30.01.02

30.1.2002: Bundesregierung will Windstromanteil auf mindestens 25 Prozent steigern

Insbesondere durch den Bau von Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee soll der Anteil der Windenergie am bundesdeutschen Stromverbrauch innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte auf mindestens ein Viertel wachsen. Dies sehe die "Strategie der Bundesregierung zur Windenergienutzung auf See" vor, auf die sich die beteiligten Ressorts unter Federführung des Bundesumweltministeriums (BMU) verständigt haben, so das BMU.
Dabei gehe die Bundesregierung davon aus, dass unter den gegenwärtigen Bedingungen auf den aus heutiger Sicht voraussichtlich verfügbaren Flächen in der Nord- und Ostsee bis zum Jahr 2006 insgesamt mindestens 500 Megawatt, bis 2010 ca. 2000 bis 3000 Megawatt bis 2025 bzw. 2030 rund 20000 bis 25000 Megawatt installierter Offshore-Leistung möglich sind. Gemessen am Bezugsjahr 1998 sollen damit rund 15 Prozent des Stromverbrauchs der Bundesrepublik Deutschland erzeugt werden. Zusammen mit den Onshore-Anlagen könne dann mindestens ein Viertel des heutigen Strombedarfs mit Windenergieanlagen erzeugt werden, so Trittin.
Der Ausbau der Windkraftnutzung auf See soll stufenweise erfolgen, umwelt- und naturverträglich gestaltet und von ökologisch orientierten Forschungsarbeiten begleitet werden. Im Zuge der weiteren Umsetzung will die Regierung zügig "besondere Eignungsgebiete" für Windkraftparks förmlich ausweisen, in denen in der Regel keine Bedenken aus Sicht der Meeresumwelt, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Benutzung des Luftraumes oder anderer Nutzungen gegen die Offshore-Nutzung bestehen. Dies führe für alle Beteiligten zu deutlichen Verfahrenserleichterungen und schaffe für die Windparkbetreiber weitere Investitionssicherheit, betonte Trittin.
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