29.09.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

29.9.2004: Schmälert die Gefährdung der Artenvielfalt langfristig die Rendite? - Studie sieht viele Unternehmen betroffen

FTSE ist ein internationaler Anbieter von Aktienindizes, hinter dem die Financial Times und die Londoner Börse stehen. Dessen Index FTSE 100 enthält die nach Börsenkapitalisierung 100 größten an der London Stock Exchange handelbaren Unternehmen. Davon vernachlässigen über 60 Prozent ihre wirtschaftlichen Risiken infolge der Gefährdung der Artenvielfalt. Das geht der Financial Times London zufolge aus einem aktuellen Bericht von ISIS hervor. ISIS Asset Management ist einer der größten nachhaltigen Investoren in Großbritannien.

Dem Bericht zufolge kann der Schwund der Artenvielfalt langfristig zu hohen finanziellen Belastungen führen, sich etwa auf die Wasserversorgung und auf die Forstwirtschaft negativ auswirken. In der Folge könne es zu strengeren Regulierungen und einer Erweiterung des Bußgeldkatalogs kommen, zu höheren Auflagen und Kosten für betroffene Unternehmen. Laut Katrina Litvack von ISIS wird das Problem des Artenschwundes demnächst eine ähnliche Bedeutung für die Wirtschaft erhalten wie das Problem der Klimabelastung durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Investoren müssten daher von den Unternehmen darüber informiert werden, inwiefern für sie durch den Rückgang der Artenvielfalt Risiken bestehen. Einschränkend stellte sie zwar fest, dass diese Risiken oft schwer zu beziffern seien. Wenn dieses aber gelungen sei, so seien die Ergebnisse bisher stets signifikant gewesen.

Bildhinweis: Die Kuh gehört noch nicht zu den gefährdeten Arten. Die konventionelle Landwirtschaft gehört jedoch zu den Belastungen für die Biodiversität. / Quelle: Umweltbank AG
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