27.01.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

27.1.2005: Eliteuniversit?ten messen Nachhaltigkeit von Staaten - Drei L?nder aus Skandinavien unter den besten f?nf

"Kein Land ist derzeit auf einem nachhaltigen Pfad." Zu dieser Schlussfolgerung gelangte Gus Speth, Dekan der Yale School of Forestry and Environmental Studies, bei der Vorstellung des 2005 Environmental Sustainability Index (ESI). Er wurde heute auf der Tagung des Weltwirtschaftsforums in Davos pr?sentiert. Der ESI, entwickelt von einem Team von Umweltexperten an den US-Universit?ten Yale und Columbia, bewertet L?nder anhand von 21 Umweltindikatoren. Die Indikatoren messen unter anderem das Vorkommen von Natur- und Bodensch?tzen, historische und aktuelle Umweltverschmutzung, nationale und internationale Umweltschutzmassnahmen sowie gesellschaftliche Kapazit?ten zur Verbesserung der Umweltsituation. Laut den Initiatoren ist der ESI damit ein n?tzliches Instrument, um Leistungen im nachhaltigen Umweltschutz auf der L?nderebene und anhand von Themengebieten zu quantifizieren und zu vergleichen.

"Der ESI bietet den Mechanismus zur Bestimmung von "best practices" entlang eines Spektrums von Umweltthemen", erl?uterte Gus Speth. Die f?hrenden L?nder und die Schlusslichter im nachhaltigen Umweltschutz w?rden hervor gehoben. So werde ein Wettbewerbsdruck geschaffen, der langfristig zu Verbesserungen f?hre. Im aktuellen ESI nimmt Finnland Rang 1 von 146 L?ndern in der Welt ein. Mit Norwegen geht auch Platz 2 an einen skandinavischen Staat. Es folgen Uruguay, Schweden und Island. Deutschland belegt Platz 31. Bei der ersten Erstellung des Index im Jahr 2002 war die Bundesrepublik nur Platz 50 gekommen. Allerdings ist die aktuelle Rangliste aufgrund methodischer Verfeinerungen, neuer Datens?tze und fortgeschrittener Analyseverfahren nicht direkt vergleichbar.

Wie Daniel C. Esty, Professor an der Yale Universitaet und Erfinder des ESI, zugab, sind die Resultat zuweilen durch geographische Besonderheiten oder unzuverl?ssige Daten verzerrt. Das mag erkl?ren, dass etwa Russland recht weit oben auf Platz 33 rangiert. Die USA platzieren auf 45ster Stelle in der Rangliste. Hier stehen laut dem ESI hervorragende Resultate in den Bereichen Wasserqualit?t und Umweltschutzkapazit?t schlechten Werte beim Abfallaufkommen und denn Treibhausgasemissionen gegen?ber. Die untersten R?nge belegen Nord-Korea, Irak, Taiwan, Turkmenistan und Usbekistan. Diese L?nder sind laut der Yale School mit vielf?ltigen nat?rlichen, aber auch selbstverursachten Problemen konfrontiert und h?tten bisher ihre M?glichkeiten zu wenig genutzt.

Den Initiatoren zufolge zeigt die tiefergehende Analyse des ESI, dass Industrienationen und Entwicklungsl?nder klar unterscheidbare Problemen gegen?berstehen: Erstere m?ssten sich vor allem mit der Verschmutzung ihrer Luft, Wasser und B?den und exzessivem Konsumverhalten auseinander setzen. Letztere h?tten vorrangig mit der Ausbeutung ihrer Bodensch?tze und der mangelnden Infrastruktur für ein erfolgreiches Umweltmanagement zu k?mpfen.

Bildhinweise:
Finnland rangiert im ESI auf Rang 1: Werk des finnischen Konzerns Stora Enso / Quelle: Unternehmen; in den USA herrscht bei klimaschonenden Technologien noch Nachholbedarf: Offshore-Windpark/ Quelle: AWEA
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