27.10.04 Erneuerbare Energie

27.10.2004: Bank Sarasin: Erneuerbare Energien zunehmend konkurrenzfähig - Photovoltaikmarkt wird kräftig wachsen

Nach Überzeugung der Schweizer Bank Sarasin werden Erneuerbare Energien zunehmend konkurrenzfähig gegenüber dem Ölmarkt. Für den Photovoltaikmarkt prognostiziert das Bankhaus ein gutes Wachstum. Die Schweizer Banker verfügen über langjährige Erfahrungen in der Analyse nachhaltiger Investmentmöglichkeiten, regelmäßig legen sie eigene Studien vor. Für den November hat Sarasin nun die Neuauflage einer Untersuchung zum Photovoltaikmarkt angekündigt. Im Vorblick auf die Studie veröffentlichte das Bankhaus einige Kernthesen.

Um Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu gewinnen sind nach Überzeugung der Banker insbesondere Banken, Versicherungsspezialisten und auch große Energiekonzerne erstmals bereit, Milliardenbeträge in neue Technologien zu investieren. Grund hierfür seien nicht nur die anhaltenden Unsicherheiten im Irak, sondern auch der starke Energieverbrauch der sich schnell entwickelnden Schwellenwirtschaften Asiens.

Im jüngsten Ölpreisanstieg sieht Sarasin nur die Spitze eines Eisberges. Der Gaspreis werde dem Ölpreis folgen, heißt es, Strom werde sich verteuern. "Das beschränkte Angebot bei steigender Nachfrage wird in den kommenden Jahren zu weiter steigenden Rohstoffpreisen führen. Das erhöht die Chancen und Konkurrenzfähigkeit für erneuerbare Energien", erklärt Andreas Knörzer, Leiter Sustainable Investment bei der Bank Sarasin.

Einer der Hauptprofiteure beim weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien kann laut der Meldung Deutschland werden: In kaum einem anderen Land sei das Know-how für die notwendige Technik so weit entwickelt. Neben der Installation regenerativer Energie auf dem heimischen Markt, sollte Deutschland nach Meinung der Schweizer Bankfachleute deshalb auf die technologische Weiterentwicklung und die Herstellung von Anlagen für den Weltmarkt setzen.

Dort gibt es laut Sarasin in den nächsten Jahren jede Menge attraktive Aufgaben: China wolle beispielsweise den Anteil von alternativen Energien bis zum Jahr 2020 auf 17 Prozent seines Gesamtverbrauchs steigern; die Philippinen planten, in zehn Jahren doppelt so viel Strom wie heute aus erneuerbaren Energien zu gewinnen und damit einen Rekordwert von 40 Prozent zu erreichen.

In den vergangenen fünf Jahren sei mehr als eine Milliarde Euro in den Aufbau von neuen Zell- und Modulproduktionskapazitäten für die Photovoltaik investiert worden, heißt es weiter. Ende 2005 sei mit einem zusätzlichen Kapazitätsausbau zu rechnen. Im laufenden Jahr erwartet Sarasin ein weltweites Wachstum des Photovoltaikmarktes in der Größenordnung von 33 Prozent. Das entspreche einer Zellproduktion von rund einem Gigawatt. Damit liege der Zuwachs am oberen Ende der Bandbreite der Sarasin-Prognose für das Jahr 2003 (950 Megawatt).

Im Mittelpunkt der aktualisierten Sarasin-Solarstudie stünden längerfristige Prognosen für die weltweite Photovoltaik-Industrie, so die Meldung abschließend . Dabei erhielten die regionalen Besonderheiten der international dominierenden Märkte Japan, Deutschland und USA eine besondere Gewichtung. Auch der österreichische Markt werde auszugsweise untersucht.
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