27.08.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

27.8.2007: Wochenrückblick: Nordex AG glänzt mit guten Zahlen. Presse: Übernahme noch in 2007 – Gewinnsprung bei Solon AG für Solartechnik – Petrotec AG verbucht Halbjahresverlust – M.A.X. Automation AG will Tochter an die Börse bring

In der vergangenen Börsenwoche hat sich der DAX mit plus 0,75 Prozent und 7270,07 Punkten wieder ein wenig erholt. Noch kräftiger kletterte der Dow-Jones-Index, der im Wochenverlauf um 2,91 Prozent auf 13.235,88 Punkte zulegte. Der japanische Nikkei-Index verbesserte sich um 1,04 Prozent und schloss mit 16.316,32 Punkte. Auf Sicht von einem Monat liegen allerdings alle drei Leitindices im Minus: der DAX mit 4,75 Prozent; der Dow mit minus 4,44 Prozent und der Nikkei mit minus 9,17 Prozent. Erdöl wurde mit 69,58 US-Dollar pro Barrel etwas billiger verkauft als in der Vorwoche (70,11 Dollar; minus 0,75 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) kostete mit 7.379,25 Dollar pro Tonne 3,10 Prozent mehr als in der Vorwoche (7.150,00 Dollar). Ein Euro kostete 1,3641 Dollar, 0,015 Euro mehr als zum Ende der Vorwoche.

Die dänische Windanlagenbauerin Vestas Wind Systems A/S hat im zweiten Quartal 2007 mit 1,067 Milliarden Euro rund 19 Prozent mehr Umsatz gemacht als im gleichen Zeitraum 2006. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg um 221 Prozent auf 90 Millionen Euro. Die ausgelieferte Windkraftkapazität legte um acht Prozent auf 1,090 Megawatt (MW) zu. Die EBIT-Marge wuchs von 3,1 auf 8,4 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Vestas 4,5 Milliarden Euro Umsatz (plus 17 Prozent) und eine EBIT-Marge von 7,0 bis 9,0 Prozent. 2008 soll die EBIT-Marge auf 10,0 bis 12,0 Prozent klettern.

Die Hamburger Nordex AG hat im ersten Halbjahr 323 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das EBIT verdoppelte sich von 7,6 auf 15,3 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss stieg auf 13,6 Millionen Euro (plus 268 Prozent). Die Umsatzrendite verbesserte sich von 3,0 auf 4,7 Prozent. Im Gesamtjahr will Nordex 760 bis 770 Millionen Euro Umsatz machen (2006: 514 Millionen Euro). Die EBIT-Marge solle sich auf rund sechs Prozent verdoppeln.
Nordex soll noch in diesem Jahr verkauft werden. Laut einem Bericht der Frankfurter Zeitung liegen drei attraktive Angebote vor. Zu den Kaufkandidaten zählten strategische Investoren und Finanzinvestoren.

Wechselrichter im Gegenwert von 3,6 Millionen Dollar soll die Xantrex Technology Inc. an eine Tochtergesellschaft der kalifornischen Produzentin von Solarzellen, Solarmodulen und Solarsystemen SunPower Corporation liefern. Wie Xantrex aus Vancouver, British Columbia, mitteilte, umfasst der Auftrag Wechselrichter der neuesten Generation mit einer Leistung von je 250 Kilowatt.
SunPower will eigenen Angaben zufolge 2008 Solarzellen mit einer Gesamtleistung von mindestens 250 MW herstellen. Für diese Produktionsmenge sei die Versorgung mit Silizium gesichert, meldete das Unternehmen.

Die australische Dyesol Limited will die Produktionskapazität bis zum zweiten Quartal 2008 verzehnfachen. Das Unternehmen aus Canberra stellt Materialien für Farbstoffsolarzellen her. Der Ausbau soll durch Einnahmen in Höhe von 22,5 Millionen Dollar aus einer Privatplatzierung finanziert werden. Dyesol plant ferner den Erwerb einer Tochtergesellschaft in der Schweiz und die Gründung einer Tochter in Großbritannien.

