28.06.01

28.6.2001: Strom aus Biomasse bringt nun 17 bis 20 Pfennig pro Kilowattstunde

Mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt tritt die Biomasse-Verordnung am heutigen Donnerstag in Kraft. Damit ist nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin der Weg frei für die klimaschonende Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen wie u.a. Holz, Pflanzenabfällen sowie aus Gülle. "Die Biomasse-Verordnung ist ein weiterer wichtiger Baustein für die von uns eingeleitete Energiewende. Mit ihr werden zugleich ein Investitionsstau in diesem Bereich von mehreren Milliarden DM aufgelöst und Arbeitsplätze vor allem im ländlichen Raum und im Maschinenbau geschaffen," sagte Trittin. Der Bundesrat hatte der Verordnung am 11. Mai, der Bundestag am 1. Juni dieses Jahres zugestimmt.

Die Verordnung geht auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Frühjahr vergangenen Jahres zurück. Sie regelt, welche Stoffe als Biomasse gelten, welche technischen Verfahren zur Anwendung kommen und welche Umweltanforderungen bei der Stromerzeugung aus Biomasse einzuhalten sind. Für Strom aus Biomasse erhalten die Betreiber dieser Anlagen je nach Leistung zwischen 17 und 20 Pfennig pro Kilowattstunde.

Der Bioenergie werden mit der Biomasse-Verordnung vergleichbare Entwicklungschancen wie der Windkraft eröffnet. Die Windenergie trägt heute rund 2,5 Prozent zur Stromerzeugung in Deutschland bei. Die Entwicklung der Biomasseverstromung liege allerdings im Verhältnis rund zehn Jahre zurück. "Wir brauchen hier einen deutlichen Aufschwung, um den Aufbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung zu sichern und unser ehrgeiziges Klimaschutzziel zu erfüllen. Dies wird mit der Biomasse-Verordnung gelingen", sagte Trittin.
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