27.03.06

27.3.2006: Meldung: SolarWorld AG: Einladung zur Hauptversammlung am 24. Mai 2006

SolarWorld AG
Bonn
WKN 510840
ISIN DE0005108401

Wir laden unsere Aktionäre hiermit zu der am Mittwoch, den 24. Mai 2006, um 11.00 Uhr im "Wasserwerk"/Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn, Hermann-Ehlers-Straße 29, 53113 Bonn stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung ein.

Tagesordnung:

1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses zum 31.12.2005 nebst Lagebericht, des vom Aufsichtsrat gebilligten Konzernabschlusses zum 31.12.2005 nebst Konzernlagebericht sowie des Berichts des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2005.

Die vorgenannten Unterlagen können in den Geschäftsräumen am Sitz der Gesellschaft, SolarWorld AG, Kurt-Schumacher-Straße 12-14, 53113 Bonn, und im Internet unter www.solarworld.de eingesehen werden. Auf Verlangen erhält jeder Aktionär unverzüglich und kostenlos eine Kopie der vorbezeichneten Unterlagen, die auch während der Hauptversammlung zur Einsichtnahme ausliegen.

2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2005.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31.12.2005 in Höhe von Euro 16.857.977,42 wie folgt zu verwenden:

a) Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,50 je dividendenberechtigter Stückaktie:
b) Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 3 AktG:

Euro 6.982.500,00
Euro 9.875.477,42

3. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2005.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Entlastung zu erteilen.

4. Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2005.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Entlastung zu erteilen.

5. Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2006.
Der Aufsichtsrat schlägt vor, die BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bonn zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2006 zu wählen.

6. Beschlussfassung über die Änderung von § 3 (Bekanntmachungen), § 9 Abs. 3 (Einberufung) und § 9 Abs. 4 (Teilnahme an der Hauptversammlung) der Satzung.

Durch das am 01. November 2005 in Kraft getretene Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) sind unter anderem die Regelungen des § 123 AktG über die Einberufung der Hauptversammlung sowie über die Berechtigung der Aktionäre zur Teilnahme an der Hauptversammlung geändert worden. Durch die Neuregelung ist insbesondere die Hinterlegung der Aktien vor der Hauptversammlung nicht mehr erforderlich. Zur Legitimation von Inhaberaktionären ist nunmehr der Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut ausreichend. Der Nachweis hat sich auf einen Stichtag, den so genannten "Record Date" zu beziehen. Zudem kann die Satzung vorsehen, dass die Aktionäre sich vor der Hauptversammlung anmelden müssen. Außerdem wurde durch das UMAG die Frist für die Einberufung der Hauptversammlung geändert. Die Satzung soll an die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Darüber hinaus soll in diesem Zusammenhang auch § 3 der Satzung (Bekanntmachungen) neu gefasst werden.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher vor, folgenden Beschluss zu fassen:
§ 3 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:
"Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen ausschließlich im elektronischen Bundesanzeiger."

§ 9 Abs. 3 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:
"Die Hauptversammlung ist mindestens dreißig Tage vor dem letzten Anmeldetag (§ 9 Abs. 4a) unter Mitteilung der Tagesordnung im elektronischen Bundesanzeiger einzuberufen, soweit nicht gesetzlich eine kürzere Frist zulässig ist. In diesem Fall gilt die gesetzliche Frist. Dabei sind der Tag der Bekanntmachung und der Tag des Ablaufs der Anmeldefrist nicht mitzurechnen."

§ 9 Abs. 4 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:
"a) Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind nur die Aktionäre berechtigt, die sich unter Nachweis ihres Anteilsbesitzes zur Hauptversammlung anmelden. Die Anmeldung und der Nachweis des Anteilsbesitzes müssen der Gesellschaft unter der in der Einberufungsbekanntmachung hierfür mitgeteilten Adresse bis spätestens zum Ablauf des siebten Tages vor der Hauptversammlung (Anmeldetag) zugehen. Fällt das Fristende auf einen Sonnabend, Sonntag oder einen am Sitz der Gesellschaft gesetzlich anerkannten Feiertag, ist der vorhergehende Werktag für den Zugang maßgeblich.

b) Für die Berechtigung nach Absatz a) reicht ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut aus. Der Nachweis des Anteilsbesitzes muss sich auf den im Aktiengesetz hierfür vorgesehenen Zeitpunkt beziehen. Die Gesellschaft ist berechtigt, bei Zweifeln an der Richtigkeit oder Echtheit des Berechtigungsnachweises einen geeigneten weiteren Nachweis zu verlangen. Bestehen auch an diesem Zweifel, kann die Gesellschaft die Berechtigung des Aktionärs zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts zurückweisen.

c) Die Anmeldung und der Nachweis über den Anteilsbesitz müssen in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sein."

