29.10.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.10.2007: Wochenrückblick: Kursabsturz für Conergy AG nach Gewinnwarnung – SolarWorld AG will in Korea produzieren – Neues Übernahmeangebot für Techem AG

In der vergangenen Woche hat der DAX leicht um 0,35 Prozent zugelegt auf 7.949 Punkte. Dagegen verlor der US-amerikanische Leitindex Dow-Jones 0,60 Prozent auf 13.806,70 Punkte. Der japanische Nikkei-Index sank deutlich stärker, um 5,62 Prozent auf 16.505,63 Punkte. Öl hat sich weiter verteuert. Der Preis für Rohöl der Sorte „Brent“ kletterte im Vergleich zur Vorwoche um 5,45 Prozent auf 88,43 Dollar. Kupfer hat sich in der vergangenen Woche verbilligt, um 3,84 Prozent auf 7.860,25 Dollar. Der Euro verteuerte sich um knapp 1 Cent auf 1,44 Dollar.

Das französische Neue-Energie-Unternehmen Theolia SA will bis zu 240 Millionen Euro durch die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen einnehmen. Anfänglich sollen Papiere im Wert von 190 Millionen Euro ausgegeben werden, die bei starker Nachfrage auf 215 beziehungsweise 240 Millionen Euro aufgestockt werden sollen. Wie Theolia aus Aix-en-Provence mitteilte, sind die Anleihen bis zum 1. Januar 2014 befristet. Mit den eingeworbenen Mitteln will Theolia das organische Wachstum stärken, Windprojekte in Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern finanzieren und die Lieferung von Windturbinen sicherstellen. Auch Akquisitionen seien nicht ausgeschlossen. Bis 2011 will das Unternehmen eine Kapazität von 2000 Megawatt aufbauen.

Die kanadische AAER Inc., Hersteller von Windkrafträdern, kauft Windkraft-Know-How in Deutschland ein. Wie AAER mit Sitz in Montreal mitteilte, hat das Unternehmen ein Lizenzabkommen mit der Euros Entwicklungsgesellschaft für Windkraftanlagen mbH abgeschlossen. Demnach darf AAER seine Rotorblätter mit den technischen Spezifikationen von Euros herstellen. Die Produktion der ersten Windturbine ist für 2008 geplant.

Mit einer Gewinnwarnung für 2007 hat die Hamburger Conergy AG ihre Aktionäre geschockt. Wie das Erneuerbare-Energie-Unternehmen meldete, rechnet es mit einem negativen Konzernergebnis. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) werde zwar voraussichtlich bei 40 Millionen Euro liegen, dem stünden aber Risiken in Höhe von 30 bis 50 Millionen Euro gegenüber. Grund für die negative Entwicklung seien Lieferverzögerungen bei Modulen. Conergy senkte das Umsatzziel von bisher 1,25 Milliarden auf über 1,00 Milliarden Euro. Der Aktienkurs des Unternehmens brach zwischenzeitlich um mehr als 30 Prozent ein.
Im 3. Quartal haben die Hamburger nach eigenen Angaben einen Umsatz von 223 Millionen Euro und einen Verlust von 10,3 Millionen Euro eingefahren. Im Neunmonatszeitraum belief sich der Verlust auf 8,8 Millionen Euro, der Umsatz auf 641,1 Millionen Euro.
Ferner gab das Unternehmen eine Liefervereinbarung für Wafer mit der MEMC Electronic Materials aus Missouri in den USA bekannt. Demnach liefert MEMC an Conergy bis 2018 Wafer im Gesamtwert zwischen sieben und acht Milliarden Dollar für die neue Solarfabrik in Frankfurt an der Oder. Die Fabrik habe den Betrieb im Sommer aufgenommen und erreiche im Frühjahr ihre volle Produktionskapazität von 250 Megawatt, hieß es weiter. Durch die Lieferung der MEMC könne Conergy eigene Wafersägeaktivitäten reduzieren und so Kosten sparen.

Ein Finanzmogul aus Kalifornien kauft sich zurzeit bei deutschen Solarwerten ein. Laut der Erfurter ersol Solar Energy AG erwarben David Gelbaum und seine Frau für ihren Quercus Trust 3,11 Prozent der Stimmrechtsanteile an dem Unternehmen. Zuvor hatten die Solon AG und Phoenix Solar AG Beteiligungen über drei Prozent durch die Amerikaner mitgeteilt. ECOreporter.de hat den US-Milliardär und seine Investmentstrategie in Erneuerbare-Energie-Unternehmen in einem Portrait ausführlich vorgestellt.

