29.08.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.8.2007: Umwelttechnologie: Ein Haufen dreistelliger Kurssprünge

Die ECOreporter.de-Auswahl von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaktien lieferte in den letzten zwölf Monaten eine Vielzahl hervorragender Ergebnisse. Nur die Bioenergie-Branche lief auf niedrigem Niveau. Von der Öffentlichkeit wohl immer noch am meisten unterschätzt: Die ECOreporter.de-Empfehlung Windenergie.

Von der 2G Bio-Energietechnik AG bis zu Zoltek Cos Inc. reicht die Liste der Nachhaltigkeits- und Umweltaktien, die ECOreporter.de in der Rubrik „Aktien: Kurse“ im Internet aufführt. Alle Aktienkurse sind ohne weiteres Klicken auf einen Blick in einer langen Liste sichtbar. Die Redaktion korrigiert die Liste und Auswahl ständig, beobachtet, fügt ein, ergänzt. Fokussiert ist die Auswahl auf junge Unternehmen bis zu mittelgroßen Unternehmen – Konzerne enthält sie nicht. Wer sich an ECOreporter.de-Empfehlungen hielt, konnte oft über 100 Prozent Kursgewinne verbuchen. Zugegeben: Bei einer Welle derart steigender Aktienkurse in den Bereichen Wind- und Solarenergie sowie bei sonstige Umweltaktien ist das ein Ergebnis, das nicht beliebig wiederholbar ist. Dass Erneuerbare Energie aber kein Garant für stetig steigende Kurse ist, zeigen die meist schlechten Ergebnisse der Bioenergie-Aktien. Im Folgenden haben wir die jeweils besten Aktien jeder Kategorie aufgeführt.


Bioenergie-Aktien
Bioenergie-Aktien: Darunter fallen Hersteller von Biodiesel, Bioethanol, Biomasse-Anlagenbetreiber, die entsprechenden Projektierer und Anlagenbauer, Rohstofflieferanten. Eigentlich eine Boom-Branche, nach dem Höhenflug der Solaraktien hatte man ihr die nächsten Kursrekorde zugetraut. Die Unternehmen verließen sich auf die zunächst positive Stimmung und viele von ihnen planten 2006 Börsengänge. Nicht alle realisierten ihre Pläne: Die Stimmung hatte sich geändert. Insgesamt waren die letzten zwölf Monate für die meisten Bioenergie-Aktionäre nicht sonderlich erfreulich. Denn der Ölpreis sackte bereits im letzten Drittel 2006 ab, das ließ die Begeisterung der US-Amerikaner für Ethanolhersteller abflauen. Außerdem stiegen die Kosten für den Rohstoff Getreide, und auch bei Alternativen wie Mais ist das Angebot begrenzt. Biodiesel-Hersteller waren noch mehr gebeutelt, denn die Bundesregierung beschloss, zum 1. Januar 2007 die Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe weitgehend aufzuheben und stattdessen eine Quote für die Mindestbeimischung von Biokraftstoffen zu Benzin und Diesel einzuführen. Ob die Bundesregierung bei diesem Entschluss bleiben wird, ist noch unklar, aber die Aktien litten. Nicht nur wegen der Steuern: Auch die Diskussion um die ökologisch bedenkliche Produktion von Soja trug ihren Teil dazu bei. Und Palmöl rief Kritiker auf den Plan. Fazit: Die allermeisten Bioenergie-Aktien weisen für die letzten zwölf Monat ein dickes Minus auf. Und Fakten, aus denen neue Hoffnung zu schöpfen wäre, sind bisher nicht gesichert.





Solaraktien
2005 waren Solaraktien die Stars an den Börsen, 2006 wuchsen die Kurse nicht mehr in den Himmel. In den letzten zwölf Monaten ging es im Schnitt gerade bei den besten Solarunternehmen jedoch kräftig bergauf. Sie erzielten Gewinne und widerlegten damit viele Kritiker, die vor einer Wiederholung der Internet-Blase gewarnt hatten. Also doch Substanz im Geschäft mit der Sonne – und gleich zehn Solaraktien, die mindestens etwa 90 Prozent zulegten. Dabei sagt es viel über den Erfolg der Branche, dass unsere Liste noch nicht einmal die Solar-Schwergewichte wie Q-Cells oder Wacker Chemie (jeweils plus 75 Prozent), SolarWorld (plus 52 Prozent) und Conergy (plus 39 Prozent) zeigt – die Aktien kamen trotz hervorragender Kursentwicklung nicht unter die ersten zwölf. Spitzenreiter WorldWater & Solar Technologies Corporation (plus 551 Prozent) aus New Jersey/USA ist im Bereich Solarenergie und Wassermanagement tätig.





Windenergie
Erst REpower, dann Nordex: Fasziniert beobachtete die Öffentlichkeit 2007 die Übernahmeschlachten und –gerüchte um Windanlagenhersteller. Fasziniert – aber auch überrascht. Denn immer wieder hatte es geheißen, die Windenergie sei an die Grenzen angelangt, es wären ja kaum noch Standorte vorhanden. ECOreporter.de hatte bereits 2005 darauf hingewiesen, dass das allenfalls für Deutschland gelte und auch dort nicht ganz richtig sei. Und wir hatten auf die riesigen Chancen in den internationalen Märkten verwiesen. In den letzten zwölf Monaten profitierten die Windaktien denn auch vor allem vom anhaltenden Windkraftboom in den Vereinigten Staaten und in Asien, dort vor allem in China. Aber auch in Europa schritt der Ausbau der Windkraftnutzung weiter voran. Im Schnitt erzielten die Windkraftaktien die besten Ergebnisse aller unserer Umwelt- und Nachhaltigkeitsaktien. Auch weiterhin sind die Aussichten für die Windbranche glänzend. Nur: Das haben mittlerweile viele gemerkt, entsprechend gestiegen sind die Windaktien-Kurse. ECOreporter.de-Leser, die unseren Empfehlungen gefolgt sind, konnten oft dreistellige Kursgewinne verbuchen; diese jetzt zumindest teilweise zu realisieren, ist ein Gebot der Sicherheit.





Sonstige Umwelt- und Nachhaltigkeitsaktien
Auch die Aktien, die ECOreporter.de nicht explizit den Bereichen Wind-, Solar oder Bio-Aktien zuordnet, erzielten in den letzten zwölf Monaten im Schnitt hervorragende Kursgewinne. Ob Entsorgung, Bio-Lebensmittel, Fahrzeugherstellung oder Pharmazie: Wer auf Nachhaltigkeit setzt und in ambitionierte Nischen-Unternehmen investieren will, findet in der ECOreporter.de-Rubrik „Aktien: Kurse“ im Internet auch in diesem Bereich mittlerweile eine sehr breite Auswahl.

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