7. Beschlussfassung über die Änderung von § 10 der Satzung (Vorsitz in der Hauptversammlung).
Mit dem UMAG wurden zudem die Vorschriften über den Ablauf der Hauptversammlung geändert. Nach dem neuen § 131 Abs. 2 Satz 2 AktG kann der Versammlungsleiter in der Satzung nun zur zeitlich angemessenen Beschränkung sowohl des Frage- als auch des Rederechts der Aktionäre ermächtigt werden.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher vor, folgenden Beschluss zu fassen:
§ 10 der Satzung erhält folgende neue Überschrift: "Vorsitz in der Hauptversammlung/Versammlungsleitung". Der bisherige Wortlaut von § 10 wird zu Absatz 1. Darüber hinaus erhält § 10 der Satzung einen neuen Absatz 2 mit folgendem Wortlaut: "Der Vorsitzende kann sowohl das Frage- als auch das Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken."

8. Beschlussfassung nach dem VorstOG - Unterbleiben der individualisierten Offenlegung von Vorstandsvergütungen im Anhang zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss.
Nach dem Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) vom 3. August 2005 hat die Hauptversammlung die Möglichkeit, selbst über den Umfang der Offenlegung der Vorstandsvergütungen zu beschließen. Allerdings setzt dies voraus, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung den Vorschlag unterbreiten, die individualisierte Offenlegung von Vorstandsvergütungen im Anhang zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss zu unterlassen. Dem trägt der nachstehende Beschlussvorschlag Rechnung. Vorstand und Aufsichtsrat sprechen sich nach Abwägung vor allem deshalb für diesen Beschluss aus, weil sie der Ansicht sind, dass die Summe der Vorstandsbezüge eine Angemessenheit für den Aktionär erkennen lässt, eine individualisierte Darstellung keinen Mehrwert ergeben würde und die Veröffentlichung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds und sämtlicher Komponenten der gewährten Leistungen zu stark in die Privatsphäre der Betroffenen eingreift. Hiervon unberührt bleibt die von der Gesellschaft schon jetzt praktizierte Offenlegung der Zusammensetzung der Gesamtbezüge des Vorstandes nach fixen und variablen Anteilen.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, folgenden Beschluss zu fassen:
"Vorstand und Aufsichtsrat werden ermächtigt, von der Veröffentlichung der Angaben im Anhang zum Jahresabschluss gem. § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 9 HGB und zum Konzernabschluss gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 9 HGB für den Zeitraum 01.01.2006 bis zum 31.12.2010 abzusehen."

9. Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln und Satzungsänderung.
a) Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, das Grundkapital der Gesellschaft von Euro 13.965.000,00 um Euro 41.895.000,00 auf Euro 55.860.000,00 gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes über die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln durch Umwandlung eines Teilbetrages aus der per 31.12.2005 mit Euro 137.351.150,26 gebildeten Kapitalrücklage zu erhöhen.
Diesem Beschluss wird die vom Vorstand und Aufsichtsrat festgestellte Jahresbilanz der Gesellschaft zum 31.12.2005 zugrunde gelegt. Die Bilanz ist mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bonn versehen.
Die Kapitalerhöhung wird durchgeführt durch Ausgabe von Stück 41.895.000 neuen, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einer rechnerischen Beteiligung von Euro 1,00 pro Stückaktie am Grundkapital der Gesellschaft, die an die Aktionäre der Gesellschaft im Verhältnis 1:3 ausgegeben werden (auf je eine Aktie entfallen drei Gratisaktien). Die neuen Stückaktien nehmen erstmals am Gewinn des Geschäftsjahres 2006 teil.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die näheren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung dem Umfang der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln anzupassen.
b) Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, mit Wirkung vom Tage der Eintragung des Beschlusses zu Tagesordnungspunkt 9 a) den § 4 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wie folgt zu ändern und neu zu fassen: "Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Euro 55.860.000,00 (in Worten: Euro fünfundfünfzig Millionen achthundertsechzigtausend). Dieses Grundkapital ist eingeteilt in 55.860.000 (in Worten: fünfundfünfzig Millionen achthundertsechzigtausend) Aktien.

