28.07.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

28.7.2005: Deutsche Anleger setzen laut Umfrage wieder st?rker auf Aktien und Aktienfonds, für die Banken immer noch zu wenig

Die Gesamtzahl der Aktienanleger in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2005 gegen?ber dem Vorjahr um fast 300.000 gestiegen. Dies geht aus den j?ngsten Infratest-Umfragen im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts (DAI) hervor. Im ersten Halbjahr 2005 besa?en demnach 10,8 Millionen Deutsche Aktien oder Anteile an Aktienfonds. Dies entspreche 16,7 Prozent der Bev?lkerung ?ber 14 Jahren. Die Zahl der direkten Aktion?re nahm um 132.000 auf 4,7 Millionen zu, die Zahl der Fondsbesitzer um 282.000 auf 8,1 Millionen.

Trotz der R?ckg?nge in den letzten Jahren hat sich die Gesamtzahl der Aktienanleger gegen?ber 1997 nahezu verdoppelt, meldet das DAI. "Die zahlreichen neuen Gesetze zum Anlegerschutz d?rften zur Vertrauensbildung am Aktienmarkt beigetragen haben," kommentierte R?diger von Rosen, Leiter des Deutschen Aktieninstituts, die Umfrageergebnisse. Wesentlicher sei aber die Wirkung steigender Kurse auf die Aktienakzeptanz gewesen. Seit Beginn dieses Jahres hat der DAX um 13,8 Prozent, der MDAX sogar um 22,5 Prozent zugelegt.

Allerdings m?sse die Aktie in Deutschland noch st?rker als bislang genutzt werden, forderte von Rosen. Dies gelte für alle Anlegergruppen. "Unternehmensfinanzierung und Verm?gensbildung sind die zwei Seiten der gleichen Medaille", so von Rosen. "Wir brauchen beides - Investitionsfinanzierung zur Schaffung von Arbeitspl?tzen und Verm?gensbildung zur Entlastung der staatlichen Sozialsysteme."

In den alten Bundesl?ndern stieg die Zahl der Aktienbesitzer der Umfrage zufolge um 348.000, w?hrend sie in den neuen Bundesl?ndern leicht um 55.000 abnahm. Damit besitzen in den alten Bundesl?ndern 9,2 Millionen Anleger (17,9 Prozent) Aktien oder Fondsanteile, in den neuen L?ndern 1,6 Millionen (11,9 Prozent).

Die DAI-Kurzstudie 3/2005 "Vertrauen in die Aktie w?chst" kann kostenlos von der Internet-Seite des Deutschen Aktieninstituts heruntergeladen werden unter: DAI - Rubrik "Kurzstudien 2005"

Der Bundesverband deutscher Banken vertritt dagegen die Meinung, dass die Deutschen gegenw?rtig zu wenig in Aktien investieren. Er verweist darauf, dass sich das Geldverm?gen der Deutschen in den vergangenen 13 Jahren verdoppelt habe. Ende 2004 habe es erstmals die Schwelle von vier Billionen Euro ?berschritten. Davon seien aber nur sechs Prozent direkt in Aktien investiert - genau so viel wie bereits 1991.


Bildhinweis: R?diger von Rosen / Quelle: DAI
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