29.06.07 Fonds / ETF

29.6.2007: Nachhaltigkeitsfonds-News: ECOreporter.de nachgefragt: Wie kam es zur Trennung zwischen versiko und Ökorenta beim New Energy Fund? Und wie geht es weiter? Ökorenta-Vorstand Goldenstein: „Interessen haben sich verschoben“

Die Hildener versiko AG hat die langjährige Vertriebspartnerschaft mit der Ökorenta AG, Düsseldorf, beim New Energy Fund gekündigt (ECOreporter.de berichtete). ECOreporter.de sprach mit Ökorenta-Vorstand Tjark Goldenstein über die Trennung der beiden Partner und die Zukunftsperspektiven. „Die versiko AG hat die Zusammenarbeit gekündigt. Wir haben die Kündigung angenommen“, stellt Goldenstein fest. Die Zusammenarbeit zwischen der versiko und der Ökorenta bestehe seit Januar 1999. Die Ablösung im Vertrieb des New Energy Fund sei nur der Anfang, so Goldenstein, auch der Vertrieb der beiden Fonds Ökotrend Stocks und Ökotrend Bond sowie des Flagschiffs Ökovision werde im Laufe des Jahres ganz an die Ökoworld gehen. Goldenstein: „Spätestens ab Ende 2007 werde wir gar nichts mehr mit der Ökoworld zu tun haben. Die Alt-Bestände in den bisher von uns betreuten Fonds der Ökoworld werden allerdings weiter von uns verwaltet.“

Wie der Vorstand weiter berichtet, wird sein Unternehmen ab dem 1. Juli in eine neue Kooperation mit Schweizer Bank Sarasin & Cie AG aufnehmen. „Die Ökorenta wird Partner der deutschen Sarasin-Tochter Sarasin Wertpapierhandelsbank AG, München. Wir haben unsere Vertriebspartner bereits darüber informiert, dass wir in Zukunft den Sarasin New Power vertreiben werden. Da der Fonds noch nicht zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen ist, zunächst nur für den institutionellen und nicht öffentlichen Vertrieb“, sagt Goldenstein. Ziel der Kooperation mit Sarasin sei die gemeinsame Marktbearbeitung im Vertrieb von nachhaltigen Sarasinfonds in Deutschland.

Nach den Gründen für die Trennung befragt, sagt Goldenstein: „Wir waren mal eine 100-prozentige Tochter der versiko AG. Inzwischen gehören 75,1 Prozent der Ökorenta Frau Schepers und mir. Herrn Platow und der versiko gehören die restlichen 24,9 Prozent. Die Ökorenta ist damit keine versiko-Tochter mehr. Beide Unternehmen sind am Markt, wir haben aber nicht mehr genügend Schnittmenge gefunden. Uns gefällt der Weg, den Sarasin im nachhaltigen Investment gegangen ist sehr gut. Die versiko hat sich ihrerseits mit Fortis verbunden, seitdem haben sich die Interessen verschoben. Wir gehen einen Weg, die versiko geht einen anderen Weg. „

Trotz mehrfacher Versuche von ECOreporter.de war bei versiko in Hilden am Donnerstag und Freitag niemand für ein Statement zum Bruch mit dem langjährigen Partner zu sprechen.

Bild: Tjark Goldenstein / Quelle: Oekorenta AG
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