10. Beschlussfassung über die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals und Satzungsänderung.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, § 4 der Satzung der Gesellschaft um einen 6. Absatz mit folgendem Wortlaut zu ergänzen: "Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 31.12.2010 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber oder Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens Euro 5.472.500,00 zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet über einen Ausschluss des Bezugsrechtes mit Zustimmung des Aufsichtsrates. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung nach Zeichnung und Übernahme der neuen Aktien entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern."
Bericht des Vorstandes der SolarWorld AG an die Hauptversammlung gem. §§ 203 Abs. 2 Satz 2, 186 Abs. 4 Satz 2 AktG zu Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung der SolarWorld AG
Durch Beschluss der Hauptversammlung der SolarWorld AG vom 25. Mai 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31.12.2009 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber oder Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens Euro 2.100.000,00 zu erhöhen. Dabei wurde der Vorstand auch ermächtigt, über einen Ausschluss des Bezugsrechts mit Zustimmung des Aufsichtsrates zu entscheiden.
Mit einem Teilbetrag von Euro 590.000,00 wurde hieraus die zuletzt auf Euro 13.965.000,00 erfolgte Kapitalerhöhung bewirkt. Mithin kann die Ermächtigung vom 25.Mai 2005 jetzt noch bis zum 31.12.2009 mit einem Restbetrag von Euro 1.510.000,00 ausgenutzt werden.
Gem. § 202 Abs. 3 AktG darf der Nennbetrag des genehmigten Kapitals die Hälfte des Grundkapitals, das zur Zeit der Ermächtigung vorhanden ist, nicht übersteigen. Am 24.05.2006 geht es insoweit um einen Hälftebetrag von Euro 6.982.500,00 aus dann insgesamt eingetragenem Grundkapital von Euro 13.965.000,00. Es soll deshalb ein Auffüllungsbeschluss über weitere bis zu Euro 5.472.500,00 gefasst werden, wobei die Ermächtigung für diesen weiteren Betrag bis zum 31.12.2010 greifen soll. Wiederum soll der Vorstand ermächtigt werden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates auch über einen Ausschluss des Bezugsrechtes zu entscheiden. Dies ist der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat.
Eine Kapitalerhöhung ist stets eine Satzungsänderung und betrifft daher in besonderer Weise die Interessen der Aktionäre. Um einer Verwässerung ihrer Beteiligung zu begegnen, gewährt § 186 AktG jedem Aktionär ein gesetzliches Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Einlagen. Dieses gesetzliche Bezugsrecht kann nur unter den besonderen Voraussetzungen des § 186 Abs. 3 und 4 AktG ausgeschlossen werden. Für den Ausschluss des Bezugrechtes beim genehmigten Kapital regelt § 203 Abs. 2 AktG, die Ermächtigung könne vorsehen, dass der Vorstand über den Ausschluss des Bezugsrechts entscheidet. "Wird eine Ermächtigung, die dies vorsieht, durch Satzungsänderung erteilt, so gilt § 186 Abs. 4 sinngemäß". Nach § 186 Abs. 4 Satz 2 AktG hat der Vorstand der Hauptversammlung einen schriftlichen Bericht über den Grund für den teilweisen oder vollständigen Ausschluss des Bezugsrechts vorzulegen. Hiermit erklärt sich die vorliegende Berichterstattung. Dabei gilt ergänzend Folgendes:
Der Vorstand wird sich bei der Frage, ob im Einzelfall ein Bezugsrechtsausschluss teilweise oder insgesamt erfolgen soll, nur vom Interesse der Gesellschaft und von den abwägungsrelevanten Interessen der Aktionäre leiten lassen. Die Ermächtigung soll den Vorstand in die Lage versetzen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates kurzfristig, flexibel und kostengünstig auf auftretende Finanzierungserfordernisse reagieren zu können. Der Vorschlag hierzu liegt im Rahmen der gesetzlichen Regelung; die Vermögens- und Stimmrechtsinteressen der Aktionäre werden angemessen gewahrt. Dies auch über § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, der den Ausschluss des Bezugsrechts im Einzelfall an die zusätzliche Voraussetzung knüpft, dass die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Dem Gedanken des Verwässerungsschutzes der Aktionäre wird also auch durch die Verpflichtung Rechnung getragen, die neuen Aktien so börsenkursnah wie möglich zu platzieren. Ein wirtschaftlicher Nachteil für die vom Bezugsrecht ausgeschlossenen Aktionäre ist insoweit nicht ersichtlich. Darüber hinaus wird sich der Vorstand bei einer Inanspruchnahme der Ermächtigung um eine marktschonende Platzierung der neuen Aktien besonders bemühen. Aktionäre, die ihre Beteiligungsquote im Fall einer Kapitalerhöhung unter Bezugsrechtsausschluss aufrechterhalten möchten, haben aufgrund des liquiden Marktes für die Aktien der Gesellschaft ohnehin die Möglichkeit, die erforderliche Anzahl von Aktien auch über die Börse zu erwerben.
Die Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen unter Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre ist zum Zwecke des etwaigen Erwerbs von Beteiligungen an anderen Unternehmen geboten, für den ein entsprechender Kapitalbedarf erforderlich sein kann. Das genehmigte Kapital gibt hier der Gesellschaft die Möglichkeit, in geeigneten Einzelfällen Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Überlassung von Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Durch die Möglichkeit, im Einzelfall den Erwerb einer entsprechenden Beteiligung durch die Ausgabe von Aktien der Gesellschaft an den Veräußerer zu bezahlen, hat die Gesellschaft die Chance, eine Expansion und/oder Komplettierung ihres Tätigkeitsgebietes ohne eine Belastung ihrer Liquidität durchzuführen. Dies betrifft insbesondere den Bereich von Wafer, Zelle und Modul, aber auch die weiteren Akquisitions- und Integrationsbemühungen der SolarWorld AG. Die bestehenden Notwendigkeiten im Bereich der Absicherung der für die Waferproduktion benötigten Rohstoffe machen es dabei zusätzlich erforderlich, dass die SolarWorld AG umfassenderen Kapitalbedarf ggf. auch unmittelbar über Fondsgesellschaften und sonstige Nachfragergruppen decken kann. Als Wachstumsunternehmen muss die SolarWorld AG besonders darauf achten, zusätzliche Liquiditätsbelastungen zu vermeiden und durch flexible Finanzierungsmöglichkeiten zu kompensieren.
Der Vorstand wird in jedem Einzelfall sorgfältig prüfen, ob der Einsatz dieses Instrumentes geeignet, notwendig, verhältnismäßig und für die Aktionäre wirtschaftlich vertretbar ist. Erst danach wird er sich um die Zustimmung des Aufsichtsrates bemühen. Die Einräumung der Ermächtigung zu einer solchen Vorgehensweise erspart dann zugleich den ansonsten entstehenden Zeit- und Kostenaufwand für die zusätzliche Einberufung einer gesonderten Hauptversammlung zum Beschluss über einen entsprechenden konkreten Fall.
Ergänzend verweist der Vorstand auf seinen nachfolgenden Bericht zu Tagesordnungspunkt 11 der Hauptversammlung der SolarWorld AG am 24. Mai 2006.
Beide Vorstandsberichte liegen in den Geschäftsräumen sowie in der Hauptversammlung der SolarWorld AG zur jederzeitigen Einsichtnahme aus. Sie werden jedem Aktionär auf Verlangen in Ablichtung kostenlos zur Verfügung gestellt. Zusätzlich erfolgt die Einstellung im Internetauftritt der Gesellschaft unter www.solarworld.de.

11. Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsanleihen und zum Ausschluss des Bezugsrechts nebst gleichzeitiger Schaffung eines bedingten Kapitals und entsprechende Satzungsänderung unter Aufhebung eines früheren Beschlusses.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, folgenden Beschluss zu fassen:
(1) Aufhebung der Ermächtigung vom 25. Mai 2005
Der Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Mai 2005 zur Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsanleihen wird aufgehoben.
(2) Erneute Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsanleihen und zum Ausschluss des Bezugsrechts
a) Nennbetrag, Ermächtigungszeitraum, Aktienzahl
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 23. Mai 2011 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandel- und/oder Optionsanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu Euro 1.000.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von Wandelanleihen Wandlungsrechte und den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte auf auf den Inhaber oder Namen lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu Euro 6.982.500,00 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren. Der anteilige Betrag von bis zu Euro 6.982.500,00 vervierfacht sich gem. § 218 AktG auf bis zu Euro 27.930.000,00, wenn die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalrücklage per 31.12.2005) von Euro 13.965.000,00 auf Euro 55.860.000,00 vollzogen ist.
Die Anleihen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden.
b) Bezugsrechtsgewährung, Bezugsrechtsausschluss
Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Wandel- und/oder Optionsanleihen zu. Die Anleihen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandel- und/oder Optionsanleihen auszuschließen
• für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,
• soweit es erforderlich ist, damit Inhabern von bereits ausgegebenen Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte als Aktionär zustehen würde, oder
• sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Grundsätzen ermittelten theoretischen Marktwert der Anleihen nicht oder nicht wesentlich unterschreitet, die Aktionäre die Möglichkeit haben, durch Zukauf von Aktien oder Anleihen über die Börse ihre Beteiligungsquote aufrecht zu erhalten, und die Umtausch- oder Optionsrechte für maximal 10 Prozent des Grundkapitals ausgegeben werden. Zur Ermittlung des Marktwertes ist die Bestätigung einer deutschen Großbank, einer hierzu autorisierten Börse oder ein Gutachten einer anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einzuholen.
Bericht des Vorstandes der SolarWorld AG an die Hauptversammlung gem. §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 4 Satz 2 AktG zu Tagesordnungspunkt 11 der Hauptversammlung der SolarWorld AG
Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.05.2005 ermächtigt worden, bis zum 24.05.2010 ein oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu Euro 400 Mio. sowie zur Schaffung eines dazugehörigen bedingten Kapitals von bis zu Euro 3.175.000,00 zu begeben. Diese Ermächtigung soll an die bestehende Eigenkapital- und Kapitalmarktsituation angepasst und bis zum 23. Mai 2011 erstreckt werden. Der Hauptversammlung wird deshalb die Schaffung einer neuen Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsanleihen unter gleichzeitiger Aufhebung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 25.05.2005 vorgeschlagen.
Die vorgeschlagene Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelanleihen im Gesamtnennbetrag von nunmehr bis zu Euro 1 Mrd. sowie zur Schaffung des dazugehörigen bedingten Kapitals von nunmehr bis zu Euro 6.982.500,00 soll die unten noch näher erläuterten Möglichkeiten der SolarWorld AG zur Finanzierung ihrer Aktivitäten erweitern und dem Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates insbesondere bei Eintritt günstiger Kapitalmarktbedingungen den Weg zu einer im Interesse der Gesellschaft liegenden flexiblen und zeitnahen Finanzierung eröffnen.
Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die Options- bzw. Wandelanleihen zu (§ 221 Abs. 4 in Verbindung mit § 186 Abs. 1 AktG). Um die Abwicklung zu erleichtern, soll von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, die Options- und/oder Wandelanleihen an ein Kreditinstitut oder ein Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung auszugeben, den Aktionären die Anleihen entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht im Sinne von § 186 Abs. 5 AktG). Der Ausschluss des Bezugsrechts für Spitzenbeträge ermöglicht die Ausnutzung der erbetenen Ermächtigung durch runde Beträge. Dies erleichtert die Abwicklung des Bezugsrechts der Aktionäre. Der Ausschluss des Bezugsrechts zugunsten der Inhaber von bereits ausgegebenen Wandelanleihen und Optionsrechten hat den Vorteil, dass der Wandlungs- bzw. Optionspreis für die bereits ausgegebenen Wandlungs- bzw. Optionsrechte nicht ermäßigt zu werden braucht und dadurch insgesamt ein höherer Mittelzufluss ermöglicht wird. Beide Fälle des Bezugsrechtsausschlusses liegen daher im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre. Der Ausgabebetrag für die neuen Aktien muss mit Ausnahme einer Wandlungspflicht jeweils mindestens 80 Prozent des zeitnah zur Ausgabe der Wandel- und/oder Optionsanleihen ermittelten Börsenkurses entsprechen. Durch die Möglichkeit eines Zuschlags (der sich nach der Laufzeit der Options- bzw. Wandelanleihe erhöhen kann) wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Bedingungen der Wandel- bzw. Optionsanleihen den jeweiligen Kapitalmarktverhältnissen im Zeitpunkt ihrer Ausgabe Rechnung tragen können.
Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre vollständig auszuschließen, wenn die Ausgabe der Options- und/oder Wandelanleihen zu einem Kurs erfolgt, der den Marktwert dieser Anleihen nicht wesentlich unterschreitet. Hierdurch erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Marktsituationen sehr kurzfristig und schnell zu nutzen und durch eine marktnahe Festsetzung der Konditionen bessere Bedingungen bei der Festlegung von Zinssatz, Options- bzw. Wandlungspreis und Ausgabepreis der Options- bzw. Wandelanleihen zu erreichen. Eine marktnahe Konditionenfestsetzung und reibungslose Platzierung wäre bei Wahrung des Bezugsrechtes nicht möglich. Zwar gestattet § 186 Abs. 2 AktG eine Veröffentlichung des Bezugspreises (und damit bei Wandel- bzw. Optionsanleihen der Konditionen dieser Anleihe) bis zum drittletzten Tag der Bezugsfrist. Angesichts der häufig zu beobachtenden Volatilität an den Aktienmärkten besteht aber auch dann ein Marktrisiko über mehrere Tage, welches zu Sicherheitsabschlägen bei der Festlegung der Anleihekonditionen und so zu nicht marktnahen Konditionen führt. Auch ist bei Bestand eines Bezugsrechts wegen der Ungewissheit dessen Ausübung (Bezugsverhalten) die erfolgreiche Platzierung bei Dritten gefährdet bzw. mit zusätzlichen Aufwendungen verbunden. Schließlich kann bei Einräumung eines Bezugsrechts die Gesellschaft wegen der Länge der Bezugsfrist nicht kurzfristig auf günstige bzw. ungünstige Marktverhältnisse reagieren, sondern ist rückläufigen Aktienkursen während der Bezugsfrist ausgesetzt, die zu einer für die Gesellschaft ungünstigen Eigenkapitalbeschaffung führen können.
Für diesen Fall eines vollständigen Ausschlusses des Bezugsrechts gilt gem. § 221 Abs. 4 Satz 2 AktG die Bestimmung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG sinngemäß. Die dort geregelte Grenze für Bezugsrechtsausschlüsse von 10 Prozent des Grundkapitals ist nach dem Beschlussinhalt einzuhalten. Aus § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ergibt sich ferner, dass der Ausgabepreis den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreiten darf. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass eine nennenswerte wirtschaftliche Verwässerung des Wertes der Aktien nicht eintritt. Ob ein solcher Verwässerungseffekt bei der bezugsrechtsfreien Ausgabe von Wandel- bzw. Optionsanleihen eintritt, kann ermittelt werden, indem der hypothetische Börsenpreis der Wandel- bzw. Optionsanleihen nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden errechnet und mit dem Ausgabepreis verglichen wird. Liegt nach pflichtgemäßer Prüfung dieser Ausgabepreis nur unwesentlich unter dem hypothetischen Börsenpreis zum Zeitpunkt der Begebung der Wandel- oder Optionsanleihen, ist nach dem Sinn und Zweck der Regelung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ein Bezugsrechtsausschluss wegen des nur unwesentlichen Abschlags zulässig. Der Beschluss sieht deshalb vor, dass der Vorstand vor Ausgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihen nach pflichtgemäßer Prüfung zu der Auffassung gelangen muss, dass der vorgesehene Ausgabepreis zu keiner nennenswerten Verwässerung des Wertes der Aktien führt. Damit würde der rechnerische Marktwert eines Bezugsrechts auf beinahe Null sinken, sodass den Aktionären durch den Bezugsrechtsausschluss kein nennenswerter wirtschaftlicher Nachteil entstehen kann. Soweit es der Vorstand in der jeweiligen Situation für angemessen hält, sachkundigen Rat einzuholen, kann er sich der Unterstützung durch Experten bedienen. So können die die Emission begleitenden Konsortialbanken dem Vorstand in geeigneter Form versichern, dass eine nennenswerte Verwässerung des Wertes der Aktien nicht zu erwarten ist. Auch durch eine unabhängige Investmentbank oder einen Sachverständigen kann dies bestätigt werden. Unabhängig von dieser Prüfung durch den Vorstand ist eine marktgerechte Konditionenfestsetzung und damit die Vermeidung einer nennenswerten Wertverwässerung im Falle der Durchführung eines Bookbuilding-Verfahrens gewährleistet. Bei diesem Verfahren werden die Options- bzw. Wandelanleihen zwar zu einem festen Ausgabepreis angeboten; jedoch werden einzelne Bedingungen der Options- bzw. Wandelanleihen (z.B. Zinssatz und Wandlungs- bzw. Optionspreis) auf der Grundlage der von Investoren abgegebenen Kaufanträge festgelegt und so der Gesamtwert der Anleihe marktnah bestimmt. All dies stellt sicher, dass eine nennenswerte Verwässerung des Wertes der Aktien durch den Bezugsrechtsausschluss nicht eintritt.
Außerdem haben die Aktionäre die Möglichkeit, ihren Anteil am Grundkapital der Gesellschaft auch nach Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten jederzeit durch Zukäufe von Aktien über die Börse aufrecht zu erhalten. Dem gegenüber ermöglicht die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss der Gesellschaft marktnahe Konditionenfestsetzung, größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der Platzierbarkeit bei Dritten und die kurzfristige Ausnutzung günstiger Marktsituationen.
c) Wandlungsrecht
Im Falle der Ausgabe von Wandelanleihen erhalten die Inhaber das unentziehbare Recht, ihre Schuldverschreibungen gemäß den vom Vorstand festgelegten Wandelanleihebedingungen in auf den Inhaber oder Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft zu wandeln. Das Wandlungsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrages oder des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrages einer Teilschuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine Aktie der Gesellschaft und kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung und die Zusammenlegung oder ein Ausgleich für nicht wandlungsfähige Spitzen festgesetzt werden. Die Anleihebedingungen können ein variables Wandlungsverhältnis und eine Bestimmung des Wandlungspreises (vorbehaltlich des nachfolgend bestimmten Mindestpreises) innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite in Abhängigkeit von der Entwicklung des Kurses der Aktie der SolarWorld AG während der Laufzeit der Anleihe vorsehen.