Im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum hat die Freiburger Solar-Fabrik AG den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2007 um über 106 Prozent auf 102,86 Millionen Euro gesteigert. Als Konsequenz werde die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von ursprünglich mindestens 130 Millionen Euro auf mindestens 140 Millionen Euro angehoben, teilte das Unternehmen mit. Wie es weiter hieß, hat die Solar-Fabrik AG in den ersten neun Monaten ein um unrealisierte Verluste aus Währungskursabsicherungen bereinigtes EBIT von1,97 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum hatte das EBIT 3,04 Millionen Euro betragen. Es seien nun Kurssicherungsgeschäfte bereits für das kommende Geschäftsjahr auf aktuellen Währungsrelationen mit abgedeckt. Die Gesellschaft erwartet zukünftig eine deutliche Steigerung von Umsatz und Ertrag. Sie begründete diese Einschätzung mit anhaltend hoher Kapazitätsauslastung, zusätzlichen Effizienzsteigerungen in der Produktion an allen Standorten und verbesserten Einkaufskonditionen durch wachsende Volumina. Weiter teilten die Freiburger mit, im Segment Solarzelle habe man im dritten Quartal den operativen Turnaround geschafft. Im ersten Halbjahr 2007 wurden demnach noch Anfangsverluste im Umfang von 611.000 Euro verbucht, das 3. Quartal sei positiv mit einem Segmentergebnis von 140.000 Euro abgeschlossen worden.

Laut eigenen Angaben plant die SolarWorld AG aus Bonn eine integrierte Solarzell- und -modulproduktion in Südkorea. Sie soll dem Unternehmen zufolge zur Versorgung der stark wachsenden Nachfrage der asiatischen Märkte dienen. Man habe mit der SolarPark Engineering Co. Ltd. eine Absichtserklärung (LOI; Letter of Intent) unterzeichnet, nach der beide Partner den Bau einer integrierten Solarzell- und -modulproduktion in Südkorea realisieren wollen. Das Projekt soll als gleichberechtigtes Joint Venture mit dem Namen SolarWorld Korea Ltd. geführt werden. Im ersten Schritt sei eine Investition von 60 Millionen Euro geplant. Laut dem Unternehmen wird die Fabrik zunächst über eine Jahreskapazität von 60 Megawatt (MW) verfügen und später auf 120 MW ausgebaut. Die Aufnahme der Produktion soll Ende 2008 erfolgen. Die Partner vereinbarten, dass die integrierte Produktion die Solarsiliziumwafer über den SolarWorld-Konzern beziehen wird. Absatzmärkte für die Solarmodule der SolarWorld Korea Ltd. seien Korea, Japan und China.
Ferner hat Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck die Konzernprognose für das laufende Jahr bestätigt und „ordentliche Zahlen“ für das dritte Quartal in Aussicht gestellt. Die Quartalszahlen werden am 14. November veröffentlicht.

Die PVA TePla AG hat die Unternehmensgruppe KSI aus Herborn übernommen. Wie das Unternehmen aus Aßlar mitteilte, produziert die KSI GmbH mir ihrer Tochtergesellschaft Samtec GmbH aus Aalen, Ultraschallmikroskope für den internationalen Markt in Forschung und Industrie. Die Reflexions-Rastermikroskope finden den Angaben zufolge ihre Anwendung bei der zerstörungsfreien Prüfung von Werkstoffen zum Beispiel von Verbundhalbleitern oder Siliziumblöcken für die Halbleiter- und Photovoltaik-Industrie.
Für das Jahr 2008 erwartet PVA Tepla von den übernommenen Unternehmen einen Umsatzbeitrag in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro und einen positiven Ergebnisbeitrag. Für die Folgejahre geht das Unternehmen von einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aus. Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Die aleo solar AG hat einen Liefer- und Kooperationsvertrag mit der Gildemeister-Tochter a+f GmbH abgeschlossen. Laut dem Unternehmen aus Oldenburg und Prenzlau soll es Solarmodule im Wert von 30 Millionen Euro zur Bestückung der von a+f entwickelten Trägersysteme SunCarrier liefern. Lieferbeginn sei im Herbst. Rund 20 Millionen Euro an Umsatz entfallen nach Angaben von aleo solar auf 2008.

