27.01.05

27.1.2005: Meldung: MVV Energie AG: Bilanz-Pressekonferenz zum Gesch?ftsjahr 2003/04

MVV Energie richtet Blick nach vorn

Jahresergebnis der MVV Energie im vergangenen Jahr stark
von Einmaleffekten beeinflusst – Prognose für das laufende
Gesch?ftsjahr trotz milder Witterung bekr?ftigt – Mit ‚Fokus‘
soll Effizienz gesteigert werden

Nach dem letzten Gesch?ftsjahr, das aufgrund von Einmaleffekten aus der Restrukturierung des Konzerns mit einem Jahresfehlbetrag nach Fremdanteilen von 44 Millionen Euro abgeschlossen wurde, richtet das europaweit t?tige Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie AG, Mannheim, nun seinen Blick nach vorn. Auf der Bilanz-Pressekonferenz zum zur?ckliegenden Gesch?ftsjahr 2003/04 (1.10.2003 - 30.9.2004) bekr?ftigte der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Rudolf Schulten, am Mittwoch in Frankfurt die im Dezember ver?ffentlichte Prognose für das laufende Jahr: „Trotz des bisher milden Winters werden wir unseren Jahresumsatz auf rund 2 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (EBIT) auf 150 Millionen Euro steigern.“ Im Vorjahr hatte der Umsatz, wie bereits mit dem vorl?ufigen Jahresergebnis ver?ffentlicht, 1,65 Milliarden Euro und das um die einmaligen Sondereffekte bereinigte EBIT 97 Millionen Euro betragen.

Nach den Worten von MVV Energie-Chef Dr. Rudolf Schulten ist für das Unternehmen damit nun auch aus finanzieller Hinsicht die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung, insbesondere durch die Fokussierung des Beteiligungsportfolios auf das profitable Kerngesch?ft, sowie der Neuorganisation des Konzerns abgeschlossen. „Nun geht es um die Steigerung unserer Ertragskraft.“ Schulten k?ndigte hierf?r ein Effizienzsteigerungsprogramm an, mit dem unter dem Namen ‚Fokus‘ die Kosten insbesondere in den Verwaltungs- und Servicebereichen des Konzerns gesenkt werden sollen.

„Wir wollen uns konsequent auf den sich versch?rfenden Wettbewerb und die ver?nderten Rahmenbedingungen durch die neue Regulierungsbeh?rde vorbereiten und die Voraussetzungen für unsere eigenen Wachtsumsplanungen schaffen“, betonte der Vorstandsvorsitzende des sechstgr??ten deutschen Stromversorgers. „Wir wollen sowohl unser Stadtwerke-Netzwerk weiter ausbauen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet, als auch die Marktchancen in unseren Wachstumsbereichen Energiedienstleistungen und Umwelt nutzen.“.

Hauptversammlung soll genehmigtes Kapital schaffen
Derzeit verf?gt das Unternehmen nach Einsch?tzung seines Vorstandsvorsitzenden mit rund 30 Prozent ?ber „eine gesunde Eigenkapitalquote sowie mit 158 Millionen Euro ?ber einen soliden Cashflow“. F?r neue Investitionen und Akquisitionen ben?tigt MVV Energie jedoch in der Zukunft neues Kapital. Dr. Schulten: „Wir werden daher bei der Hauptversammlung am 4. M?rz 2005 im Mannheimer Congress Center Rosengarten beantragen, ein genehmigtes Kapital von rund 30 Prozent des Grundkapitals zu schaffen.“ Dies gew?hrleiste dann die notwendige Flexibilit?t und verschiedene Handlungsalternativen, um rasch und angemessen agieren zu k?nnen. Auch wenn er zum aktuellen Zeitpunkt für den Erwerb weiterer Stadtwerke-Beteiligungen nur geringe Investitionsm?glichkeiten sehe, so zeigte sich Dr. Schulten doch zuversichtlich, dass sich dies schnell ?ndern k?nne: „Und dann wollen wir sofort handlungsf?hig sein.“

Derzeit geh?ren zum Stadtwerke-Netzwerk der MVV Energie die Energieversorgung Offenbach, die Stadtwerke Solingen, Ingolstadt und Buchen, K?then Energie sowie seit letztem Mai auch die Stadtwerke Kiel. International ist der Mannheimer Energiekonzern vor allem in der Fernw?rme in den neuen EU-Mitgliedstaaten Polen und Tschechien mit eigenen Beteiligungen engagiert.

Neue Kooperationen mit kommunalen und regionalen Energieunternehmen
Neben neuen Beteiligungen sieht Dr. Schulten vor allem auch in neuen Kooperationsformen zwischen den kommunalen und regionalen Energieunternehmen neue Chancen für MVV Energie: „Sowohl die gesetzliche Vorgabe zum Unbundling unserer Unternehmen als auch die wachsende Notwendigkeit zur weiteren Verbesserung unserer Kostenstruktur erfordern eine engere Zusammenarbeit in neuen Allianzen. Hier geh?ren wir zu den gro?en Treibern am Markt, um immer ganz vorne mit dabei zu sein.“

Frankfurt / Mannheim, 26. Januar 2005
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