27.07.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

27.7.2005: B?rsenneuling mit komplizierter Vorgeschichte - Aktie der Solar Millennium AG ab heute im b?rslichen Handel

Heute geht die Solar Millennium AG, ein Projektierer solarthermischer Gro?kraftwerke mit Sitz in Erlangen, in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierb?rse. Das gab die Deutsche B?rse AG bekannt. Skontrof?hrer ist den Angaben zufolge die ICF Intermedi?r Center Frankfurt Kursmakler AG. Daneben ist Solar Millenium ab heute auch an der B?rse in M?nchen gelistet, begleitet durch die VEM Aktienbank AG. Dort nutzt sie das neue M?nchner Handelssegment M:access. Ihre Aktien werden au?erdem ?ber das elektronische Handelssystem Xetra in den Handel einbezogen. Die Solar Millennium AG verf?gt laut eigenen Angaben derzeit ?ber ein Grundkapital von 9,915 495 Millionen Euro und eine ebenso gro?e Anzahl an Aktien. Die Einbeziehung in den Handel finde ohne parallele Kapitalerh?hung statt. Bislang konnten die Aktien von Solar Millennium nur au?erb?rslich ?ber das Ettlinger Wertpapierhandelshaus Valora AG erworben werden. Vorl?ufer der heutigen Aktiengesellschaft waren zwei Fonds und die Solar Century Management GmbH. Aus der GmbH wurde die AG, die wiederum im Sommer 2001 mit den Fonds verschmolzen wurde. Die Kommanditisten der beiden Fonds erhielten im Tausch für ihre Fondsanteile Aktien der Gesellschaft. Seit Juni 2005 ist die Erlanger Balance AG Steuerberatungsgesellschaft mit einem Anteil von ?ber 25 Prozent Gro?aktion?r der Solar Millennium AG. Insgesamt sind laut dem Unternehmen 54,7% der Aktien im Streubesitz bei etwa 1.750 Privatinvestoren und 45,3% der Aktien direkt oder indirekt in den H?nden der Organmitglieder.

Das Unternehmen hatte im Gesch?ftsjahr 2003/04 Umsatzerl?se im Volumen von 3,1 Millionen Euro erzielt und insgesamt 490.750 Euro Gewinn. Wichtigstes Projekt der Solar Millennium ist die Errichtung von zwei solarthermischen Kraftwerken mit jeweils 50 Megawatt Leistung im s?dlichen Spanien. Sie sollen nach Angaben der Gesellschaft jeweils pro Jahr 172 Gigawattstunden Solarstrom produzieren und ab Ende 2007 ins spanische Netz einspeisen. Wie die Solar Millenium meldete, wurden jeweils 70 Prozent der Anteile an den Kraftwerken an die spanische ACS/Cobra-Gruppe ver?u?ert. Bei diesen Anlagen handelt es sich um das erste Solarthermieprojekt, das in Europa durchgef?hrt wird. Unternehmen der Hochtemperatur-Solarthermie wie die Solar Millenium AG werben unter anderem mit dem Potential dieser Technologie. So ist sie im Verh?ltnis zur Stromausbeute deutlich billiger als die Fotovoltaik. Sie l?sst sich in gro?en Kraftwerken nutzten und k?nnte laut einer Studie von Greenpeace und dem europ?ischen Solarthermie-Industrieverband ESTIA im Jahr 2040 weltweit mehr Strom erzeugen als heute die Atomkraft oder die Wasserkraft. Und sie kann sich lohnen: Die vor 20 Jahren in Kalifornien errichteten Parabolrinnen-Kraftwerke haben bislang 1,6 Milliarden Dollar eingebracht.

Dem stehen allerdings hohe Entwicklungskosten gegen?ber. Wie Vorstand Gladen gegen?ber ECOreporter.de erl?uterte, hat die Solar Millenium AG rund 20 Millionen Euro ben?tigt, um die Technologie für die beiden Anlagen in Spanien zur Marktreife zu bringen und die Projekte zu entwickeln. Weil das Unternehmen seit Jahren zwar Mittel von Anlegern erhalten hat, aber bislang kein Projekt abgeschlossen wurde, stuft mancher Emissionen der Solar Millenium AG als riskantes Investment ein. Gegen?ber ECOreporter.de verwies Gladen darauf, dass die Umsetzung der Solarthermieprojekte nicht nur mit einem hohen Aufwand verbunden sei, sondern auch viele administrative H?rden ?berwinden musste.

Solar Millennium AG: WKN 721840 / ISIN DE0007218406

Bildhinweis: Solarthermisches Kraftwerksprojekt in Kalifornien/ Quelle: Solar Millennium AG
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