Die Solon AG erhöht ihre Beteiligung an der österreichischen Blue Chip Energy GmbH aus Güssing von 19 auf 47 Prozent. Wie das Berliner Unternehmen mitteilte, erfolgt die Transaktion durch Ausgabe von 327.000 Solon-Aktien. Dadurch steige das Grundkapital der Solon AG auf rund 12,2 Millionen Euro. Diese beabsichtigt nach eigenen Angaben künftig, ihre erhöhte Beteiligung an der Blue Chip Energy GmbH in die SOL Holding AG einzubringen. Die SOL Holding AG sei ein Joint Venture zu strategischen Investitionen in Unternehmen der solaren Wertschöpfungskette, an dem die Solon AG mit 48 Prozent beteiligt ist. Die übrigen Anteile an der SOL Holding AG hält den Angaben zufolge die Ecoventures B.V., Utrecht. Die Ecoventures B.V. wird laut Solon ihrerseits einen 60 Prozent-Anteil an dem französischen Siliziumhersteller Silicium de Provence in die SOL Holding AG einbringen.

Q-Cells AG, EvergreenSolar Inc. und Renewable Energy Corp ASA wollen ihr Gemeinschaftsunternehmen EverQ an die Börse bringen. Das ging aus einer Presseerklärung der Q-Cells AG hervor. Demnach werden die Vorbereitungen für den Börsengang unverzüglich begonnen. EverQ solle künftig unabhängiger von den Mutterfirmen auftreten und Solarmodule unter eigenem Namen vertreiben, hieß es weiter. Das Tochterunternehmen erhalte zudem Eigentumsrechte an der String-Ribbon-Technologie von Evergreen Solar. Weiter hieß es, auf dem EverQ-Firmengelände in Bitterfeld-Wolfen solle eine dritte integrierte Produktionsanlage für Wafer, Solarzellen und Solarmodule entstehen. Nach Fertigstellung erhöhe sich die Produktionskapazität des Unternehmens von 100 auf 180 Megawatt.

Evergreen Solar hat Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2007 vorgelegt. Demnach sank der Nettoverlust im Jahresvergleich von 5,6 Millionen oder 0,08 Dollar pro Aktie auf 3,7 oder 0,04 Dollar pro Aktie. Der Umsatz des US-amerikanischen Solarunternehmens schrumpfte von 36,2 Millionen auf 15,4 Millionen Dollar. Im Vorjahreswert seien allerdings 25,4 Millionen Dollar auf Umsätze des Joint-Ventures EverQ entfallen, erklärte Evergreen. Mit Berücksichtigung der EverQ-Produktion belief sich der aktuelle Umsatz demnach auf 62,9 Millionen Dollar. Im vierten Quartal 2007 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 16 und 16,5 Millionen Dollar, Einnahmen durch EverQ werden mit 4,0 bis 4,5 Millionen Dollar veranschlagt. Der Betriebsverlust dürfte demnach zwischen 6,0 und 6,5 Millionen Dollar betragen, der Nettoverlust zwischen 3,5 und 4,0 Millionen Dollar.

Das norwegische Solarunternehmen Renewable Energy Corporation hat den Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 1,48 Milliarden norwegische Kronen (191,69 Millionen Euro) gesteigert. Wie die Gesellschaft mitteilte, stieg der Umsatz im Neunmonatszeitraum um 58 Prozent auf 4,77 Milliarden Kronen (617,78 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde im Quartal von 522 (67 Millionen Euro) auf 643 Millionen Kronen (83,3 Millionen Euro) verbessert. Im Neunmonatszeitraum wuchs das EBITDA um 80 Prozent auf 2,32 Milliarden Kronen (300 Millionen Euro). Das EBIT kletterte von 422 auf 495 Millionen Kronen (64,13 Millionen Euro ) im Quartal und von 1,02 auf 1,91 Milliarden Kronen (247,46 Millionen Euro) in den ersten neun Monaten des Jahres.

Ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wird das chinesische Solarunternehmen Suntech Power Holdings Co, Ltd. Polysilizium von der Asia Silicon Co. Ltd. beziehen. Wie das Unternehmen aus Wuxi in China mitteilte, beläuft sich der Gesamtauftragswert bei einer Laufzeit von sieben Jahren auf bis zu 1,5 Milliarden Dollar. Die Preise sind demnach über die Laufzeit festgelegt und sinken im Verlauf. Dadurch erreicht das Unternehmen eigenen Angaben zufolge einen Durchschnittspreis, der unter dem aller seiner anderen Siliziumlieferverträge liegt. Asia Silicon ist laut Suntech dabei, eine Polysiliziumfabrik im chinesischen Qinghai zu errichten. Im Juli 2008 soll dort eine jährliche Produktionskapazität von 2000 Tonnen erreicht werden und 2010 jährlich 6000 Tonnen Silizium.

