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29.3.2007: Interseroh AG steigert Umsatz und Ertrag deutlich, will Dividende aber kürzen

Die Kölner Recyclingspezialistin Interseroh AG hat 2006 ihren Jahresüberschuss im Konzern um 36 Prozent von 18,97 auf 25,89 Millionen Euro gesteigert. Wie das Unternehmen mitteilt, erreichte der Umsatz gleichzeitig Rekordniveau und stieg um 31 Prozent von 947 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro. Vor Ertragssteuern habe das Ergebnis um 37 Prozent von 29,9 auf 41,1 Millionen Euro zugelegt. Dennoch will Interseroh die Dividende auf elf Cent reduzieren.

Der Vorstandsvorsitzende von Interseroh, Johannes-Jürgen Albus, erklärte, das Unternehmen habe mit einer Vielzahl von Investitionen und Akquisitionen einen wichtigen Grundstein für den fortlaufenden Ausbau und die Internationalisierung seiner Aktivitäten gelegt. Dieser Prozess sei noch längst nicht abgeschlossen. In einem Marktumfeld, in dem sich die Abnehmerseite der Rohstoffe ebenso zunehmend konzentriere wie die Vertragspartner in der Entsorgungswirtschaft, sei Wachstum für Interseroh unabdingbar und auf der Basis der Kennzahlen von Interseroh solide finanzierbar, sagte er weiter.

Zur Reduzierung der Dividende meinte Albus, dass es zur Refinanzierung weiteren Wachstums und weiterer Akquisitionen einer stabilen Eigenkapitalquote bedürfe. Inklusive der bereits Anfang des Jahres 2007 getätigten Akquisitionen und der fortlaufenden Expansionsplanung sei von einem weiteren deutlichen Anstieg der Verschuldung und dem weiteren Rückgang der Eigenkapitalquote auszugehen. Wie aus den Geschäftszahlen hervorgeht, ging die Eigenkapitalquote 2006 um sieben Prozentpunkte auf 30,3 Prozent zurück.

Laut Interseroh stieg 2006 die international gehandelte Sekundärrohstoffmenge vor allem beim Altpapier, bei Altholz, bei Kunststoffen sowie bei Metallschrotten. Insgesamt habe Interseroh 5,3 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe vermarkten können. Die Unternehmen des Konzerns beschäftigten heute rund 1.500 Mitarbeiter in zwölf Ländern, den Großteil davon in Deutschland. Den höchsten Anteil am Umsatz habe erneut der Geschäftsbereich Stahl- und Metallrecycling gehabt, berichtete Interseroh weiter. Er belaufe sich in diesem Segment auf etwa 899 Millionen Euro, der Anteil am Konzernumsatz auf fast 73 Prozent. Der Umsatzanteil des Unternehmenssegments Dienstleistung und Rohstoffhandel liege bei gut 27 Prozent. Die Relation habe sich im Vergleich zum Vorjahr damit kaum verändert, hieß es.

An der Börse wurden die Zahlen gut aufgenommen. Gegen Mittag wurde die Aktie im Xetra-Handel mit 39,72 Euro und damit rund 1,9 Prozent im Plus notiert. Das Papier hatte sich vor allem im Januar deutlich von der 30-Euro-Marke entfernt. Nach einer Verschnaufpause hatte sie zuletzt im Vorfeld der Geschäftszahlen wieder deutlich zugelegt. Auf Jahressicht beträgt ihr Zuwachs rund 30 Prozent.

Interseroh AG: ISIN: DE0006209901 / WKN 620990
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