d) Optionsrecht
Im Falle der Ausgabe von Optionsanleihen werden jeder Teilschuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von auf den Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien der SolarWorld AG berechtigen. Für auf Euro lautende, durch die SolarWorld AG begebene Optionsanleihen können die Optionsbedingungen vorsehen, dass der Optionspreis auch durch Übertragung von Teilschuldverschreibungen und gegebenenfalls durch eine bare Zuzahlung erfüllt werden kann. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die je Teilschuldverschreibung zu beziehenden Aktien entfällt, darf den Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen nicht übersteigen. Soweit sich Bruchteile von Aktien ergeben, kann vorgesehen werden, dass diese Bruchteile nach Maßgabe der Options- bzw. Anleihebedingungen, gegebenenfalls gegen Zuzahlung, zum Bezug ganzer Aktien aufaddiert werden können.

e) Wandlungs-/Optionspreis
Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie muss entweder mindestens 80 Prozent des durchschnittlichen Schlusskurses der Aktie der SolarWorld AG im Xetra-Handel (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den zehn Börsenhandelstagen vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Ausgabe der Wandel- oder Optionsanleihen betragen oder mindestens 80 Prozent des durchschnittlichen Schlusskurses der SolarWorld-Aktie im Xetra-Handel (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Wertpapierbörse Frankfurt gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.

Unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG können die Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen Verwässerungsschutzklauseln für den Fall vorsehen, dass die Gesellschaft während der Wandlungs- oder Optionsfrist unter Einräumung eines Bezugsrechts an ihre Aktionäre das Grundkapital erhöht oder weitere Wandel- oder Optionsanleihen begibt bzw. sonstige Optionsrechte gewährt oder garantiert und den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten kein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt wird, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. der Erfüllung einer Wandlungspflicht zustünde. Die Bedingungen können auch für andere Maßnahmen der Gesellschaft, die zu einer Verwässerung des Werts der Wandlungs- bzw. Optionsrechte führen können, eine wertwahrende Anpassung des Wandlungs- bzw. Optionspreises vorsehen. In jedem Fall darf der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.

f) Ermächtigung zur Festlegung der weiteren Anleihebedingungen

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsanleihen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit und Stückelung, Verwässerungsschutzbestimmungen, Wandlungs- bzw. Optionspreis und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen.

Die Anleihebedingungen können das Recht der Gesellschaft vorsehen, im Falle der Wandlung bzw. Optionsausübung nicht neue Aktien zu gewähren, sondern einen Geldbetrag zu zahlen, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der SolarWorld AG im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse oder in einem entsprechenden Nachfolgesystem während der zehn Börsentage vor oder nach Erklärung der Wandlung bzw. der Optionsausübung entspricht. Die Anleihebedingungen können auch vorsehen, dass die Wandel- bzw. Optionsanleihe nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft oder einer börsennotierten anderen Gesellschaft gewandelt werden können bzw. das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.

Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht bzw. Optionspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem anderen Zeitpunkt) oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der Wandelschuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Anleihegläubigern ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft oder einer börsennotierten anderen Gesellschaft zu gewähren. In diesem Fall kann der Options- bzw. Wandlungspreis nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen dem Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft in der Xetra-Schlussauktion an der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Referenzpreis in einem Nachfolgesystem) während der zehn Börsentage vor oder nach dem Tag der Endfälligkeit entsprechen, auch wenn dieser Durchschnittskurs unterhalb des oben genannten Mindest-Durchschnittskurses (80 bzw. 100 Prozent) liegt. Der anteilige Betrag des Grundkapitals der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Wandelschuldverschreibungen nicht übersteigen.

(3) Bedingtes Kapital
Das Grundkapital wird um bis zu Euro 6.982.500,00 durch Ausgabe von bis zu 6.982.500 neuen, auf den Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Die Erhöhung des Grundkapitals vervierfacht sich auf bis zu Euro 27.930.000,00 und bis zu 27.930.000 Aktien, wenn das eingetragene Grundkapital von derzeit Euro 13.965.000,00 im Wege der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalrücklage per 31.12.2005) auf Euro 55.860.000,00 vervierfacht worden ist. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandlungsbedingungen an die Inhaber von Wandelanleihen bzw. von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen, die gemäß vorstehender Ermächtigung ausgegeben werden.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Wandlungs- oder Optionsrechten aus ausgegebenen Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

(4) Satzungsänderung
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft wie folgt neu zu fassen: "Das Grundkapital ist um bis zu Euro 6.982.500,00 durch Ausgabe von bis zu 6.982.500 neuen, auf den Inhaber oder Namen lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Das bedingte Kapital erhöht sich im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital (§ 218 AktG). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die die SolarWorld AG aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Mai 2006 ausgegeben hat, ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen und dabei auch im Einzelfall über den Bezugsrechtsausschluss zu entscheiden. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung jeweils entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital zu ändern."


Teilnahmebedingungen:
Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) am 1. November 2005 haben sich die Voraussetzungen für die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und die Ausübung des Stimmrechts geändert. Bis zur Anpassung der Satzung der Gesellschaft an das UMAG gelten neben den neuen Gesetzesbestimmungen die bisherigen Satzungsregelungen nach näherer Maßgabe des UMAG fort. Für die Aktionäre unserer Gesellschaft bestehen daher nebeneinander die beiden nachfolgend genannten Möglichkeiten, die Voraussetzungen für die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts herbeizuführen. Für die Teilnahmeberechtigung ist es ausreichend, die Voraussetzung von nur einer der beiden nachfolgenden Alternativen zu erfüllen.

