogy mittelfristig an die Börse gebracht wird.

In den ersten neun Monaten 2007 hat die spanische Gamesa SA den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent auf 2,206 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Windturbinenbauers belief sich auf 284 Millionen Euro (plus 26 Prozent). Der Nettogewinn kletterte auf 95 Millionen Euro. In den Auftragsbüchern für 2008 bis 2010 seien bislang Order im Umfang von 7.000 Megawatt (MW) eingegangen, so Gamesa.

Die Energiekontor AG aus Bremen hat die Genehmigung für den in der Wesermündung liegenden Offshore-Windpark Nodergründe erhalten. An dem Standort könnten bis zu 25 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 125 MW errichtet werden, hieß es. Es handele sich um das erste genehmigte Projekt innerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone.

Neuer Großaktionär der deutschen ecolutions GmbH & Co. KGaA ist das Neue-Energie-Unternehmen Theolia SA aus dem südfranzösischen Aix-en-Provence. Theolia Emerging Markets (Theolia EM), eine 100-prozentige Tochter von Theolia, hält demnach rund 35 Prozent der Anteile an ecolutions. Theolia EM wolle Klimaschutzzertifikate (CO2-Rechte) aus Neue-Energie-Projekten in wichtigen Schwellenländern exklusiv über ecolutions vermarkten, hieß es.

Die indische Suzlon Energy Limited hat Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 200 MW an die australischen Versorger AGL Energy und RPV (Renewable Power Ventures) verkauft. Die Turbinen seien für Projekte in Neu-Südwales und Südaustralien vorgesehen.

Der Hamburger Windanlagenbauer REpower Systems AG wird 25 Turbinen der 2-Megawatt-Klasse an die US-amerikanische Cascade Wind Holdings, LLC liefern. Die Anlagen seien für einen Windpark im Bundesstaat Washington bestimmt, teilte das TecDAX-Unternehmen mit.

Zusammen mit einem lokalen Partner will der Berliner Solarmodulbauer Solon AG für Solartechnik sein erstes Kraftwerksprojekt in Australien realisieren. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Solarkraftwerk mit Photovoltaik-Nachführsystemen vom Typ Solon-Mover beträgt den Angaben zufolge 60 Millionen Australische Dollar (AUD; 36,5 Millionen Euro). Das australische Industrieministerium bezuschusse das Projekt mit 20 Millionen AUD.
Die italienische Solon-Tochter S. E. Project srl soll für die Veronagest S. A. aus Verona Kraftwerke in der süditalienischen Region Apulien bauen. Das erste 2,4-MW-Projekt solle 2008 entstehen, hieß es, weitere fünf Kraftwerke mit je 10 MW Nominalleistung seien bis 2009 geplant.

Die US-amerikanische Applied Materials Inc. positioniert sich als Zulieferer für die Solarindustrie. Applied Materials will Anfang 2008 für 225 Millionen Euro die italienische Baccini S.p.A. übernehmen. Mit deren Tests könne die Effizienz von Solarzellen verbessert werden. Der Siliziumbedarf in der Produktion lasse sich wirksam verringern, hieß es.

Ein Umsatzplus um 63 Prozent auf 74,4 Millionen Dollar meldete die Solarwaferproduzentin ReneSola Ltd. für das 3. Quartal. Das chinesische Unternehmen steigerte den Nettogewinn demnach auf 11,2 Millionen Dollar (rund 107 Prozent Plus). Die Produktionskapazität wuchs um über 50 Prozent auf 36 MW.

Der Solarzellenhersteller China Sunergy Co., Ltd. aus Nanjing hat im 3. Quartal 4,4 Millionen Dollar Verlust ausgewiesen (Vorjahr: plus 2,3 Millionen). Der Umsatz stieg um 33,1 Prozent auf 49 Millionen Dollar. Chairman Tingxiu Lu führte hohe Aufwendungen beim Einkauf von Silizium als Ursache des Fehlbetrags an. Auch 2008 müsse China Sunergy seinen Bedarf an Silizium und Wafern zu über 90 Prozent über den teuren Spotmarkt bedienen.

Die Züricher Private Equity Investmentgesellschaft New Value AG verzeichnete im ersten Geschäftshalbjahr einen Gewinnsprung auf 29.7 Millionen Schweizer Franken (CHF; Vorjahr: minus 2,02 Millionen CHF). Der innere Wert (Net Asset Value, NAV) der New Value Aktie stieg demnach auf 29,99 CHF (plus 50,6 Prozent gegenüber 31. März 2007).

