30.11.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

30.11.2004: Presseschau: Verstärktes Interesse deutscher Unternehmen an gesellschaftspolitischen Projekten

"Auswüchse der kurzfristigen Shareholder-Value-Orientierung werden wieder durch nachhaltiges Wirtschaften ersetzt." Das erklärte Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller gegenüber der Süddeutschen Zeitung. In deren heutigen Ausgabe berichtet diese über eine Umfrage bei kleinen und großen Unternehmen sowie den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft. Demnach ist in der deutschen Wirtschaft das Interesse an gesellschaftspolitischen Projekten "massiv gestiegen". Er rechne damit, "dass das Interesse im nächsten Jahr deutlich zunehmen wird", wird beispielsweise BDA-Präsident Dieter Hundt zitiert. Laut Klaus-Peter Gushorst, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton, engagieren sich nach amerikanischem Vorbild immer mehr Mitarbeiter aus Überzeugung bei sozialen Hilfsprojekten und werden dabei vom Management unterstützt. Entsprechendes Engagement gelte als hilfreich für ein gutes Betriebsklima und für die Verankerung am heimischen Standort. Zudem würden Fragen der sozialen Verantwortung der Unternehmen von Investoren verstärkt auf Hauptversammlungen zur Sprache gebracht. Das die Bemühungen der Unternehmen noch ausbaufähig sind, wird am Beispiel der Deutschen Bank verdeutlicht. Die gebe jährlich 67 Millionen Euro für ihr gesellschaftliches Engagement aus. Dies sei zwar mehr als jedes andere deutsche Unternehmen, allerdings "auch relativ wenig im Vergleich zur Bilanzsumme".
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