28.01.04

28.1.2004: Meldung: MVV erhält Entsorgungsverträge

Die sachsen-anhaltinischen Landkreise Wittenberg und Anhalt Zerbst sowie der Zweckverband Restabfallbehandlung Mittelthüringen, bestehend aus den Landkreisen Ilmkreis und Sömmerda, entsorgen ihre Abfälle ab 1. Juni 2005 durch thermische Behandlung bei der MVV TREA Leuna GmbH. Die Verträge über ein Entsorgungsvolumen von rund 100.000 Jahrestonnen sind jetzt unterzeichnet worden. Die Tochtergesellschaft des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie errichtet derzeit am Chemiestandort Leuna eine Müllverbrennungsanlage mit einer Verbrennungskapazität von 195.000 Tonnen pro Jahr. Über 91 Millionen Euro werden investiert, 30 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Inbetriebnahme ist im Jahr 2005 vorgesehen.

Neben den genannten Vergaben hat der Landkreis Merseburg-Querfurt bereits im Mai 2003 seine Abfallmengen vertraglich an die MVV Trea Leuna GmbH gebunden. Zuletzt haben die Landkreise Gotha und Saalkreis die Entsorgung ihrer Abfälle im Rahmen einer EU-weiten öffentlichen Ausschreibung ebenfalls an die derzeit im Bau befindliche Anlage in Leuna vergeben. Damit ist die Anlage mit Ausnahme der noch offenen Ausschreibungen des Landkreises Mansfelder Land weitgehend ausgelastet.

Die Verbrennung der Siedlungsabfälle erfolgt in einer nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes errichteten Anlage. Neben der Volumen- und Schadstoffreduzierung der Abfälle wird deren Energieinhalt zur Erzeugung von Strom und Prozessdampf genutzt, welcher direkt in das Stromnetz eingespeist bzw. an die angesiedelte Industrie am Industriestandort abgegeben wird. Von den Abfällen bleiben Schlacke und Filterstaub aus der vierstufigen Rauchgasreinigungsanlage übrig. Die Schlacke wird als Unterbaumaterial für den Straßenbau Verwendung finden. Die Filterasche wird als Versatzmaterial in Hohlräumen unter Tage eingebracht.

Mit diesen Entsorgungsverträgen wird das Kreislaufwirtschaftsgesetz verwirklicht. So wird die in Siedlungsabfällen enthaltene Energie, die etwa mit Rohbraunkohle gleichzusetzen ist, in Strom und Prozessdampf umgewandelt und die Restabfälle werden für sinnvolle Bau- und Sicherungsmaßnahmen genutzt. Die Behandlung in einer modernen Verbrennungsanlage erfolgt umweltgerecht und sauber, ohne die bisher nachhaltigen Probleme mit Langzeitsicherungen und vielfältigen Aufwendungen, die bei einer Deponierung von Abfällen erforderlich sind.

Die MVV Energie betreibt bereits Müllverbrennungsanlagen in Mannheim und Offenbach. Biomassekraftwerke, in denen Altholz verstromt wird, befinden sich in Mannheim, Flörsheim-Wicker bei Wiesbaden und Königs-Wusterhausen bei Berlin. Das Mannheimer Unternehmen spielt damit eine führende Rolle im deutschen Entsorgungsmarkt. Die MVV Energie ist der fünftgrößte Stromversorger in Deutschland. Aus kommunalen Wurzeln hervorgegangen war die MVV das erste Unternehmen der Branche, das im Jahre 1999 den Gang an die Börse erfolgreich beschritt. So konnten beispielsweise Beteiligungen an den Energieverteilungsunternehmen in Offenbach, Ingolstadt und Solingen erworben werden. Köthen Energie in Sachsen-Anhalt ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mannheimer. Auch Contracting, das heißt individuell strukturierte Energieversorgung für kommunale Einrichtungen, Industrie und Gewerbe, sind eine Stärke des international ausgerichteten Unternehmens, das darüber hinaus in Sachen Fernwärme in Polen und Tschechien bereits eine starke Position einnimmt.

MVV Energie AG
Luisenring 49
68159 Mannheim
Tel: +49 621 / 290-3413
Fax: +49 621 / 290-2860
Internet: www.mvv-energie.de

Quelle: MVV Energie
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