29.10.05

30.10.2005: Telekommunikationsbranche erh?lt gute Zensuren für Umwelt- und Gesellschafts-Engagement

Telekommunikations-Branche:
Guter Draht zu Gesellschaft und Umwelt

Europas Telekommunikationsunternehmen handeln verantwortlich gegen?ber Umwelt und Gesellschaft. Das sei das ergebnis ihrer neuesten Stduie, sagt die M?nchner ?ko-Rating-Agentur oekom research. Dabei h?tten die Europ?er im Vergleich zur US-amerikanischen Konkurrenz deutlich besser abgeschnitten. Als Vorreiter der Branche zeichne die Studie die Unternehmen BT Group (UK), Swisscom (CH) und die Deutsche Telekom (D) aus, so oekom research. Sie erreichten die Noten B+ beziehungsweise B auf einer Skala von A+ bis D-. Insgesamt bewertete oekom research 26 Unternehmen aus 16 L?ndern nach sozialen und ?kologischen Kriterien.

Die Unternehmen der Telekommunikationsbranche sind laut oekom weit mehr als reine Telefondienstanbieter: W?hrend der Festnetzbereich eher R?ckg?nge verzeichne, w?chsen andere Segmente wie der Mobilfunk und das Internetgesch?ft. F?r die Unternehmen stellen sich damit laut oekom research neue gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltverherrlichenden oder pornographischen Inhalten. BT Group, Swisscom und die Deutsche Telekom stellen laut oekom research wie auch andere Netzbetreiber entsprechende Technologien oder Software bereit, die den Zugang zu ungeeigneten Seiten blockieren.

Negativ sei dagegen das mitunter aggressive Wettbewerbsverhalten innerhalb der Branche, das sich auch in den hohen Strafen widerspiegelt, die den Unternehmen in den letzten Jahren auferlegt wurden. Durch ?berteuerte Preise für die Nutzung der Netze beispielsweise erschwerten sie es Konkurrenten, marktgerechte Preise und Serviceleistungen anzubieten.

Handlungsbedarf sehen die Analysten auch bei der Haltung der Unternehmen hinsichtlich m?glicher Gesundheitsrisiken, verursacht durch elektromagnetische Strahlung, die sowohl von den Mobiltelefonen als auch von den Funkmasten ausgesendet wird. Evelyn Bohle, Projektleiterin der Studie, erkl?rt: "Viele Telekommunikationsunternehmen weisen jegliche Produktverantwortung von sich und argumentieren, sie seien schlie?lich nicht die Hersteller der Handys. Dieses Argument ?berzeugt nicht, denn jeder Anbieter entscheidet selbst dar?ber, welches der Mobiltelefone er in sein Programm aufnimmt." Die Analystin nennt aber auch positive Beispiele: "Die Deutsche Telekom, der britische Anbieter Cable & Wireless, und Swisscom z?hlen zu den wenigen Unternehmen, die sowohl auf ihren Internetseiten Informationen ?ber die maximale Strahlungsintensit?t (SAR-Wert) der von ihnen angebotenen Mobiltelefone bereitstellen, als auch in ihrem Programm ?berwiegend Modelle mit geringer Strahlung f?hren." Als Vorreiter auf diesem Gebiet erweise sich auch die britische Vodafone Group, die sich aktiv mit kritischen Forschungsergebnissen auseinandersetze und ihre Kunden auf m?gliche Risiken aufmerksam mache.

"Viele Telekommunikationsunternehmen zeichnen sich durch einen besonders hohen Frauenanteil in F?hrungspositionen aus, der bei der schwedischen TelioSonera sogar bei knapp 40 liegt. Andere Branchen erreichen mitunter nur f?nf bis zehn Prozent", so Bohle weiter.

Im Vergleich zu verwandten Industriezweigen habe die Mehrheit der Unternehmen in der Telekommunikationsbranche ?berdurchschnittlich viele soziale und ?kologische Herausforderungen erkannt und bereits gute Ma?nahmen zu deren L?sung eingeleitet, so das Fazit von oekom research; insgesamt l?gen hierbei die amerikanischen hinter den europ?ischen Unternehmen.
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