Einen deutlichen Umsatzrückgang im zweiten Quartal hat die Hoku Scientific hinnehmen müssen. Wie das chinesische Unternehmen meldete, fielen die Umsatzerlöse von 1,9 Millionen auf 0,24 Millionen Euro. Im Halbjahreszeitraum fiel der Umsatz von 3,1 auf 1,3 Millionen Euro. Der Nettoverlust nach den Rechnungslegungsvorschriften GAAP betrug im Quartal eine Million Dollar oder 0,06 Dollar pro Aktie. Der Nettoverlust belief sich auf 0,3 Millionen oder 0,02 Dollar pro Aktie. Im Halbjahreszeitraum betrug der GAAP-Verlust 1,7 Millionen oder 0,1 Dollar pro Aktie, verglichen mit 0,6 Millionen oder 0,04 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der unabhängig von GAAP ermittelte Nettoverlust belief sich im Quartal demnach auf 0,7 Millionen oder 0,04 Dollar pro Aktie, verglichen mit 0,56 Millionen oder 0,03 Dollar pro Aktie. Das Unternehmen setzt große Hoffnungen in eine neu zu errichtende Polysilziumfabrik. Ihre jährliche Kapazität nach Fertigstellung schätzt sie auf 2000 bis 2500 Tonnen jährlich, was einen Umsatz von 120 bis 140 Millionen Dollar einbrächte. Die Bruttogewinnmarge könnte demnach zwischen 45 und 55 Prozent liegen, hieß es weiter.

Einen Auftrag für Solarmodule mit einem anfänglichen Auftragswert von 0,54 Millionen Euro hat die kanadische ICP Solar Technologies aus Spanien erhalten. Wie das Unternehmen aus Montreal mitteilte, könne der Auftrag des nicht genannten Partners im nächsten Jahr auf 13 Millionen Euro aufgestockt werden.

Einen weiteren Auftrag im Gefolge eines im vergangenen Jahr abgeschlossenen Rahmenvertrags hat die chinesische LDK Solar von der Canadian Solar Inc. erhalten. Wie das Unternehmen aus Xinyu mitteilte, soll es in den kommenden drei Jahren multikristalline Solarwafer liefern. 2008 sollen Wafer mit einer Leistung von 50 MW verschifft werden.

Mit einem dreijährigen Liefervertrag mit der Sichuan Yongxiang Polysilicon Co. Ltd. hat sich die chinesische ReneSola Ltd. einen Teil ihres Siliziumbedarfs gesichert. Wie das Unternehmen mitteilte, soll Yongxiang ab der zweiten Hälfte 2008 insgesamt 3700 Tonnen Polysilizium an RenSola liefern. Der Rohstoff reiche zur Herstellung von 450 Megawatt an Wafern aus. Produziert werden soll das Silizium in der Fertigungsstätte von Yongxiang in Sichuan, die im zweiten Halbjahr 2008 voll ausgebaut sein werde. Über finanzielle Details wurde nichts mitgeteilt.

Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) läuft gegen den vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) erarbeiteten Biokraftstoffbericht Sturm, dessen Daten ihm bereits vorlägen. „Der Biokraftstoffbericht geht von falschen Voraussetzungen aus, das Ergebnis ist deshalb eine Farce. Wir fordern eine Korrektur mit Daten, die der Realität entsprechen“, erklärte Petra Sprick, Geschäftsführerin des Verbandes. Der Bericht des BMF soll als Grundlage für die Entscheidung dienen, ob die Steuer auf Biodiesel erhöht wird.

Der Biokraftstoffhersteller Verbio Vereinigte BioEnergie AG (Verbio) will bis zu zwei Millionen Stück eigene Aktien zurückkaufen. Das hat laut einer Unternehmensmeldung der Verbio-Vorstand beschlossen. Die anvisierte Menge entspreche bis zu 3,17 Prozent des Grundkapitals. Bis spätestens zum 31. Mai 2008 wolle man die Anteilsscheine über die Börse erwerben. Die zurückgekauften Aktien will das Unternehmen für die Bedienung eines Options- und Belegschaftsaktienprogramms und für Akquisitionen einsetzen.

