29.07.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.7.2004: Globale Allianz von Investoren bereitet Charta der nachhaltigen Geldanlage vor

Gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) wollen institutionelle Investoren bis September weltweit gültige Prinzipien des ethisch-ökologischen Investments erarbeiten. Die so genannte "Responsible Investment Initiative" entstand auf einem Treffen von über 40 Investoren und Fondsmanagern in Paris. Zu dem hatte UNEP anlässlich einer von ihm veröffentlichten Untersuchung über die Bedeutung von nachhaltiger Geldanlage eingeladen. Die Studie "The Materiality of Social, Environmental and Corporate Governance Issues to Equity Pricing" beinhaltet elf Berichte über verschiedene Wirtschaftssektoren (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 1. Juli). Darin stellten Fondsmanager von renommierten Anlageinstituten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Nachhaltigkeitsperformance und der Entwicklung des Aktienkurses eines Unternehmens fest. Die Studie kann im Internet heruntergeladen werden unter: www.unepfi.net/stocks )

Eine Vielzahl renommierter Institute hatte sich an der Studie beteiligt. Sie werden untenstehend aufgeführt. UNEP-Chef Klaus Töpfer betonte in einer Presseerklärung die Verpflichtung der institutionellen Investoren, den Wert des von ihnen verwalteten Vermögens auch langfristig zu schützen. Sie bildeten so ein Gegengewicht zu dem in der Branche üblichen Focus auf kurze Zeiträume. Hierdurch komme ihnen eine Schlüsselrolle dabei zu, Aspekte einer verbesserten Nachhaltigkeit, Sozialverträglichkeit und Transparenz in den Kapitalmarkt einzubringen. Mehrere Vertreter der Investoren pflichteten Töpfer bei, so Graeme Davis, Vorsitzender der Universities Superannuation Scheme Ltd.(USS), des drittgrößten britischen Pensionsfonds. Der Anlagehorizont von Pensionsfonds erstrecke sich über Jahrzehnte. In solchen Zeiträumen wirkten sich soziale und Umwelt-Entwicklungen direkt auf das Investment aus. Keith Jones, Vorstandsvorsitzender von Morley Fund Management, wies darauf hin, dass es fachkundiger Expertise bedarf, um die Unternehmen zu identifizieren, die sich auch durch eine gute Nachhaltigkeitsperformance Wettbewerbsvorteile verschaffen. Michael Hölz von der Deutschen Bank zeigte sich zuversichtlich, dass die gemeinsame Initiative Erfolg haben wird. Dafür sei die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der UN und dem Finanzsektor in der UNEP Finance Initiative ein Hinweis, deren Vorsitzender er ist. Immerhin beteiligen sich bisher 226 Unternehmen an der Partnerschaft.

An der Studie waren beteiligt:
ABN AMRO Equities (UK), Deutsche Bank Global Equity Research, South African Equity Research, Dresdner Kleinwort Wasserstein Europe and UK, Goldman Sachs European Equity Research, HSBC, NikkoCitigroup Japan Equity Strategy, Nomura Japanese Equity Markets,; UBS Global Equity Research, West LB Equity Markets, Acuity Investment Management, Canada, BNP Paribas Asset Management, France Calvert Group Ltd., USA., Citigroup Asset Management, USA, Groupama Asset Management, France, Morley Fund Management, UK, Nikko Asset Management, Japan Old Mutual Asset Managers, South Africa, San Paolo IMI Asset Management, Italy, Storebrand Investments, Norway, ABN AMRO Asset Management, Brazil HSBC Asset Management, Europe.

Bildhinweis:
Ein Vorbild: die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau investiert unter anderem in Windkraftprojekte / Quelle: KfW
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