1. Teilnahmeberechtigung durch Hinterlegung
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die ihre Aktien bis zum Beginn des 21. Tages vor der Hauptversammlung (03. Mai 2006, 0.00 Uhr) bei der Gesellschaft (Abteilung Investor Relations), einem deutschen Notar, einer Wertpapiersammelbank oder bei der Deutsche Bank AG (Hinterlegungsstelle) während der Geschäftsstunden hinterlegt haben und bis zur Beendigung der Hauptversammlung dort belassen.

Eine ordnungsgemäße Hinterlegung liegt auch dann vor, wenn die Aktien mit Zustimmung der Hinterlegungsstelle für diese zum vorgenannten Zeitpunkt bei einem anderen Kreditinstitut hinterlegt werden. Werden die Aktien bei einem deutschen Notar oder einer Wertpapiersammelbank hinterlegt, so ist die von diesen auszustellende Bescheinigung über die Hinterlegung spätestens bis zum Ablauf des 18. Mai 2006 (24.00 Uhr) bei der Gesellschaft einzureichen. Gegen Hinterlegung der Aktien werden Eintrittskarten für die Hauptversammlung ausgestellt.

2. Teilnahmeberechtigung durch Nachweis des Anteilsbesitzes
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind ferner diejenigen Aktionäre berechtigt, die der Gesellschaft unter der nachfolgend genannten Adresse einen von ihrer Depotbank in Textform erstellten besonderen Nachweis ihres Anteilsbesitzes übermitteln:

SolarWorld AG
c/o Deutsche Bank AG
General Meetings
60272 Frankfurt

Der Nachweis des Anteilsbesitzes muss sich auf den Beginn des 03. Mai 2006 (0.00 Uhr) beziehen und der Gesellschaft spätestens bis zum Ablauf des 17. Mai 2006 (24.00 Uhr) zugehen. Nach Eingang des Nachweises ihres Anteilsbesitzes bei der Gesellschaft werden den Aktionären Eintrittskarten für die Hauptversammlung übersandt. Um den rechtzeitigen Erhalt der Eintrittskarten sicherzustellen, bitten wir die Aktionäre, frühzeitig für die Übersendung des Nachweises ihres Anteilsbesitzes an die Gesellschaft Sorge zu tragen.


Stimmrechtsvertretung:
Die Aktionäre, die nicht selbst an der Hauptversammlung teilnehmen wollen oder können, können ihr Stimmrecht unter entsprechender Vollmachtserteilung durch einen Bevollmächtigten, auch durch ein Kreditinstitut und eine Vereinigung von Aktionären ausüben lassen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft ihren Aktionären die Stimmrechtsvertretung durch einen von der Gesellschaft benannten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter an. Die Aktionäre, die diese Möglichkeit der Stimmrechtsvertretung nutzen möchten, benötigen eine Eintrittkarte zur Hauptversammlung, die möglichst frühzeitig bei der Depotbank bestellt werden sollte.

Die vom Vorstand der SolarWorld AG bestellte Vertreterin, die bei entsprechender Vollmachtserklärung für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre sorgt, ist am Sitz der Gesellschaft unter der Tel. Nr. 0228-55920-474 und während der Hauptversammlung erreichbar. Vollmachten an die Stimmrechtsvertreterin der Gesellschaft können schriftlich mit einer entsprechenden Weisung an die Adresse der Gesellschaft (SolarWorld AG, Kurt-Schumacher-Straße 12-14, 53113 Bonn) bis zum 22. Mai 2006 - bei der Gesellschaft eingehend (Posteingang) - erteilt werden.

Am Tage der Hauptversammlung können Vollmachtserklärungen an die bestellte Vertreterin, oder an einen von ihr bestellten Vertreter, noch vor Ort und persönlich ausgestellt werden.

Anträge und Wahlvorschläge von Aktionären gem. §§ 126 und 127 AktG
Gegenanträge und Wahlvorschläge zu einem bestimmten Punkt der Tagesordnung sind ausschließlich an die nachstehende Adresse zu richten. Anderweitig adressierte Gegenanträge und Wahlvorschläge werden nicht berücksichtigt:

SolarWorld AG
Abteilung Investor Relations/Hauptversammlung
Kurt-Schumacher-Straße 12-14
53113 Bonn

Fristgerecht bis zum 09. Mai 2006 unter der Adresse der Gesellschaft eingegangene Gegenanträge und Wahlvorschläge werden den anderen Aktionären im Internet unter www.solarworld.de/ir/hv2006 zugänglich gemacht. Eventuelle Stellungnahmen der Verwaltung werden nach dem 09. Mai 2006 ebenfalls unter der genannten Internetadresse veröffentlicht.


Bonn, im März 2006
SolarWorld AG
Der Vorstand

Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck
Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Kfm. tech. Philipp Koecke
Vorstand Finanzen

Dipl.-Ing. Boris Klebensberger
Vorstand Operatives Geschäft

Dipl.-Wirtschaftsing. Frank Henn
Vorstand Vertrieb
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