Von 13,3 auf 60,8 Millionen US-Dollar steigerte die Solarfun Power Holdings Co. Ltd den Umsatz im zweiten Quartal 2007. Der Bruttogewinn der Produzentin von Solarzellen und Solarmodulen aus Shanghai betrug 70 Millionen US-Dollar (Vorjahreszeitraum: 31,1 Millionen US-Dollar). Der Nettogewinn lag bei 2,5 Millionen Dollar (2006: 2,0 Millionen). Im Gesamtjahr erwartet Solarfun Umsätze zwischen 250 und 270 Millionen Dollar, die Produktionskapazität soll auf 240 MW steigen.

Die Solon AG für Solartechnik hat im ersten Halbjahr 193,7 Millionen Euro Umsatz gemacht (plus 37 Prozent). Das EBIT legte um 67 Prozent auf 15,7 Millionen Euro zu. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein Wachstum von deutlich über 30 Prozent bei Umsatz und Konzernergebnis. Die Jahresproduktion werde von 84 Megawatt im Vorjahr auf rund 110 MW steigen. Die Produktionskapazität soll von derzeit 130 MW auf 210 MW klettern.

Die Phoenix Solar Gruppe wird zusammen mit der KG Allgemeine Leasing GmbH & Co. (KGAL) ein Photovoltaikprojekt in Athen über 25 MW realisieren. Wie das Unternehmen aus Sulzemoos mitteilte, wurde ein entsprechender Vertrag mit einem ortsansässigen Projektentwickler geschlossen.

Die Solar Millennium AG und die Inner Mongolia Mongolia Lvneng New Energy Co. Ltd. mit Sitz in Hohhot in der Volksrepublik China haben ein Joint Venture (JV) gegründet. Die Partner halten den Angaben zufolge je 50 Prozent an der „Inner Mongolia STP Development Co“. Das JV soll das erste chinesische Parabolrinnen-Kraftwerk mit 50 MW Leistung entwickeln und realisieren, hieß es.

Die indisch-amerikanische Solar Semiconductor hat einen mehrjährigen Lieferauftrag für Solarzellen mit der Q-Cells AG geschlossen. Q-Cells-Pressesprecher Stefan Dietrich, erklärte gegenüber ECOreporter.de, das Gesamtvolumen von rund 170 Millionen Dollar sei in den Prognosen für Umsatz und Gewinn von Q-Cells eingerechnet.

Für 583 Millionen Schweizer Franken (353 Millionen Euro) hat die US-amerikanische Applied Materials Inc. die Schweizer HCT Shaping Systems SA (HCT) übernommen. HCT ist laut Applied Materials der weltweit führende Anbieter für Präzisionsscheidesysteme für Wafer. Die Technologie von HCT ermögliche eine deutliche Reduzierung der Waferdicke und damit Kosteneinsparungen.

Gute Zahlen für das erste Halbjahr 2007 meldete die chinesische Trina Solar Ltd. Der Umsatz des Solarunternehmens wuchs um 171,7 Prozent auf 117,9 Millionen Dollar, das EBIT verbesserte sich um 94,4 Prozent auf 12,6 Millionen Dollar. Der Nettogewinn fiel mit 12,0 Millionen Dollar rund dreimal so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum.

Die AGO AG Energie + Anlagen hat im ersten Halbjahr 21,14 Millionen Euro Umsatz und ein EBIT von 0,52 Millionen Euro erzielt. Der Jahresüberschuss betrug 0,09 Millionen Euro. Die Aktien des Unternehmens werden erst seit Juni an der Börse notiert.

Um rund 48 Prozent auf 92,4 Millionen Euro sprang der Umsatz der Biopetrol Industries AG im ersten Halbjahr. Laut dem Unternehmen aus Düsseldorf stieg das EBIT um fast 57 Prozent auf 3,1 Millionen Euro. In 2008 sollten 60 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielt werden, teilte Biopetrol mit.

Die BKN Biokraftstoff Nord will 1,27 Millionen neue Aktien zu einem Preis zwischen elf und 13 Euro ausgeben. Der erwartete Bruttoemissionserlös von mindestens 13,97 Millionen Euro soll zum Ausbau des Geschäftsbereichs Biogas und zur Vorfinanzierung weiterer Aufträge dienen. Künftig sei auch der eigene Betrieb von Biogasanlagen vorgesehen, meldete das Unternehmen.