Das Neue-Energie-Unternehmen solarcomplex AG aus Singen führt eine Kapitalerhöhung um bis zu 882.500 Aktien durch. Die neuen Aktien werden für 1,90 Euro je Aktie ausgegeben. Laut Vorstand Bene Müller gegenüber ECOreporter.de strebt solarcomplex keine Börsennotiz an. Das frische Kapital wolle man für neue Projekte einsetzen.

Die US-amerikanische Amtech Systems Inc. liefert Produktions- und Automatisierungsequipment für Chip- und Solarzellenhersteller. Das Unternehmen aus Tempe im Bundesstaat Arizona will für 14,41 Dollar je Aktie 2,5 Millionen neue Aktien emittieren. Die möglichen Einnahmen von rund 34 Millionen Dollar sollten allgemeinen Geschäftszwecken dienen und die Kapitalausstattung verbessern, hieß es. Amtech wolle sein Halbleiter- und Solargeschäft ausbauen, auch Übernahmen seien möglich.

Ein Umsatzplus von rund 60 Prozent auf 155,4 Millionen Euro verzeichnete der Biodieselhersteller Biopetrol Industries AG in den ersten neun Monaten. Laut dem Unternehmen mit Sitz in Zug, Schweiz, stieg das EBITDA um über 12 Prozent auf 5,6 Millionen Euro. Der Reingewinn wuchs um gut 28 Prozent auf 3,0 Millionen Euro.
Der gebürtige Brite Gordon Mehrtens wird ab dem 7. Januar 2008 Finanzvorstand bei Biopetrol. Das Unternehmen hatte seinen Vorgänger Rudolf Albert Ende September fristlos entlassen.

Gemeinsam mit der Central Minnesota Ethanol Co-op (CMEC) aus Little Falls will die kanadische SunOpta Inc. Ethanol auf Zellulose-Basis herstellen. Einer Unternehmensmeldung zufolge wurde ein Letter of Intent vereinbart wurde, der den Bau und Betrieb einer Anlage mit 10 Millionen Gallonen Jahreskapazität vorsieht. Diese soll auf bis zu 50 Millionen Gallonen anwachsen.

Die BioDiesel Vienna hat die BioDiesel International AG mit dem Ausbau der Produktion der Biodieselanlage im Wiener Ölhafen beauftragt. Die Kapazitäten des Werks sollen demnach von 95.000 Tonnen Jahreskapazität auf 140.000 Tonnen steigen.

Claus Sauter, Chef der Verbio Vereinigte BioEnergie AG, hat vorgeschlagen, dass für „Bio-Kraftstoffe“ europaweit die Einsparung an Kohlendioxid gegenüber fossilen Kraftstoffen nachgewiesen werden muss. Wer das Etikett „Bio“ für seinen Kraftstoff verwenden wolle, solle zirka 50 Prozent Einsparung belegen, um die Kennzeichnung zu legitimieren

Die Ethanolproduzentin CropEnergies AG baut derzeit im belgischen Wanze eine Anlage mit einer Kapazität von 300.000 Kubikmetern. Die Inbetriebnahme ist für 2008 geplant. Am Standort Zeitz werde die Kapazität bis zum Frühjahr 2008 um 100.000 auf 360.000 Kubikmeter jährlich ausgebaut, hieß es.

Die US-Biolebensmittelherstellerin Hain Celestial Group muss weiter um ein Delisting von der Nasdaq fürchten. Hintergrund sind Vorwürfe, dass Führungskräfte sich unzulässig bereichert hätten. Zudem stehen noch mehrere Berichte das Unternehmens aus. Ende Oktober hatte es dazu eine Anhörung bei der Nasdaq gegeben. Deren Entscheidung steht noch aus.

Der Bambushersteller Asian Bamboo AG hat den Umsatz im 3. Quartal 2007 um rund 95 Prozent auf fast 6,4 Millionen Euro gesteigert. Das bereinigte Jahresergebnis des Hamburger Unternehmens stieg um über 210 Prozent auf rund 4,4 Millionen Euro.

Die Vecoplan AG, Bad Marienberg, soll eine Anlage zur Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen an einen ungenannten Zementhersteller aus Portugal liefern. Laut der Muttergesellschaft M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, hat der Auftrag ein Umsatzvolumen von 5,2 Millionen Euro. Wie M.A.X. weiter berichtete, wird gegenwärtig der Börsengang der Vecoplan vorbereitet.

