Nachhaltige Aktien, Meldungen

28.2.2007: Kaffeebauern werfen Nestlé Preisdrückerei vor

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist wieder einmal in die Kritik geraten. Laut einem vom DNR Redaktionsbüro verbreiteten Bericht hat das Schweizer Unternehmen im Kaffeeland Mexiko hat "Schritte eingeleitet, die insbesondere für die Kleinbauern und Kaffeekooperativen negative Konsequenzen haben". Nestlé besitze in dem mittelamerikanischen Land, in dem überwiegend löslicher Kaffee konsumiert werde, eine marktbeherrschende Stellung. Auf die Nestlé-Marke "Nescafé" entfalle hier ein Marktanteil von 80 Prozent. Für seinen Nescafé importiere der Konzern billigen Rohkaffee aus Brasilien, Vietnam, Indonesien und Ecuador nach Mexiko und halten damit die Preise in Mexiko niedrig. Seit Jahren protestierten die Kleinbauern gegen die Niedrigpreise von nicht einmal 0,50 Euro pro Kilo. Zudem wehrten sie sich gegen Pläne von Nestlé, vor Ort in einem eigenen Großprojekt billigen Rohkaffee der Sorte Robusta anzubauen. Es bestehe die Gefahr, dass der Konzern künftig den gesamten lateinamerikanischen Markt mit billig produziertem Nescafé überschwemmen wolle.
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