28.07.05 Erneuerbare Energie

28.7.2005: Der Exportweltmeister schw?chelt daheim - Zahlen zur deutschen Windkraftbranche im 1. Halbjahr 2005

Mit wachsenden Exportzahlen hat Deutschlands Windindustrie 2004 ihre Position am Weltmarkt gefestigt. Das melden gemeinsam der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und der dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau angeh?rende VDMA Power Systems. Nach einer von ihnen beim Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) in Auftrag gegebenen Erhebung habe der Anteil der deutschen Windenergieanlagen-Hersteller und Zulieferer an allen weltweit im Jahr 2004 produzierten Anlagen und Komponenten mit 3,15 Milliarden Euro bei ?ber 50 Prozent gelegen. Die Exportquote beziffern sie für das Jahr 2004 mit rund 59 Prozent. "Dieses Jahr rechnen wir mit einem stark wachsenden Weltmarkt und mit einem deutlichen Wachstum der deutschen Windindustrie. Allein in den USA sollen nach 390 MW im letzten Jahr mindestens 2000 MW in 2005 neu installiert werden", erkl?rte Thorsten Herdan, Gesch?ftsf?hrer VDMA Power Systems.

Auch Peter Ahmels, Pr?sident des BWE, zeigte sich mit der internationalen Stellung der deutschen Windindustrie zufrieden. Kritisch beurteilt er allerdings den Inlandsmarkt: "Der nationale Onshore-Markt ist r?ckl?ufig. Es gibt immer weniger verf?gbare Fl?chen für Windr?der und zus?tzlich wird die Realisierung von Windparks durch versch?rfte Abstandsregelungen und H?henbegrenzungen erschwert." Die neu installierte Leistung verringerte sich laut dem BWE im ersten Halbjahr 2005 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 30 Prozent von 729 auf 510 Megawatt (MW). Ende Juni 2005 waren nach seinen Angaben bundesweit 16.826 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 17.132 MW installiert. Die Windenergie in Deutschland k?nne somit in einem durchschnittlichen Windjahr rund 31,5 TWh Strom produzieren und damit ?ber sechs Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Mit den Erfahrungen der letzten Jahre für das Gesamtjahr 2005 mit einer neu installierten Leistung zwischen 1.500 und 1.700 MW zu rechnen.

"Nur durch Kontinuit?t in den energiepolitischen Rahmenbedingungen kann Investitionssicherheit und damit ein stabiler Inlandsmarkt entstehen?, kommentierte BWE-Pr?sident Ahmels den R?ckgang der Windindustrie am nationalen Markt. Wie auch die deutsche Automobilindustrie brauche die Windindustrie einen funktionierenden Heimatmarkt für technologische Neuerungen und als Schaufenster für den Export. Das EEG als Technologiemotor habe stabile Rahmenbedingungen geschaffen, weshalb sich in Deutschland anders als in den USA, Gro?britannien oder Italien eine exportorientierte Windindustrie entwickeln und durch technologische Fortschritte starke Kostensenkungen erzielen konnte.
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