29.11.04 Finanzdienstleister

29.11.2004: Spendenfonds für artgemäße Tierzucht gegründet

Tierschutzverbände und Stiftungen haben gemeinsam einen Tierzuchtfonds gegründet. Das meldet die Bochumer Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Aus dem Spendenfonds sollten wissenschaftliche und praktische Projekte gefördert werden, heißt es weiter, die sich für artgemäße Tierzucht einsetzen. Gründer des Fonds sind den Angaben zufolge die Schweisfurth-Stiftung, der Deutsche Tierschutzbund, PROVIEH-VgtM und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

Die landwirtschaftliche Tierzucht stecke in der Sackgasse. Spezialisierte Höchstleistung sei in den letzten fünfzig Jahren ihr Ziel gewesen. Schweine sollten innerhalb kürzester Zeit mehr Fleisch ansetzen, Kühe immer mehr Milch geben, Hennen mehr Eier legen, Masthühner, Puten und Enten schneller wachsen. Die Tiere bezahlten die hohen Leistungen mit Krankheitsanfälligkeit, Verhaltensstörungen, Schmerzen und Leiden, so die Meldung. Männliche Küken von Legehennen würden generell am Tag nach ihrer Geburt getötet, da sich ihre Mast nicht lohne.

Als Kern einer artgemäßen Züchtung nennt die Zukunftsstiftung folgende Punkte

- gesunde und langlebige Tiere
- tiergerechte Haltung auch in den Zuchtbetrieben
- kein Einsatz von Embryotransfer und Gentechnik
- natürliche Methoden der Fortpflanzung
- Erhalt und Nutzung der biologischen Vielfalt in den Regionen

Für eine möglichst umfassende und effektive Unterstützung der Projekte ruft der Tierzuchtfonds Privatpersonen und Unternehmen zu Spenden auf:

Spendenkonto: Nr. 3000 5454
GLS Gemeinschaftsbank eG, Bochum
BLZ: 430 609 67
Kontoinhaber: Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Verwendungszweck: Tierzuchtfonds.

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft wurde durch die Gemeinnützige Treuhandstelle der Bochumer GLS Gemeinschaftsbank ins Leben gerufen. Laut der Bank sind Zukunftsstiftungen Stiftungen, an denen sich alle Menschen beteiligen können, die sich gemeinsam für ein gesellschaftliches Thema engagieren wollen. Eine Zustiftung und Beteiligung an der Stiftungsarbeit sei mit Beträgen ab 3.000 Euro möglich. Aber auch Einzelspenden sind möglich.
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