26.04.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

26.4.2005: Feinstaub: Plakette für Fahrzeuge - gelb und gr?n rein, schwarz muss drau?en bleiben

Manchmal reagiert die Politik schnell. Erstaunlich schnell. Das Bundesumweltministerium hat die Eckpunkte für eine Verordnung vorgelegt, mit der die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen mit vergleichsweise sauberen Dieselmotoren einheitlich geregelt werden soll. Diese Fahrzeuge k?nnen zur Einhaltung der Feinstaubgrenzwerte ganz oder teilweise von m?glichen Verkehrsbeschr?nkungen ausgenommen werden. Die beg?nstigten Fahrzeuge werden durch Plaketten gekennzeichnet. Die Regelungen zur Anwendung der Verkehrsbeschr?nkungen obliegen den L?ndern.

Das Bundesumweltministerium kommt nach eigenen Angaben mit der Kennzeichnungsverordnung einer einm?tigen Bitte der L?nder-Verkehrsministerkonferenz nach. Soweit ?rtliche Fahrverbote verhaengt werden sollen, wird es nun fuer die ?rtlichen Beh?rden m?glich, dieses Verbot zu differenzieren und auf vergleichsweise schmutzige Diesel-Fahrzeuge zu beschr?nken. F?r Diesel-Fahrer soll ein Anreiz entstehen, ihr Fahrzeug mit einem Partikelfilter nachzur?sten.

Die Kennzeichnung betrifft Lkw, Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Fahrzeuge mit Dieselmotor werden nach der H?he ihrer Partikelemissionen in drei Emissionsgruppen eingeteilt. Die Gruppen mit den jeweils h?chsten Emissionen erhalten keine Plakette. An die besseren und besten Fahrzeuggruppen werden gelbe beziehungsweise gr?ne Plaketten ausgegeben. Auch Fahrzeuge mit Otto-Motor erhalten eine Plakette, denn sie m?ssen ebenfalls als partikelarm gekennzeichnet werden. Es soll farblich unterschieden werden zwischen denen mit geregeltem Katalysator (blaue Plakette) und denjenigen ohne Kat (schwarze Plakette). Mit dieser farblichen Differenzierung trifft das Bundesumweltministerium bereits Vorsorge im Hinblick auf das Inkrafttreten bereits beschlossener Grenzwerte für die Stickoxid-Belastung ab dem Jahr 2010.

Die Verordnung bedarf noch der Abstimmung im Ressortkreis und dem anschliessenden Kabinettbeschluss der Zustimmung des Bundesrates. Die Eckpunkte sind im Internet unter www.bmu.de abrufbar.

Wie sich die geplante Regelung auf die Autohersteller auswirken k?nnte, die als die nachahltigsten gelten (u.a. Volkswagen, BMW, Toyota), bleibt abzuwarten: Da Feinstaub nur ein Nachhaltigkeits-Thema unter vielen ist, d?rfte es beispielsweise für VW m?glich sein, weiter als nachhaltig bewertet zu werden, obwohl der Konzern sich gegen Dieselfilter sogar auf politischer Ebene gestr?ubt hatte.
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