29.11.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.11.2006: Solare Turbulenzen: Börsenneuling SiC Processing AG verschiebt Erstnotiz

Die Aktien der SiC Processing AG werden doch nicht wie geplant heute in den Handel im Prime Standard der Frankfurter Börse gehen. Wie das Unternehmen aus Hirschau mitteilt, verschiebt sich die Erstnotiz der Aktien auf voraussichtlich morgen. Grund dafür sei ein verzögerter Prozess bei der Preisfestsetzung und der Zuteilung der Aktien. Das Unternehmen und die den Börsengang begleitende Bayerische HypoVereinsbank hatten eine Preisspanne zwischen 6,50 und 8,50 Euro angekündigt. Ausgegeben werden sollen 6,5 Millionen Aktien zuzüglich 0,975 Millionen Aktien im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption. Dabei stammen fünf Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung, der Rest aus Beständen der Altaktionärin Garbo Servizi S. r. l. Aufgrund der geringen Nachfrage aus Kreisen von Privatanlegern werden diese nach Auskunft der Aktiengesellschaft voraussichtlich nicht zum Zuge kommen.

Die SiC Processing AG verfügt nach eigenen Angaben über Standorte in Deutschland, Italien, Norwegen und den USA. Sie bietet Kunden aus der Solar- und Chipindustrie Dienstleistungen zur Aufbereitung von chemischen Sägeflüssigkeiten, die bei der Herstellung von Wafern benötigt werden an. Außerdem sei sie auch im Bereich der Logistik in diesem Sektor aktiv. Im Geschäftsjahr 2005 erzielte das Unternehmen demnach einen Pro-Forma Umsatz von 19 Millionen Euro. Hierin seien die Umsätze der erst später integrierten Auslandsstandorte einbezogen. Das Pro-Forma-EBIT habe bei 2,2 Millionen Euro gelegen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2006 seien zweistellige Wachstumsraten erzielt worden.

Bei so genannten Sägesuspensionen handele es sich um ein dickflüssiges Gemisch, bestehend aus dem festen Wertstoff Silizimcarbid und dem flüssigen Wertstoff Glykol. Im Wafer-Sägeprozess diene Siliziumcarbid als Sägehilfsmittel, das auf den Sägedraht aufgetragen wird, um ihm die notwendige spezifische Härte zum Sägen der Wafer zu verleihen, und Glykol als Trägermittel für das Siliziumcarbid und als Kühlmittel. Die SiC Processing biete eine entsprechende Aufbereitungstechnik für die Flüssigkeit an, die sonst nach mehreren Anwendugnen entsorgt werden müsse. Konkrete Planungen für eine weitere Produktionslinie in Deutschland und zwei weitere in Asien seien im Gange.

SiC Processing AG: WKN A0LBF8 / ISIN: DE000A0LBF86
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