Mit der Schweizer Wirtschaftsförderungsgesellschaft BNPO hat die Biogas-Tochter der BKN BioKraftstoff Nord AG laut eigenen Angaben einen Vertrag über die Realisierung des Projekts BioEnergie Seeland abgeschlossen. Sie soll 2008 im Schweizer Kanton Bern eine Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 500 Kilowatt errichten. Diese werde nach ihrer Fertigstellung 2009 elektrische Energie und Wärme liefern. Das Auftragsvolumen für die erstmalige Errichtung und Inbetriebnahme einer Nawaro Biogasanlage betrage rund 2,5 Millionen Euro.

Laut dem Fachverband Biogas e.V. verzeichnete die Biogas-Branche in diesem Jahr erhebliche Rückgänge beim Anlagen-Neubau. Im Boom-Jahr 2006 waren über 800 Anlagen mit einer neu installierten Leistung von rund 450 MW neu gebaut worden. 2007 dagegen gingen dem Verband zufolge bis Ende September gut 200 Anlagen mit zusammen rund 170 MW installierter Leistung neu ans Netz. Insgesamt produzieren laut dem Verband mehr als 3.700 Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.270 MW in Deutschland circa 6,4 Millionen Megawattstunden Strom pro Jahr. Die Stagnation in der Branche treffe vor allem landwirtschaftliche Biogasanlagen und damit auch die mittelständischen Anlagenhersteller, so der Verband. Das Auftragsvolumen in diesem Sektor sei bei einigen Anlagenanbietern um bis zu 100 Prozent geschrumpft. Diese Entwicklung sei vor allem auf die extrem gestiegenen Kosten für nachwachsende Rohstoffe zurückzuführen.

Durch den Verkauf von drei Millionen Aktien in einem öffentlichen Angebot und weiterer 1,1 Millionen Aktien an ihre Muttergesellschaft will die Ormat Technologies Inc. neue Gelder einnehmen. Die Mittel sollen in die laufende Geschäftstätigkeit fließen. Darunter fallen den Angaben des Unternehmens aus Reno in Nevada zufolge die Errichtung von Kraftwerken und mögliche Akquisitionen. Auch ein Kredit der Muttergesellschaft soll damit abgelöst werden.

Die australische Bank Macquarie startete einen erneuten Versuch, die Eschborner Engergiedienstleisterin Techem AG zu übernehmen. Sie bot nun 58 Euro pro Aktie. Bedingung sei, dass sie mindestens 50 Prozent plus eine Aktie erhalten kann. Zurzeit hält die Bank schon mehr als ein Viertel der Techem-Anteile. Das aktuelle Angebot entspricht einer Prämie von über 24 Prozent auf den Dreimonatsdurchschnittskurs der Techem-Aktie in Höhe von 46,62 Euro. Insgesamt entspreche das neue Gebot einer Marktkapitalisierung von rund 1,4 Milliarden Euro. Der Techem-Vorstand begrüßte das Angebot. Es sei unter den geprüften Alternativen der beste Weg, um eine Periode der Unsicherheit zu beenden.

Um mehr als 200 Prozent ist der Kurs der Aktie von Transmeta gestern bis zum Börsenschluss der Nasdaq um 22 Uhr MEZ nach oben gesprungen. Der kalifornische Chiphersteller hatte eine Einigung mit Intel erzielt, wonach der Großkonzern rund 250 Millionen US-Dollar an Transmeta zahlen wird. Der Patentstreit sei damit beendet. Transmeta lizenziere sein gesamtes Patent-Portfolio an Intel, die 150 Millionen US-Dollar sofort an Transmeta überweisen werde und 20 Millionen US-Dollar pro Jahr während der nächsten fünf Jahre.

Die Übernahme des Biolebensmittelhändlers Wild Oats durch Whole Foods Market muss möglicherweise rückgängig gemacht werden. Vor zwei Monaten hatte zwar ein Berufungsgericht den Antrag der US-Handelsaufsicht FTC abgelehnt, die Übernahme aus wettbewerbsrechtlichen Gründen zu verhindern. Ende August war dann von der Mehrheit der Aktionäre von Wild Oats Markets das Angebot der Biolebensmittelkette aus dem texanischen Austin akzeptiert worden. Nun aber will die Handelsaufsicht noch das Berufungsgericht in Washington anrufen.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Firmensitz der Conergy AG in Hamburg / Quelle: Unternehmen; Solarmodule der Solon AG im Einsatz / Quelle: Unternehmen; Zapfsäule für Biotreibstoff / Quelle: VDB; Techem-Chef Enzelmüller unterstützt das Übernahmeangebot für den Energiedienstleister / Quelle: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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