29.12.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.12.2006: Ob als Eigentümer, Sparer oder Spender - Forstinvest bietet vielfältige Investitionen in nachhaltige Forstwirtschaft an

Das südamerikanische Paraguay, umgrenzt von Brasilien, Argentinien und Bolivien, besitzt nur noch Reste seines ehemals großen Atlantikwaldes. Davon sind in einigen Regionen bereits 90 Prozent zerstört, abgeholzt und abgebrannt, um Platz für Sojafelder zu machen. Hier will die deutsche Forstinvest aus Soltau mit nachhaltiger Forstwirtschaft ein Gegengewicht setzen. Nach eigener Darstellung bietet sie Investoren die Chance, "eine gute Rendite zu erzielen und einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Waldes zu leisten".

Dabei eröffnet Forstinvest vielfältige Möglichkeiten, sich finanziell zu engagieren. So können Holz-Investments für 6.600 Euro zum Eigentümer werden. Die Gesamtsumme beträgt in diesem Fall 6.600,00 Euro. Dabei sind zunächst 3.900 Euro für Landkauf, Zaunbau, Aufforstung etc. zu zahlen, danach mit neun Jahresraten zu je 300,00 Euro die weiteren Pflegekosten abzudecken. Diese Anlageform eignet sich laut Forstinvest für Investoren, "die etwas flexibler bleiben wollen und noch mehr Sicherheit wünschen, da in diesem Fall das Land grundbuchamtlich auf den Namen des Eigentümers eingetragen wird". Zuzüglich einer möglichen Immobilien-Wertsteigerung stellt das Unternehmen 15 % Rendite in Aussicht.

Forstinvest verweist auf eine Untersuchung der Hancock Timber Resource Group aus Boston laut der Timberland ("Holz") -Investments in den USA für die Zeit von 1960 bis 2002 ein deutlich besseres Rendite/Risikoverhältnis als Aktien oder Obligationen aufweisen. Wald sei "ein lebendiges Lager ohne kurzfristigen Vermarktungsdruck", ein knapper werdendes Angebot an Holz bei gleichzeitiger steigender Nachfrage lasse stark steigende Erlöse erwarten. Die rückblickende Analyse zeige, dass Holzanlagen durchschnittliche Erträge von über 12 % bei gleichzeitig niedrigerem Risiko als traditionelle Investmentklassen erzeugen. Nach 11 Jahren weise die in Paraguay von ihr angepflanzte Baumart Eucalyptus "unter Beachtung wichtiger forstwissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. bzgl. Pflanzverband, Astung, Läuterung) einen ausreichend großen Durchmesser auf, um als Nutzholz (Paletten, Kisten etc.) verwendet zu werden". Da es sich nach 11 Jahren lediglich um Nutzholz handle, liegt der Verkaufspreis solchen Holzes und damit die Rendite allerdings niedriger als vom Wertholz nach 20 Jahren.

Bei den "Baumspar"-Angeboten von Forstinvest erfolgt nur bei dem für "Seniorsparer" die Auszahlung bereits nach 11 Jahren. Hier beteiligt man sich mit einer monatlichen Zahlung von 25,00 Euro im Monat, die Zahlungslaufzeit beträgt mindestens 1 Jahr. Wenn ein Kunde mehrere Jahre hintereinander diesen Betrag zahlt, bekommt er mehrere Jahre hintereinander die Auszahlung. Diese Anlageform eignet sich für ältere Investoren oder solche, die eine kürzere Laufzeit wünschen. Als Rendite stellt Forstinvest bis zu 10 % in Aussicht. "Juniorsparer" mit längerem Anlagehorizont zahlen dagegen mindestens 1 Jahr lang monatlich 29,00 Euro; für sie beginnt die Auszahlung dann erst nach 20 Jahren. Auch hier bekommt der Investor die Auszahlung mehrere Jahre hintereinander, wenn er entsprechend gestaffelt gezahlt hat. Da die Bäume hier länger wachsen können, liegt die in Aussicht gestellte Rendite dieses Angebots mit bis zu 13 % höher.

Wer das "Ökosparer"-Angebot von Forstinvest wahrnimmt, beteiligt sich mindestens 1 Jahr lang mit 32,00 Euro im Monat. Nur die Hälfte der Bäume wird nach 15 Jahren geerntet, der Rest bleibt in diesem Fall für die nächsten Generationen stehen. Das verringert die Renditeaussicht laut Forstinvest auf bis zu 5 %. Mit einem Beitrag von 5,00 Euro im Monat kann man auch in eine Baum-Patenschaft mit der Forstinvest Foundation e.V. investieren. Dabei handelt es sich um eine Spende für die Pflanzung eines einheimischen Baumes. Laut Forstinvest sollen solche Patenschaften helfen, einen Teil des Urwalds wieder herzustellen und damit auch dem Verlust der einzigartigen Artenvielfalt des Landes entgegen zu wirken. 90 Prozent aller Amphibien und die Hälfte aller Pflanzen des Atlantikwaldes in Paraguay seien endemisch, kämen weltweit also nur hier vor.

