30.11.02

30.11.2002: Eichborn AG fährt Achterbahn

Einen Umsatzrückgang im Konzern um 21,5 Prozent auf 15,45 Mio. Euro und im Einzelabschluss um 25,3 Prozent (ohne das Harry-Potter-Merchandising um 16,2 Prozent) meldet der Buchverlag Eichborn AG. Der Verlag will sich in Zukunft auf das Kerngeschäft Verlag konzentrieren. Die Eichborn AG werde daher das Harry-Potter-Merchandising beenden und sich aus den Beteiligungen in den Geschäftsfeldern Karriererat und Film/Musik konsequent > zurückziehen.

Dadurch entstehen allein im 3. Quartal 2002 außerordentliche Aufwendungen von fast 4 Mio. Euro im Einzelabschluss. Diese enthalten eine vollständige Abschreibung der Beteiligungsansätze und Konzerndarlehen auf erwartete Realisierungswerte in diesen Segmenten, desgleichen eine Wertberichtigung auf Harry-Potter-Lizenzvorauszahlungen und Abwertungen des entsprechenden Lagers. Damit sind auch Konsequenzen aus der Insolvenz des Gesellschafters Achterbahn AG berücksichtigt.

Im Konzern wird ein Verlust von 2,47 Mio. Euro ausgewiesen, im Einzelabschluss von 3,6 Mio. Euro. In diesem Betrag sind 3,94 Mio. Euro an außerordentlichen Aufwendungen enthalten.

Gestützt auf eine Eigenkapitalquote von 67,3 Prozent im Konzern (Einzelabschluss 68,3 Prozent), eine Liquidität von 2,4 Mio. Euro (Einzelabschluss 2,17 Mio. Euro), geringe Bankverbindlichkeiten und ein Ende des Geldabflusses in verlustreiche Tochtergesellschaften verkraftet das Unternehmen den hohen Verlust 2002 und sieht dem nächsten Jahr wieder zuversichtlich entgegen.
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