27.05.03

27.5.2003: 29 Millionen Euro Verlust im ersten Halbjahr — Nordex will hart gegensteuern

Die Norderstedter Nordex AG meldet schwache Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Nach Angaben des Windanlagenbauers beläuft sich der Halbjahresverlust vor Steuern und Zinsen auf 28,8 Mio. Euro (Vorjahresergebnis 4,7 Mio. Euro). Die Gesamtleistung verringerte sich um rund 14 Prozent auf 164 Mio. Euro (Vorjahr 190 Mio. Euro). Besonders im zweiten Quartal von Januar bis März habe man einen starken Einbruch auf rund 56 Mio. Euro hinnehmen müssen, hieß es (Vorjahr 94 Mio. Euro).

Als Grund für die schlechten Zahlen führt Nordex die rückläufige Nachfrage für Windenergieanlagen an. Außerdem sei die Kostenstruktur auf die Realisierung von mehr als 520 Mio. Euro Gesamtleistung ausgerichtet gewesen und man habe den Bau einzelner Windparks wegen ungeplant hoher Materialkosten mit Verlust abgeschlossen. Aus Rückstellungen für Risiken aus Altprojekten sowie Aufwendungen für die Restrukturierung der Gesellschaft sein überdies ein außerordentlicher Aufwand von rund 37 Mio. Euro angefallen, so Nordex. Hintergrund sei ein Restrukturierungsprogramms, dass der neu zusammengesetzte Vorstand gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger eingeleitet habe.

Man habe erste Erfolge bei der Kostensenkung erzielt, hieß es weiter. So seien die Sonstigen Betrieblichen Aufwendungen um 12 Prozent gesunken, der Personalaufwand habe sich um 2,8 Prozent reduziert. Insgesamt habe Nordex 130 Stellen eingespart.

Im laufende Geschäftsjahr rechnet der Windturbinenbauer mit einem operativen Verlust in Höhe von 40 bis 45 Mio. Euro. Der Umsatz soll 300 bis 350 Mio. Euro erreichen. Der Auftragseingang liegt mit 68 Mio. Euro laut der Meldung mehr als 60 Prozent unter dem Vorjahreswert (180 Mio. Euro). Auf die Rückkehr in die Gewinnzone hoffen die Norderstedter für 2004/05.

Die Aktie der Nordex AG ist in zahlreichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds enthalten.

Nordex AG: ISIN DE0005873574 / WKN 587357
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