Seit 2003 hat Forstinvest laut eigenen Angaben rund 70 Hektar mit nachhaltig bewirtschafteten Baumplantagen angepflanzt. Die ausgewählten Baumarten seien robust, für sie seien in Paraguay selbst in kleineren Monokulturen keine nennenswerten Schäden bekannt. Bäume, die durch Schädlinge oder Krankheiten in den ersten 5 Jahren eingehen, würden nach forstlichen Gesichtspunkten und Erfordernissen auf Kosten von Forstinvest nachgepflanzt. Auch alle abgeernteten Holzflächen würden nachfolgend wieder aufgeforstet. Laut Forstinvest werden die Baumarten gezielt nach den jeweiligen Investitionszeiträumen und für den jeweiligen Standort (je nach Boden, Grundwasser etc.) ausgewählt. Die Projektumsetzung erfolge an Hand eines Management-Planes, die Arbeiten würden von deutschem Leitungspersonal laufend überwacht. Die "fachgerechte Bestandsgründung, -sicherung und -pflege" gewährleiste das Erreichen der Wirtschaftsziele. Die laufende Überwachung der Bestände minimiere das Ausfallrisiko, Gegenmaßnahmen könnten jederzeit eingeleitet werden. Um das Forstprojekt und die Renditeauszahlungen gegen Ausfallrisiken hinsichtlich der Projektleitung zu schützen, werde eine Keyperson- ("Schlüsselperson"-) Versicherung abgeschlossen. Deren Erlöse gewährleisteten im Fall des Todes des Projektleiters die Fortführung und Sicherung der bestehenden Pflanzungen/Aufforstungen und die Erfüllung bestehender Verträge.

Forstinvest verweist darauf, dass die politische Lage im demokratischen Paraguay als stabil gilt. Dennoch berge jede Kapitalanlage finanzielle Risiken. "Dies gilt auch für die Produktrendite unseres Anlagekonzeptes", räumt Angelique Rode für das Soltauer Unternehmen ein. Es bestehe die Aussicht auf eine höhere als die im Prospekt prognostizierte Rendite, aber auch die Möglichkeit, eine geringere Rendite zu erzielen. Ein Totalverlust lasse sich ebenfalls nicht ausschließen. Die aufgeführten Beträge sind lediglich ein Rechenbeispiel und können nicht als Garantie gewertet werden. Abweichungen in wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Holzmarkt sowie Umweltbedingungen könnten das Ergebnis beeinflussen, doch keinesfalls nur negativ. Bessere wirtschaftliche Entwicklungen seien möglich und böten "sehr gute unternehmerische Chancen".

Forstinvest engagiert sich auch sozial in dem von großer Armut in breiten Bevölkerungsschichten gekennzeichnetem Land. Laut Angelique Rode hat das Unternehmen ursprünglich soziale Projekte mit 1% seiner Einnahmen unterstützt. "Da wir mehr unternehmen wollten, haben wir einen Verein gegründet", so Rode weiter. Der Forstinvest Foundation e.V. sei noch ein kleiner Verein und unterstützt momentan konkret das Waisenhaus "Fundación Mitami Roja", welches ca. 30 Kinder beherbergt, und 2 weitere kleinere Waisenhäuser. Spender könnten hier mit einer Kindpatenschaft bewirken, dass diese Kinder Betten, Schulmaterial, eine angemessene ärztliche Versorgung, Kleidung etc. erhalten. Wie bei "größeren" Vereinen erhalte der Pate regelmäßig Informationen über sein Patenkind, seine Entwicklung und seinen gesundheitlichen Zustand. Der Verein orientiere sich bei den Vereinseinnahmen und Ausgaben nach den Vorschriften der DZI (Deutsches Spendensiegel). Der Antrag auf Mitgliedschaft beim Deutschen Spendenrat. e.V. sei gestellt.

Weitere Informationen über die Projekte und Angebote von Forstinvest gibt es unter:
http://www.forstinvest.de/

Bildhinweis:
Nachhaltig aufgeforsteter Baum im lateinamerikanischen Regenwald / Quelle: Precious Woods;
Stand und Beratungsgespräch von Forstinvest auf der Messe Grünes Geld 2006 / Quelle: ECOreporter.de
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