27.07.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

27.7.2005: Wird umstrittenes Shell-Projekt zum Milliarden-Grab?

Das unter Federf?hrung der britisch-niederl?ndischen Shell angelaufene Projekt der "Investment Company Sakhalin Energy" wird voraussichtlich doppelt so hohe Unkosten verursachen als bisher angenommen. Das hat der Konzern k?rzlich zugeben m?ssen. Demnach k?nnten die Kosten für die Bohrungen nach ?l und Erdgas im Ochotskischen Meer vor der russischen Insel Sachalin auf 20 Milliarden US-Dollar steigen. Laut US-Medienberichten nahmen Naturschutzorganisationen wie das Rainforest Action Network dies zum Anlass, ihre Kritik an dem Projekt zu erneuern. Erst im Fr?hjahr hatte Shell dem Druck unter anderem des WWF (World Wide Fund For Nature) nachgegeben und angek?ndigt, die Route einer umstrittene Pipeline im Ochotskischen Meer zu verlegen. Laut dem WWF h?tte sie den Fortbestand der letzten hundert Westpazifischen Grauwale gef?hrdet (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 1. April).

Dar?ber hinaus warnte der WWF vor einer ?lkatastrophe in dem vom Shell-Projekt betroffenen Gebiet. Die Region sei aber stark Erdbeben gef?hrdet, die bestehenden und geplanten Bohrinseln und Pipelines seien nicht hinreichend auf ihre Erdbebensicherheit getestet worden. "Hier ticken t?dliche Zeitbomben. Mit dieser Fahrl?ssigkeit wird eine m?gliche Katastrophe für Mensch und Natur billigend in Kauf genommen", kritisiert Volker Homes, Wal-Experte des WWF Deutschland. Die Europ?ische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung hatte aufgrund der anhaltenden Proteste Anfang Juni das Verfahren für eine Kreditvergabe für das Sakhalin-Projekt gestoppt (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 28. Juni). Laut einem US-Portal setzen nun etliche Nicht-Regierungsorganisationen weitere Finanzinstitute unter Druck, die als Kreditgeber für die nun für das Shell-Projekt zus?tzlich ben?tigten Milliarden in Frage kommen.

Die Shell-Aktie ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds enthalten.

Royal Dutch/Shell: ISIN NL0000009470 / WKN 907505

Bildhinweis: Logo und Bohrinsel von Shell / Quelle: Unternehmen
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