26.04.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

26.4.2005: Bayerisches Staatsministerium für Umweltschutz: "Wirtschaftswachstum in Schwellenl?ndern und EU-Osterweiterung bringt gigantischen Nachfrageschub bei Umwelttechnologien - Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch entkoppeln!

Der Staatsminister Dr. Werner Schnappauf hat bei der Messe IFAT in M?nchen der Umwelttechnik-Branche rosige Zukunftsaussichten bescheinigt: "Das Wirtschaftswachstum in Schwellenl?ndern und EU-Osterweiterung bringt einen gigantischen Nachfrageschub bei Umwelttechnologien", sagte er. Mit rasantem Wirtschaftswachstum in Indien und China, aber auch in Folge des Beitritts der 10 mittel- und osteurop?ischen Staaten zur EU w?rden Investitionen in Umwelt- und Effizienztechnologie in kommenden Jahren stark zunehmen. Bereits jetzt liege das Investitionsvolumen weltweit (gesch?tzt) bei 480 Milliarden Euro pro Jahr Jahr, eine Steigerung auf 750 Milliarden Euro bis 2010 sei m?glich. Allein in neuen EU-Mitgliedstaaten m?ssen laut Schnappauf sp?testens bis 2015 die europ?ischen Umweltstandards des "aquis communitaire" vollst?ndig eingehalten werden. Das mache erhebliche Investitionen beispielsweise in Bereichen Gew?sserschutz, Abfallwirtschaft und Luftreinhaltung notwendig.

"Die Deutsche Umwelttechnologie ist heute mit an der Weltspitze. Aber: Die internationale Konkurrenz schl?ft nicht - knapp 30 Prozent der Aussteller der IFAT 2005 von au?erhalb Deutschlands", so Schnappauf.

Sein n?chstes Statement k?nnte Eingang finden in den Greenpeace-Jahreskalender mit den sch?nsten Zitaten: "Modernes ?komanagement bedeutet zweitens: Verbindung von ?kologie und ?konomie statt gegenseitiges Ausspielen. Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch ist erforderlich!" Immerhin, so Schnappauf, sei in Bayern für ein Prozent Wirtschaftswachstum nur 0,6 Prozent zus?tzlicher Energiebedarf erforderlich. China brauche daf?r 1,5 bis 2 Prozent Energiebedarfswachstum. Aber China habe das ehrgeizige Ziel, bis 2020 ebenfalls einen mit Bayern vergleichbaren Energieeffizienzfaktor zu erreichen.

Im Bereich des Klimaschutzes h?lt Schnappauf den Emissionsrechtehandel für den richtigen Weg - er d?rfe nicht mit zuviel B?rokratie wieder zunichte gemacht werden.

Weltweit zentrales Zukunftsthema - "noch vor Energie" sei das Thema Wasser. Derzeit haben laut Schnappauf 1,3 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,4 Milliarden keine geregelte Abwasserentsorgung. Der Politiker spricht davon, die Steigerung der j?hrlichen Investitionen im Wassersektor von heute weltweit 80 Milliarden auf weltweit 180 Milliarden US-Dollar sei realistisch - also ein riesiger Wachstumsmarkt.
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