27.01.03

27.1.2003: Ökovest legt Risikoanalyse zur "Sandbank24" vor

Die Oldenburger Projekt GmbH hat beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine "Technische Risikoanalyse" zum "Sandbank 24"-Projekt in der Nordsee eingereicht. Eine solche Studie ist wesentlicher Bestandteil des Genehmigungsverfahrens. Autor sei der Germanische Lloyd, Hamburg, berichtet Projekt Ökovest. In der Bewertung heiße es, dass "das vom geplanten Windpark Sandbank 24 ausgehende Risiko in einem akzeptablen Bereich liegt". Das Unternehmen sieht damit die Genehmigung des "zur Zeit weltweit größten geplanten Windparks" ein Stück näher gerückt.

Offshore-Windparks können nach der Seeanlagen-Verordnung nicht genehmigt werden, wenn damit gerechnet werden muss, dass sie die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs beeinträchtigen. In der Studie sei an Hand von internationalen Erfahrungswerten und Schiffunfallstatistiken sowie aufgrund einer Gefahrenanalyse eine "theoretische" Kollisionshäufigkeit berechnet worden. Für die Pilotphase von "Sandbank 24" liege sie mit geplanten 120 Windenergieanlagen bei einer Kollision in 1640 Jahren. Statistisch werde davon ausgegangen, dass pro Kollision 397 t wassergefährdender Stoffe wie Ladeöl oder Treibstoff austreten können, ergänzt Ökovest.

Die Risikoanalyse zu Schiffsunfällen ist Teil der gesamten für die Genehmigung von Sandbank 24 zu erstellenden Umweltverträglichkeitsstudie. Diese beschreibt nach mindestens einjähriger Untersuchung die möglichen Auswirkungen für den beanspruchten Naturraum. Der gesamte Bericht werde voraussichtlich im März 2003 fertiggestellt, berichtet Projekt Ökovest.
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