26.01.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

26.1.2004: Droht zahlreichen Ökostromanbietern in Österreich die Insolvenz?

Sollte die Ökostrom-Förderung für 2004 nicht erhöht werden, könnten zahlreiche Anbieter in Insolvenz gehen. Das berichtet die Wiener Zeitung. Dutzende fertige oder in Bau befindliche Anlagen mit Investitionen im dreistelligen Millionen-Bereich würden dadurch gefährdet, heißt es. Allein im Bereich Windenergie seien sieben Firmen mit Anlagen im Volumen von 110 Megawatt und knapp 120 Millionen Euro Investitionen betroffen.

Durch das Einfrieren der Ökostromförderung 2004 auf dem Niveau von 2003 verringern sich die Zuschläge um 0,07 Cent pro Kilowattstunde. Damit ergibt sich eine Förderungslücke von rund 40 Millionen Euro. Ursprünglich sollten die Subventionen von 140 auf etwa 180 Millionen Euro erhöht werden. Den Investoren wurde zugesichert, dass die geförderten Tarife für Anlagen gelten, die im Jahr 2003 und 2004 alle erforderlichen Bewilligungen erlangen und bis Mitte 2006 ans Netz gehen.

Für die Festsetzung der Ökostrom-Zuschläge sind die Bundesländer Wien, Salzburg, Vorarlberg und Kärnten zuständig. Da Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider die Erhöhung der Förderung blockiert, werden die Zuschläge vorerst auf dem Niveau des Jahres 2003 bleiben.
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