26.08.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

26.8.2004: Nordex macht Fortschritte: Verluste und Kosten sinken - 2005 soll die Gewinnzone erreicht werden

Der Windanlagenbauer Nordex AG will 2005 die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Das kündigt das Norderstedter Unternehmen anlässlich der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal heute an. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres (1.10.03 - 30.6.04) belief sich der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) laut der Meldung auf 19,4 Millionen Euro (Vorjahr: 48,9 Millionen Euro). Gegenüber dem Vorjahr entspreche das einem Abbau der Verluste um rund 60 Prozent, so Nordex. Grundlage für diese Ergebnisverbesserung sei vor allem der Rückgang der Materialquote von 90 auf 79 Prozent, heißt es weiter. Der Personalaufwand sei um 17 Prozent auf 26,1 Millionen Euro reduziert worden(Vorjahr: 31,4 Millionen Euro).

Die Kostensenkungen sind Bestandteil eines Restrukturierungsprogramms, das Nordex seit Juli 2003 umsetzt. Insgesamt soll damit nach Unternehmensangaben bis 2005 eine Ergebnisverbesserung von 72,5 Millionen Euro erreicht werden. Aktuell seien 74 Prozent der Maßnahmen umgesetzt, berichtet Nordex, zum Jahresende werde das Programm abgeschlossen sein.

Die Auftragslage des Windkraftspezialisten hat sich laut der Meldung weiter stabilisiert: Im Vergleich zum Vorjahr sei der Auftragseingang um 43 Prozent auf 169 Millionen Euro gestiegen, heißt es (Vorjahr: 118 Millionen Euro). Dabei sei Nordex vor allem international gewachsen. 60 Prozent der neuen Aufträge gewinne man mittlerweile im Ausland (Vorjahr: 30 Prozent). Auch der Trend zur Großanlage setzte sich fort. Fast zwei Drittel des Neugeschäfts entfallen demnach auf die neue Baureihe Nordex N80/N90.

Trotz der positiven Auftragssituation müssen die Norderstedter einen Rückgang der Umsatzerlöse vermelden: Der Umsatz fiel mit rund 156 Millionen Euro 16 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum (186 Millionen Euro). Gründe dafür seien die durch das gestiegene Auslandsgeschäft verursachten längeren Durchlaufzeiten und der hohe Anteil größerer Turbinen, so Nordex. Zudem weise man seit Juli 2003 den wesentlichen Teil der Projektumsätze erst nach Errichtung der Turbinen im Windpark aus. Das Unternehmen korrigierte vor diesem Hintergrund seine Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2003/04 auf 205 Millionen Euro. Auch bei dem geringerem Geschäftsvolumen halte man jedoch an der Ergebnisprognose von minus 28 Millionen Euro fest. Die Rückkehr in die Gewinnzone will Nordex im Laufe des Geschäftsjahres 2005 schaffen.

Nordex AG: ISIN DE0005873574 / WKN 587357

Bild: Windpark mit Anlagen der Nordex AG im japanischen Tomamae
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