Ein Umsatzplus von 85 Prozent auf 59,1 Millionen Dollar meldet das nachhaltige Schweizer Forstunternehmen Precious Woods Holding AG für die ersten neun Monate. Das Betriebsergebnis stieg von 2,4 Millionen Dollar auf 6,9 Millionen Dollar, der Reingewinn von 2,3 Millionen Dollar auf 6,6 Millionen Dollar. Das Unternehmen muss in der Bilanz 2007 möglicherweise Abschreibungen in Höhe von 6,0 Millionen Dollar auf Landnutzungsrechte vornehmen.

Die Biolebensmittelkette Whole Foods Market Inc. aus dem texanischen Austin musste im Geschäftsjahr 2006/07 einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Überschuss sank demnach von 203,8 Millionen Dollar im Vorjahr auf 182,7 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um rund 15 Prozent von 5,61 Milliarden Dollar auf 6,59 Milliarden Dollar. Für 2008 stellte das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 25 bis 30 Prozent in Aussicht. Davon soll die jüngst übernommene Konkurrentin Wild Oats rund 10 Prozent beisteuern. In die Renovierung der Läden von Wild Oats will Whole Foods laut Unternehmensgründer und CEO John Mackey in den nächsten zwölf Monaten noch 40 bis 50 Millionen Dollar investieren.

Der US-amerikanische Naturkostgroßhändler United Natural Foods Inc. hat den Gewinn im 1. Quartal seines Geschäftsjahres um neun Prozent auf 13,6 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 12,4 Millionen). Der Umsatz wuchs um 13,9 Prozent auf 736,4 Millionen Dollar. Für 2008 hofft United Natural Foods auf eine Umsatzsteigerung aus der Übernahme der Millbrook Distribution Services Inc., Dayville, Connecticut. Millbrook vertreibe Lebensmittel, Gesundheits- und Schönheitsprodukte.

Um jährlich Kosten von mehr als fünf Millionen US-Dollar zu sparen, will die Hydrogenics Corp. aus Mississauga in Ontario Personal abbauen. Wie die kanadische Brennstoffzellenentwicklerin mitteilte, sollen rund 50 Arbeitsplätze in Verwaltung und Betrieb abgebaut werden. Das werde mit rund 3 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Die Dortmunder Envio AG hat aus Kasachstan einen Großauftrag zur Dekontaminierung und Verwertung von 500 Tonnen PCB-haltiger Transformatoren erhalten. Der Auftrag umfasse mehr als acht Prozent der aktuellen Jahreskapazität, so Envio. In Kasachstan seien rund 130.000 Tonnen PCB-haltiger Transformatoren zu entsorgen.

Mit einem Umsatzwachstum von 32 Prozent auf 199,2 Millionen Euro hat die Christ Water AG die ersten neun Monate abgeschlossen. Laut dem Unternehmen aus dem österreichischen Mondsee stieg das EBIT um 20 Prozent auf 5,8 Millionen Euro. Das Nettoergebnis kletterte um 17 Prozent auf 2,9 Millionen Euro. Beim Auftragseingang verzeichnete Christ ein Plus von 50 Prozent auf 270,1 Millionen Euro, der Auftragsbestand wuchs um 45 Prozent auf 253,5 Millionen Euro.

Die Dämmstoffherstellerin Steico AG hat ihren Umsatz in den ersten neuen Monaten um 15,2 Prozent auf 72,2 Millionen Euro gesteigert. Wie das Unternehmen aus Feldkirchen mitteilte, sank der Konzernüberschuss von 4,2 auf 1,8 Millionen Euro. Hier hätten sich außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 3,1 Millionen Euro für den Börsengang im Juni niedergeschlagen.

Die Interseroh AG übernimmt das Stahl- und Metallrecyclingunternehmen Rohstoffe Kohler GmbH aus Germersheim. Wie Interseroh mitteilte, unterhält Kohler Standorte in Germersheim und Kehl und setzt rund 60.000 Tonnen Stahlschrotte und Nichteisen-Metallschrotte pro Jahr um.

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Bilder: Das Solarkraftwerk der Solon in Australien soll mit Photovoltaik-Nachführsystemen vom Typ "Solon-Mover" ausgerüstet werden. / Quelle: ECOreporter.de

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