Die Petrotec AG hat im ersten Halbjahr ihren Umsatz um 17,5 Prozent auf 31,8 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT beläuft sich auf minus 5,0 Millionen Euro. Die Biodieselproduzentin aus Borken senkte ihre Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von 70 auf 65 bis 68 Millionen Euro.


Die Bank Sarasin, Basel, hat im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn von 111 Millionen Schweizer Franken verbucht, 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Netto-Neugeld-Zufluss betrug 6,0 Milliarden Schweizer Franken, 4,1 Milliarden davon aus dem Sektor Privatkunden. Betreute Kundenvermögen stiegen um 15 Prozent auf 84,4 Milliarden Schweizer Franken.

Die zur General-Electric-Gruppe gehörende GE Energy Financial Services will offenbar mit dem Hedgefonds Harbinger Capital Partners einen Mehrheitsanteil an der Calpine Corp. erwerben. Medienberichten zufolge haben die Unternehmen zusammen mit einem nicht genannten dritten Partner ein Angebot an Calpine übermittelt.

Ein Konsortium aus der Medco Energi Internasional Tbk, der Itochu Corporation und der Ormat International Inc. plant die Realisierung des Sarulla-Geothermie-Projekts in Tapanuli Utara in Nord-Sumatra. Laut dem US-Geothermieunternehmen Ormat soll das Vorhaben in den nächsten fünf Jahren fertig gestellt werden. Die Gesamtprojektkosten beliefen sich voraussichtlich auf 800 Millionen US-Dollar.

Den Börsengang eines Tochterunternehmens innerhalb der nächsten zwölf Monate plant die Düsseldorfer M.A.X. Automation AG. Wie die Gesellschaft berichtete, sollen die Aktien der Tochter Vecoplan Maschinenfabrik GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Marienberg im Prime Standard notiert werden. Bernard Kemper, stellvertretender Geschäftsführer der Vecoplan, erklärte gegenüber ECOreporter.de, Vecoplan komme aus der Holzverarbeitenden Industrie und baue heute auch Maschinen für die Recyclingwirtschaft.

Ein Umsatzplus von 56 Prozent auf 10,6 Millionen Dollar verbuchte das US-Technologieunternehmen GreenShift Corporation im ersten Halbjahr. Der Verlust wuchs von 9,5 auf 23,0 Millionen Dollar. Im Gesamtjahr hofft GreenShift auf eine positive Entwicklung; deshalb trenne man sich von verlustreichen Geschäftsanteilen, hieß es.

Die Schweizer Holcim AG hat im ersten Halbjahr mit 13 Milliarden Schweizer Franken 19,5 Prozent mehr Umsatz gemacht. Das EBIT der Zementproduzentin legte um 24,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Schweizer Franken zu. Der Konzerngewinn stieg um 162,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken.

Den Auftrag für ein Dichtungskontrollsystem für eine 65.000 Quadratmeter große Deponieoberfläche in Budenheim meldete die Progeo Holding AG. Damit belaufe sich der aktuelle Auftragsbestand auf rund 4,0 Millionen Euro, hieß es.

Die Kadant Black Clawson Inc., Tochter der Kadant Inc., Westford, Massachusetts, hat den Auftrag zur Entwicklung eines Recyclingsystems für Schwarzlauge erhalten. Das Volumen berage rund 8,0 Millionen Dollar. Auftraggeberin sei eine Zellstofffabrikantin aus den USA. Kadant hoffe nun auf einen Folgeauftrag im Volumen von 12,0 Millionen Dollar für die Installation des Systems.

Eine deutliche Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2006/07 meldete die US-amerikanische Magnetek Inc.. Der Umsatz des Unternehmens aus Menomonee Falls in Wisconsin stieg demnach zu 1. Juli 2007 auf 103,8 Millionen Dollar (Vorjahr: 101,7 Millionen). Das EBIT belief sich auf minus 5,2 Millionen Dollar (0,18 Dollar je Aktie). Im Vorjahr war ein Fehlbetrag von 7,4 Millionen oder 0,25 Dollar pro Aktie angefallen.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Nordex-Windpark in Norwegen; Solarrinnenkraftwerk / Quelle: Unternehmen; Filiale von Whole Foods in New York/ Quelle: ECOreporter.de

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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