27.11.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

27.11.2003: Brandenburger Photovoltaikforscher suchen Investor - Neuartiges Modul reif für die Serie

Das Brandenburgische Institut für Solartechnologien gGmbH (IST) ist in Schwierigkeiten. Laut einem Bericht der Märkischen Oderzeitung benötigt das Zentrum, das sich mit der Entwicklung leistungsstärkerer und billigerer Solarmodule beschäftigt, dringend privates Kapital, um seine Arbeit fortzuführen.
Die Forschungsarbeiten seien abgeschlossen, das Photovoltaik-Modul sei reif für die industrielle Massenproduktion, aber es fehle ein großer Investor, berichtet das Blatt. Das von den Forschern in Markendorf entwickelte Modul unterscheide sich durch zwei Vorzüge von den derzeitigen Artikeln: "Unser Produkt hat ein geringes Gewicht und es kann sehr viel preiswerter Strom produzieren", so Thomas Koschack, Geschäftsführer des Instituts, laut der Zeitung. Die Höhe der privaten Investition veranschlagt er auf rund 3,5 Millionen Euro. Nach Informationen der Oderzeitung wäre ein Einstieg des Landes denkbar, wenn sich ein großer privatwirtschaftlicher Investor als "Leitpartner" engagieren würde

Grundförderung vom Bund oder vom Land habe das Institut nie erhalten, sondern sei stets eine privatrechtliche Forschungseinrichtung geblieben, heißt es weiter. Nur bei einzelnen Projekten habe man eine ergänzende Finanzhilfe von staatlichen Stellen erhalten. Die aktuelle wirtschaftlichen Lage des IST ist dem Beitrag zufolge ernst. In Spitzenzeiten hätten bis zu 23 Mitarbeiter in der Forschungseinrichtung gearbeitet, die ihren Sitz im "Business- and Innovation Centre", Markendorf, habe. Nun habe man die Mitarbeiterzahl auf zwei reduziert. Instituts-Geschäftsführer Koschack, ist laut der Zeitung noch im Auftrag des Instituts tätig, hat aber keinen Arbeitsvertrag und bekommt auch keinen Lohn.

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