28.07.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

28.7.2003: Solar-Fabrik stellt ein - Auftragsboom im Supersommer

In diesem Supersommer fahren die Solarstromer eine gute "Ernte" ein, auch die Modulhersteller spüren den Aufschwung: Die Geschäfte der Freiburger Solar-Fabrik AG gehen nach Umsatzeinbrüchen und Entlassungen im Vorjahr wieder besser. Nun haben neue Aufträge sogar Neueinstellungen erforderlich gemacht. "Ja, wir stellen ein", bestätigte Vorstand Georg Salvamoser ECOreporter.de auf Nachfrage. Weil zwei neue Schichten in der Produktion von Solarmodulen in der Munzinger Straße und in Hochdorf aufgebaut werden, kann die Solar-Fabrik etwa 40 neue Produktionsmitarbeiter brauchen. Anders wäre die Nachfrage nicht zu bewältigen, die vor allem dadurch entstanden ist, dass im Frühjahr ins Stocken geratene Förderanträge beim "Hundertausend-Dächer-Programm" freigegeben und die Aufträge jetzt abgearbeitet werden können.

Zwar sind die Mittel dieses zinsgünstigen Förderungsprogramms der Bundesregierung jetzt erschöpft, doch hinter den Kulissen wird derzeit über ein Folgeprogramm verhandelt und Bauherren, die sich ein Solardach gönnen wollen, können zwischenzeitlich auf andere Angebote ausweichen, die nicht viel schlechter sind. Die seit letztem Jahr börsennotierte Freiburger Solar-Fabrik peilt in diesem Jahr eine Umsatzsteigerung von 25 auf 30 Millionen Euro und ein ausgeglichenes Ergebnis an. Hauptkunden der Solar-Fabrik sind Elektro-, Heizungs- und Sanitär-Fachbetriebe, Betreiber von Solaranlagen, aber auch andere Solarfirmen, die in Freiburg ihre eigenen Marken fertigen lassen. Die Solar-Fabrik hat im letzten Jahr Module mit einer Leistung von sieben Megawatt produziert, die das Ausmaß von 11 Fußballfelder haben und den jährlichen Energiebedarf von 2000 Vierpersonenhaushalten decken. Die Produktionskapazität ist mit 15 Megawatt mehr als doppelt so hoch.
Heinz Siebold

Solar-Fabrik AG: ISIN DE0006614712 / WKN 661471
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