26.05.03

26.5.2003: Greenpeace pro "Butendiek"

Greenpeace hat im Streit um den Offshore-Windpark "Butendiek" Stellung bezogen. Wie die Kieler Nachrichten berichten, sprach sich die Umweltschutzorganisation mit Sitz in Hamburg für den Bau des Bürgerwindparks aus. Sven Teske, Energiereferent bei Greenpeace, erklärte nach Angaben des Blatts, im Interesse des Klimaschutzes sei der Bau in einem Vogelschutzgebiet hinzunehmen.

Greenpeace argumentierte dem Bericht zufolge, das Netz der Vogelschutzgebiete sei so eng, dass es einen in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht sinnvollen Standort in Küstennähe kaum zulasse. Die Umweltaktivisten beurteilen die Auswirkungen von Offshore-Parks auf die Umwelt aufgrund internationaler Erfahrungen als eher gering. Laut Teske, kann zudem nur mit Hilfe von Offshore-Windparks der "viel zu langsame Atom-Ausstieg" beschleunigt werden. "Butendiek" sei für Greenpeace eine Pilotanlage, der Windpark biete die Möglichkeit, die Technologie sowie die ökologischen Folgen genauer zu untersuchen, so die Kieler Nachrichten.

Das Hamburger Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilte im Dezember 2002 die Genehmigung für den Offshore-Windpark. Seitdem gibt es Streit: Landesregierung und Bundesumweltministerium begrüßten die Genehmigung. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) legte Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) klagt er vor dem Verwaltungsgericht in Hamburg gegen das Projekt.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x