27.05.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

27.5.2003: ABB muss weiter auf Asbest-Vergleich warten - Bald Kapitalerhöhung?

Frühestens Ende Juni kann der schweizerisch-schwedischen Technologiekonzern ABB mit Tausenden von Klägern in den USA einen Asbestvergleichs abschließen. Einem Bericht von Reuters zufolge ist dafür der Beschluss der zuständigen Konkursrichterin Judith Fitzgerald verantwortlich, die von den Parteien eingereichten Unterlagen als zu umfassend abzulehnen. Damit werde für ABB die Zeit knapp. Vor dem Richter-Beschluss habe ABB-Konzernchef Jürgen Dormann erklärt, das Schicksal des Konzerns entscheide sich in den nächsten Wochen. "Alles hängt nun davon ab, dass wir im Asbestverfahren den Bescheid erhalten, den wir erwarten, sonst wird es wie ein Krebsgeschwür, das alles auffrisst," so Dormann.

Die abermalige Verzögerung könnte laut Reuters den Verkauf der Division Öl, Gas und Petrochemie (OGP) erschweren. Die Einnahmen daraus würden benötigt, um die hohe Verschuldung abzubauen. Nun erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit einer Kapitalerhöhung. Die ABB-Aktionäre hatten kürzlich eine mögliche Kapitalerhöhung genehmigt. Allerdings hatte ein ABB-Sprecher erklärt, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Asbest-Problem und einer möglichen Kapitalerhöhung gebe. Außerdem werde eine Verzögerung des Asbestvergleichs um einige Wochen keine Auswirkungen auf die Veräußerung von OGP haben.

ABB Ltd.: ISIN CH0012221716 / WKN 919730
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