29.03.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.3.2006: Sto AG will Dividende 2005 kürzen - Sonderfaktor belastet das Ergebnis

Die Aktionäre der Stühlinger Sto AG müssen sich voraussichtlich mit einer geringeren Dividende für das Geschäftsjahr 2005 abfinden. Laut einer Meldung der börsennotierten Spezialistin für Fassadendämmstoffe wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft der Hauptversammlung am 8. August 2006 eine Kürzung der Ausschüttung von 0,42 Euro auf 0,31 Euro je Vorzugsaktie und von 0,36 Euro auf 0,25 Euro je Stammaktie vorschlagen. Dieser Vorschlag basiere auf dem von einem Sonderfaktor beeinträchtigten Ergebnis der Muttergesellschaft Sto AG, hieß es. Nach vorläufigen Berechnungen für das Geschäftsjahr 2005 weise das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag (nach HGB) von etwa 34 Mio. Euro aus. Im Vorjahr hatten die Stühlinger noch 6,5 Mio. Euro Gewinn erwirtschaftet. Hintergrund der Verluste sei die Einstellung weiterer Mittel in eine für den Erwerb der ispo 2001 gebildete Kaufpreisrückstellung, so Sto.

Weil die Zahlen für den Sto-Konzern 2005 nach IFRS ermittelt würden, schlage sich die Zuführung zur Kaufpreisrückstellung nicht im Konzernergebnis nieder, hieß es weiter. Belastungsfähige Zahlen für die Sto-Gruppe lägen derzeit noch nicht vor, allerdings könne von einem höheren Konzernumsatz und einem besseren Ergebnis ausgegangen werden. Die endgültigen Zahlen will der Bauzulieferer den Angaben zufolge auf der Bilanzpressekonferenz am 14. Juni 2006 bekannt geben.

Die Sto AG hatte bereits im November 2005 auf den Ergebniseinbruch hingewiesen. Das Konzern-Nettoergebnis sei in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Millionen auf 6,5 Millionen Euro abgestürzt, hieß es. Als wesentlichen Grund hatte das Unternehmen die Erhöhung der Rückstellung für die ispo GmbH angegeben (ECOreporter.de berichtete).


Sto AG: WKN 727413 / ISIN DE0007274136

Bildhinweis: Firmensitz der Sto AG in Stühlingen / Quelle: Unternehmen
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