29.03.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.3.2004: Trotz Transparenzverpflichtungen: Ölfirmen finanzieren Unrechtsregimes

Freiwillige Verpflichtungen zur Offenlegung der Zahlungen an Regierungen halten führende Ölfirmen wie Elf Aquitaine nicht davon ab, repressive Regime heimlich mit zu finanzieren. Dies berichtet die britische Nichtregierungsorganisation Global Witness. Dem Bericht zufolge sind die Verpflichtungen zur Transparenz gerade in den Staaten wirkungslos, in denen sie am nötigsten sind. Auch die von Tony Blair unterstützte Extractive Industries Transparency Initiative sei gescheitert.

Global Witness überprüfte besonders die Vorgänge in Angola, Kongo Brazzaville und Äquatorial Guinea. In allen Ländern zahlen Ölfirmen wie Elf Aquitaine, TotalFinalElf, Agip und Chevron den Angaben zufolge mehrere Millionen US-Dollar jährlich, um weiterhin Öl fördern zu können - zum Teil direkt an die Willkürherrscher. Die Zahlungen seien weder von den Regierungen noch von den Firmen öffentlich gemacht worden, so Global Witness. Teilweise machten die Zahlungen laut einem Bericht der englischen Zeitung The Guardian 35 Prozent der Umsätze der Ölgesellschaften aus.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x